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Nicht für Deutschland: Tizen, Xiaomi

Das Samsung Z1 ist da, das erste Smartphone mit dem Open-Source-Betriebssystem Tizen, das aus Intels MeeGo und Nokias Maemo entstanden ist. Allerdings erscheint es nur in Indien und soll dort die Käufer mit einem lokalisierten und teils kostenlosen Entertainment-Angebot sowie sechs Monaten Mobilfunk-Freivolumen locken. Die Ausstattung des umgerechnet keine 80 Euro teuren Z1 fällt karg aus: 4-Zoll-Display, 3-Megapixel-Kamera, Frontkamera mit VGA-Auflösung.

Zum App-Angebot unter Tizen sagte Samsung nichts. Auf einem vorab aufgetauchten, aber von Samsung offiziell nicht gezeigten Video waren Apps zu sehen, die in einer Art Android-Emulator von OpenMobile liefen. Für Android-Apps ist das Z1 allerdings mit nur 0,75 GByte Arbeitsspeicher, Zweikern-Prozessor und 4 GByte Flash eher schlecht gerüstet.

Ein Android-Smartphone mit derzeit fast bestmöglicher Ausstattung zeigte hingegen der chinesische Hersteller Xiaomi, das Mi Note Pro: 5,7-Zoll-Display mit 2560 × 1440 Punkten und abgerundeter Kante, Qualcomms schneller CPU Snapdragon 810 mit 8 Kernen, 4 GByte Hauptspeicher, 64 GByte Flash, zwei SIM-Slots und LTE. Allerdings kommt es vorerst nur in China auf den Markt, dort für umgerechnet etwa 460 Euro. Auch zwei günstigere Varianten für 320 und 390 Euro sollen kommen. Laut Xiaomis Vizepräsident Hugo Barra, vormals Googles Android-Chefentwickler, soll der Verkauf in Europa und den USA erst in einigen Jahren starten. (jow)

OnePlus One und LG G2 zerstören SIMs

In Support-Foren häufen sich Berichte von Smartphone-Nutzern, deren SIM-Karten in den Android-Telefonen LG G2 und OnePlus One nach etwa einem Monat ausfallen. Hauptsächlich ist vom Provider Congstar die Rede, vereinzelt auch von Klarmobil und Callmobile. Auch im Smartphone Oppo N1 fallen die Karten aus. Betroffen ist demnach ausschließlich die SIM-Version C/W2, nicht aber die ältere V2 – auf Congstar-SIMs ist die Bezeichnung rechts unten aufgedruckt.

Ursache des Ausfalls ist wohl, dass die Smartphones die SIMs mit einer zu hohen Spannung betreiben. Es gibt Karten mit 5, 3 und 1,8 Volt, die Slots betreiben sie mit der passenden Spannung. Unklar ist, ob die Karte eine zu hohe Spannung anfordert oder ob das Smartphone eine höhere als angefordert einstellt.

Inzwischen hat Congstar reagiert und bittet Betroffene, sich im Support-Chat zu melden, ihnen will Congstar dann eine SIM „einer anderen Generation“ schicken. Vorher bekamen Betroffene wiederholt neue C/W2-Karten, die von ihren Smartphones nach einem Monat dann wieder gegrillt wurden. Einige Nutzer berichten, dass sie auch nach Congstars Reaktion noch C/W2-Karten erhalten hätten. (jow)

CyanogenMod mit Android 5

Die Entwickler des populärsten Alternativ-ROMs für Android-Geräte haben die ersten Vorabversionen („Nightlies“) von CyanogenMod 12 mit Android 5 veröffentlicht. Die grundlegenden Funktionen wie Telefonie, WLAN, Bluetooth, GPS und Kamera sind implementiert, es fehlen einige Cyanogen-Besonderheiten wie die anpassbaren Schnelleinstellungen. Die Integration der Cyanogen-Themes hat begonnen, doch die Entwickler weisen darauf hin, dass die meisten bestehenden Themes aufgrund verschiedener Probleme unter CM12 vermutlich nicht gut aussehen oder gar nicht starten dürften. Ein Extra von CM12 ist die in die Rechteverwaltung integrierte Superuser-Funktion, sodass separate Superuser-Tools wie SuperSU des Android-Entwicklers Chainfire überflüssig werden.

CyanogenMod nutzt den von Google im AOSP (Android Open Source Project) bereitgestellten Quellcode von Android. Die Nightlies von CM12 gibt es für rund 30 Geräte, darunter HTC One M7 und M8, LG G2 und One S, Moto G, OnePlus One, Samsung Galaxy S4 mini, Note 3 und Tab 8.4 sowie einige Nexus-Modelle. Wann CM12 fertiggestellt sein soll, sagt Cyanogen nicht. (jow)

Modulares Smartphone kommt in Testphase

Google will das modulare Smartphone aus dem Project Ara in der zweiten Jahreshälfte zum Kauf anbieten, allerdings nur in Puerto Rico. Bislang gibt es nur einen Prototypen der aktuellen Baureihe „Spiral 2“: Er besteht aus einem Aluminium-Gerüst, in das die Module eingeklinkt werden und magnetisch halten. Elf Module aus Kategorien wie Akku, Display, Kamera, Prozessor und Lautsprecher gebe es derzeit, 3G-Telefonie fehle, so Google. Auch sei es noch nicht möglich, die Module im Betrieb zu wechseln.

Allzu viel Arbeit dürfte Google nicht mehr in Spiral 2 stecken, denn schon im Frühjahr soll die nächste Entwicklungsstufe Spiral 3 mit inkompatiblen Modulen erscheinen, darunter eines für LTE. Auch soll dann ein Tag Laufzeit drin sein, allerdings möglicherweise nur durch ein zweites Akkumodul. Die neuen Module kommunizieren induktiv über eine kontaktlos ausgeführte UniPro-Schnittstelle miteinander. Dieser Standard tunnelt andere Schnittstellen wie USB und I2C und kommt auch in der nächsten Generation von Flash-Speicherbausteinen zum Einsatz.

Bis zum Verkaufsstart will Google 20 bis 30 Module aus zehn Kategorien anbieten können. Die stammen nicht von Google, sondern von anderen Herstellern: So wollen etwa Nvidia und Marvell Prozessormodule herstellen. Zum Vertrieb soll ein Online-Marketplace dienen, in dem Kunden sich ihre Wunschkonfiguration zusammenklicken. Allerdings muss wohl jeder Hersteller seine Module selbst in jedem Land von den jeweiligen Zulassungsbehörden überprüfen lassen. Das Pilotprojekt findet möglicherweise deswegen in Puerto Rico statt, weil die Behörden sich offener als in anderen Ländern verhalten. (jow)

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