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Google stellt Betaprogramm für Glass ein

Google hat die Beta-Phase seiner Datenbrille Google Glass beendet. Das bedeutet aber nicht, dass das Wearable-Programm eingestellt wird. Vielmehr wird es aus Google X in eine eigene Abteilung ausgegliedert. Die Aufsicht soll der frühere Apple-Manager Tony Fadell bekommen, der sich damit noch stärker zum Hardware-Boss des Internet-Konzerns entwickelt. Die bisherige Glass-Projektleiterin Ivy Ross behalte die operative Führung der Sparte, werde aber Fadell unterstehen, hieß es.

Das Glass-Team sieht sich nun „einen Schritt weiter vom Konzept hin zur Realität“. Das Explorer-Programm stelle es ein, um sich besser auf die nächste Phase zu konzentrieren – neue Modelle zu entwickeln. Näheres verrät Google noch nicht. Bislang wurde lediglich bekannt, dass die Chips für das nächste Glass-Modell von Intel kommen sollen. Für dieses Jahr wird mit einer neuen Version gerechnet.

Google Glass wurde im April 2012 vorgestellt. Seit Mai 2014 war die Datenbrille in den USA für 1500 US-Dollar im Explorer-Programm erhältlich. In der Öffentlichkeit stieß Google Glass vor allem aus Sorge um die Privatsphäre auf Ablehnung. Besonders viel Kritik kam aus Europa. Wohl auch deshalb vermarktete Google die Glass zuletzt stärker als Werkzeug für spezialisierte Aufgaben am Arbeitsplatz, beispielsweise in der Autobranche oder der Logistik. Zudem gab es technische Probleme: Vor allem kurze Batterielaufzeiten engten den Nutzen der Brille stark ein. (anw/spo)

Monitore mit Kurven

Samsung will künftig außer TVs auch Monitore vermehrt mit gebogenem Schirm anbieten. Flaggschiff ist derzeit der 34-zöllige 34SE790C, ein 21:9-Display mit Ultra-HD-Auflösung (3840 × 2160 Pixel). Der Monitor nutzt ein VA-Panel mit 3000R (3 m) Radius – üblich ist hier bislang 4000R (4 m). Mit zwei HDMI-Eingängen, einem DisplayPort, einem USB-Hub mit vier Ports sowie eingebauten 7-Watt-Lautsprechern ist der höhenverstellbare 34SE790C gut ausgestattet. Es soll ihn auch als 29-Zoll-Variante mit 2560 × 1080 Pixeln geben; wann diese auf den Markt kommt, sagte Samsung noch nicht. Das größere Modell 34SE790C soll Ende Juli in Deutschland für 1300 Euro angeboten werden.

Auch LG hat gebogene Monitore im Programm, darunter den 34UC87 mit 34 Zoll Diagonale (86 cm). Er zeigt 3440 × 1440 Pixel (Quad-HD-Auflösung, 110 dpi), der bereits im November angekündigte 31MU97 dagegen echtes 4K mit 4096 × 2160 Bildpunkten. Der 34UC87 unterstützt Thunderbolt 2 und hat ein IPS-Panel, 7-Watt-Stereolautsprecher, zwei HDMI-Buchsen und einen DisplayPort-Eingang sowie einen USB-3.0-Hub mit zwei Anschlüssen. Er ist ab sofort für 1000 Euro erhältlich. (uk)

24-Zöller mit 4K und 27-Zöller mit 5K

Bislang hatten lediglich Dell und Nec 24"-Monitore mit 3840 × 2160 Bildpunkten im Programm. Ab April zieht HP nun mit dem Z24s nach: Dessen IPS-Display hat ebenfalls UHD-Auflösung und eine Diagonale von 23,8 Zoll (rund 60 cm). Die Bildsignale nimmt der Z24s über DisplayPort, DVI, HDMI und Mini-DisplayPort entgegen. 4K-Signale mit einer Bildwiederholrate von 60 Hz lassen sich bei dem 24-Zöller allerdings nur über die DisplayPorts zuspielen. Seine HDMI-1.4- und DVI-Eingänge unterstützen die erforderliche Bandbreite nicht, weshalb man sich hier entweder mit einer geringeren Auflösung oder einer 4K-Darstellung mit 30 Hz begnügen muss.

Laut HP deckt der Z24s den AdobeRGB-Farbraum nahezu vollständig ab, womit er zu den Wide-Color-Gamut-Monitoren zählt. Aufgrund des blickwinkelstabilen IPS-Panels dürfte sich die gute Farbsättigung auch bei seitlicher Betrachtung nur marginal ändern.

