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LESEPROBE

Ab geht die Post

Mail-Clients für Linux

Test & Kaufberatung | Test

Thunderbird hat sich in vielen Linux-Distributionen als Standard-Mailclient durchgesetzt. Ein Blick auf die Alternativen lohnt: Alteingesessene Programme wie Claws Mail, Evolution und KMail überzeugen mit Funktionsvielfalt, während mit Trojitá und Geary zwei Neuankömmlinge andere Schwerpunkte setzen.

An Mail-Clients herrscht unter Linux wahrlich kein Mangel, selbst auf der Kommandozeile lassen sich Mails mit verschiedenen Programmen lesen. Eine Reihe von Desktop-Programmen leistet praktische Hilfe beim Bewältigen der Mail-Flut. Wir haben uns die stabilen Versionen der wichtigsten Mail-Programme für den Linux-Desktop genauer angesehen. Mittlerweile hat sich das IMAP-Protokoll, bei dem die Mails auf dem Server des Anbieters lagern und von unterschiedlichen Geräten und Clients abfragbar sind, als Standard durchgesetzt. Alle Mail-Programme im Test müssen dieses Protokoll daher beherrschen. Unter den Testkandidaten finden sich so altbewährte Programme wie Thunderbird, Evolution, KMail und Claws Mail, aber auch die noch jungen Tools Geary und Trojitá, die durchaus schon mit guten Funktionen punkten.

Gegenüber Webmailern bieten Desktop-Programme viele Komfortfunktionen. Bei der Mail-Organisation stehen sie mit Filtern und Tags zur Seite. In umfangreichen IMAP-Hierarchien helfen Favoriten dabei, häufig verwendete Ordner schneller ausfindig zu machen. Virtuelle Ordner sammeln Nachrichten, auf die bestimmte Suchkriterien zutreffen. Beim Verfassen unterstützen Vorlagen, eine Rechtschreibprüfung, Signaturverwaltung und nicht zuletzt ein Adressbuch. Im Idealfall lassen sich Adressen- und falls vorhanden Kalenderdaten, per CardDAV und Calva mit anderen Geräten synchronisieren. Fast alle Mail-Programme verwalten mehrere Mail-Konten parallel, in einigen Fällen lassen sich auch verschiedene Identitäten für ein und dieselbe Mail-Adresse anlegen. ...


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