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Avid bringt Pro Tools 12 und kostenlose Version

Bereits im März soll die 12. Version der Digital Audio Workstation (DAW) Pro Tools erhältlich sein. Hersteller Avid folgt dabei dem allgemeinen Trend und bietet neben einer zeitlich unbegrenzten Voll-Lizenz auch ein Abomodell an. Zu den Preisen gab es bis Redaktionsschluss jedoch noch keine Informationen.

Als wesentliche Neuerung nennt Avid die „Cloud Collaboration“-Funktion, die es über den Globus verteilten Pro-Tools-Nutzern ermöglicht, gemeinsam an einer Session zu arbeiten. Zudem lassen sich Musikprojekte direkt in die Cloud speichern. Der dazugehörige Dienst schließt einen Online-Marktplatz ein, über den Musiker, Komponisten und Produzenten ihre Werke zum (Lizenz-)Kauf anbieten können. Darüber hinausgehende Verbesserungen gegenüber der Vorgängerversion wurden bislang noch nicht verraten.

Mit „Pro Tools | First“ stellt Avid erstmals eine kostenlose Version seiner DAW zur Verfügung. Sie ist auf 16 Spuren beschränkt, von denen sich vier Spuren gleichzeitig aufzeichnen lassen. Bei der freien Version lassen sich maximal drei Sessions in der Cloud speichern – und auch nur dort. Das Programm soll mit rund 20 Plug-ins ausgeliefert werden, darunter der Synthesizer XPAND!2 sowie die Plug-in-Suiten EQ III und Dynamics III. Der Einsatz externer Plug-ins ist auf die per In-App-Kauf zu erwerbenden AAX-Exemplare beschränkt. (Kai Schwirzke/hag@ct.de)

Angeblich Spezifikationen zur „4K Blu-ray Disc“ aufgetaucht

Die japanische Audio/Video-Website „AV Watch“ hat eine Übersicht veröffentlicht, die die voraussichtlichen Spezifikationen der für Ende 2015 angekündigten „4K Blu-ray Disc“ zeigen soll. Sie bestätigt viele bisherigen Vermutungen – etwa, dass zur Speicherung der Ultra-HD-Filme das besonders effiziente Kompressionsverfahren HEVC zum Einsatz kommt und dass die Datenrate auf 100 MBit/s hochgeschraubt wird. Ultrahoch aufgelöste Filme werden in einer Auflösung von 3840 × 2160 Pixel gespeichert, was der Panelauflösung von Ultra-HD-TVs entspricht.

Überraschend ist, dass die „4K Blu-ray Disc“, die noch keinen offiziellen Namen hat, lediglich eine Farbabtastung von 4:2:0 bieten soll. Zudem ist zwar eine Speicherung von 4K-Videos mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde vorgesehen, nicht jedoch das „High Frame Rate“-Format mit einer Bildwiederholfrequenz von 48 Hertz. Auch 3D bleibt außen vor – was nach Angabe eines Panasonic-Entwicklers mit einem Mangel an passenden Videochips für die Player zu erklären ist.

Statt auf 3D oder HFR setzt die Blu-ray Disc Association bei den 4K-Blu-rays auf einen größeren Farbraum gemäß ITU-R-Empfehlung BT.2020, eine von 8 auf 10 Bit erhöhte Farbtiefe und einen erhöhten Dynamikumfang dank High Dynamic Range (HDR). Die für HDR benötigten Zusatzinformationen werden als Erweiterung des Videodatenstroms übermittelt. So lassen sich die gewöhnliche und die HDR-Fassung speichern, ohne den Film zweimal auf der Disc ablegen zu müssen; gewöhnliche Decoder ohne HDR-Unterstützung lassen die Erweiterung einfach links liegen. (nij@ct.de)

Kostenloser UPnP-Player

Das für seine Videobearbeitungssoftware „DVR Studio“ bekannte Unternehmen Haenlein bietet unter dem Namen „HS-UPnP-Player“ ab sofort einen UPnP-Player zum kostenlosen Download an (siehe Link). Das Windows-Programm lässt sich als Multimedia-Player für Aufnahmen und Live-TV-Streams von UPnP- und DLNA-Netzwerkservern nutzen. In der Software ist eine Favoriten- sowie eine Filterfunktion integriert, zudem sucht sie auf Knopfdruck im Web nach Filminfos. Wer auf Letzteres verzichtet, kann das Programm auch komplett ohne Internet-Zugang nutzen. (nij@ct.de)

HTML5 wird Standard bei YouTube

YouTube stellt Videos künftig bei Chrome, Internet Explorer 11, Safari 8 und aktuellen Beta-Versionen von Firefox standardmäßig über HTML5 dar. Das gaben Entwickler der Plattform in einem Blogeintrag bekannt. Google experimentiert bereits seit 2010 mit der Videowiedergabe via HTML5 und hat eigenen Angaben zufolge mittlerweile viele Probleme gelöst. So ist nun auch das Streaming mit adaptiver Bitrate möglich.

Zudem setzt YouTube bei HTML5 verstärkt auf den lizenzgebührenfreien VP9-Videocodec, der die Datenrate eines Videos im Schnitt um rund 35 Prozent reduzieren soll. Nach der Umstellung sollen sich auch Videos mit 4K-Auflösung problemlos anzeigen lassen, zudem ermögliche die WebRTC-Unterstützung Live-Übertragungen ohne zusätzliche Plug-ins. (vza@ct.de)

Audio/Video-Notizen

Sony setzt bei Musik künftig auf eine Kooperation mit dem Streaming-Dienst Spotify und gibt dafür sein bislang in Eigenregie betriebenes Angebot „Music Unlimited“ zum 29. März auf. Der ab Frühjahr verfügbare neue Service „Playstation Music“ soll auf Sonys Spielekonsolen sowie auf Smartphones und Tablets des Herstellers laufen.

Gibson bindet die von Philips übernommene Audio-Sparte Woox stärker in seine Unternehmensstrategie ein. Woox entwickelt künftig HiFi-Bluetooth-Lautsprecher und -Kopfhörer unter der Gibson-Marke Onkyo; Produkte unter den Marken Philips und Fidelio soll es aber weiterhin geben.

Die Themenkanäle des Online-Videodienstes Watchmi sind ab sofort auf internetfähigen Fernsehern, Blu-ray-Playern und Heimkinosystemen von Sony verfügbar. Die Smart-TV-App steht kostenfrei für alle diese Produkte ab Modelljahr 2012 zum Download (an den Geräten) bereit.

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