Fesseln fürs Scoring

Datenschützer Thilo Weichert über die automatische Bewertung von Personen

Trends & News | Interview

Wie vermess- und bewertbar ist der Mensch – und wie kann er sich gegen die Erfassung seiner Lebensparameter wehren? Verbraucher- und Datenschützer drängen seit Langem auf eine Neuregelung des Scoring, mit dem Firmen zunehmend automatisiert entscheiden, wer welche Angebote erhält.

Scoring wird nicht nur bei der Vergabe von Krediten eingesetzt, sondern auch in der Werbung, bei Versicherungen, der Vergabe von Arbeitsplätzen oder der Auswahl von Mietern. Eine aktuelle Studie des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein und des sozialwissenschaftlichen Forschungsinstituts „GP Forschungsgruppe“ macht konkrete Vorschläge für den Verbraucherschutz beim Scoring. Die Studie wurde im Auftrag des Bundesverbraucherministeriums erstellt und soll auf einer Veranstaltung des Bundesjustizministeriums diskutiert werden. Wir sprachen mit einem Autor der Studie, dem schleswig-holsteinischen Landesdatenschützer Thilo Weichert.

c’t: In Ihrer Studie steht, bisher scheitere jede Prüfung der Wissenschaftlichkeit der beim Scoring verwendeten mathematischen Verfahren schon „im Ansatz“. Was wären denn brauchbare Prüfkriterien? ...

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  • Scoring spielt bislang vor allem bei der Kreditvergabe eine Rolle. Künftig wird es Verbrauchern in vielen Branchen begegnen.

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