HPs zweite Neuerung überbietet die 4K-Auflösung sogar: Der Z27q bringt es auf beachtliche 5120 × 2800 Bildpunkte. Das gibt es bislang nur bei Dells UP2715K und dem aktuellen 27"-iMac. Das IPS-Panel des 27-Zöllers deckt den AdobeRGB-Farbraum laut HP ebenfalls zu 99 Prozent ab. Bei Bedarf kann man den angezeigten Farbraum auf sRGB oder den Videofarbraum BT.709 reduzieren. Während sich HPs 4K-Monitor auch an DVI- und HDMI betreiben lässt, stellt der Z27q ausschließlich zwei DisplayPorts bereit. Zudem ist ein USB-3.0-Hub mit fünf Ports integriert.

Beide HP-Monitore lassen sich in der Höhe und der Neigung verstellen und seitlich sowie ins Hochformat drehen, was ergonomisches Arbeiten ermöglicht. Den 24-Zöller Z24s mit UHD-Auflösung will HP im April auf den Markt bringen, der 5K-Schirm Z27q soll voraussichtlich im März in den Handel kommen. Preise für die Geräte nannte HP bislang nicht. (spo)

Adaptive-Sync-Monitore im Kommen

Gaming-Monitore mit Nvidias G-Sync legten vor, nun folgen die Adaptive-Sync-Geräte: LG und Samsung haben jüngst Displays mit der von AMD FreeSync getauften Technik gezeigt. Die LCDs unterstützen eine variable Bildwiederholrate zwischen 30 und 144 Hz und laufen so immer im gleichen Takt wie die Grafikkarte, wodurch sie Darstellungsartefakte wie Stottern oder Tearing vermeiden. Während Nvidias proprietäre G-Sync-Technik meist nur in Gaming-LCDs anzutreffen ist, wurde Adaptive-Sync respektive FreeSync im DisplayPort 1.2a standardisiert. Die dynamische Synchronisation mit AMD-Grafikkarten funktioniert somit künftig mit jedem Monitor mit entsprechendem DisplayPort-Receiver.

LG stellt ein 34-zölliges Display mit 21:9-Format und 86 Zentimeter Bilddiagonale vor. Der 34UM67 zeigt 2560 × 1080 Bildpunkte und nutzt ein blickwinkelstabiles IPS-Panel. Er soll ab März für 550 Euro erhältlich sein. Außerdem zeigte LG auf der CES eine 29-Zoll-Variante (74 cm) ebenfalls mit 2560 × 1080 Pixeln und IPS-Panel, die Adaptive-Sync unterstützt. Der 29-Zöller soll 350 Euro kosten und ab März erhältlich sein.

Samsung nimmt zwei Adaptive-Sync- respektive FreeSync-Modelle ins Programm: Den UE590 gibt es mit 23,6 Zoll Diagonale und mit 28 Zoll (60 cm und 71 cm). In beiden Monitoren steckt ein TN-Panel und beide zeigen Ultra-HD-Auflösung mit 3840 × 2160 Bildpunkten. Die Displays haben zwei HDMI- und zwei DisplayPort-Eingänge. Als Grauschaltzeit für den 28-Zöller nennt Samsung eine Millisekunde, was flüssiges Spielen erlauben sollte. Die FreeSync-Geräte sollen ab März angeboten werden, Preise stehen noch nicht fest.

In seiner UE850-Serie bietet Samsung zwei blickwinkelstabile PLS-Modelle ebenfalls mit Adaptive-Sync an: eines mit 60 Zentimeter Diagonale (23,6") und einen großen Schirm mit 80 Zentimeter Diagonale (31,5"). Der 28-zöllige FreeSync-Monitor 28UE850 (71 cm Diagonale) nutzt TN-Technik, seine Grauschaltzeit spezifiziert der Hersteller mit einer Millisekunde. Für die PLS-Modelle fehlen diese Angaben noch, alle drei zeigen UHD-Auflösung. Die höhenverstellbaren Schirme haben zwei DisplayPort- und zwei HDMI-Eingänge sowie einen USB-Hub mit vier Anschlüssen. Hier nennt Samsung weder Preise noch den Marktstart; er soll voraussichtlich im ersten Quartal erfolgen. Samsung kündigte an, dass alle kommenden 4K-Monitormodelle AMDs FreeSync-Technik respektive Adaptive-Sync unterstützen werden. (uk)

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