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KDE 5 wird alltagstauglich

Mit der Veröffentlichung von Plasma 5.2 mausert sich die fünfte Generation des KDE-Desktops zunehmend zu einer alltagstauglichen Ablösung der KDE-4-Plattform. So sind jetzt KSSHAskPass zum Abfragen der Passwörter von SSH-Schlüsseln und KScreen, ein Werkzeug zur Monitorkonfiguration, auf Qt 5 portiert. BlueDevil kümmert sich um Bluetooth-Geräte, das neue Muon liefert eine Softwareverwaltung im Stil eines App Store. Das Aussehen von Gtk+-Anwendungen lässt sich jetzt in den Plasma-Einstellungen konfigurieren.

Kubuntu wird in der kommenden Version 15.04 (Vivid Vervet) den Plasma-5-Desktop standardmäßig verwenden – die aktuelle Alpha 2 bringt bereits eine Vorabversion von Plasma 5.2 mit, die recht stabil läuft und einen guten Eindruck von den Neuerungen in KDE 5 vermittelt. Eine Reihe von KDE-Anwendungen, darunter die Editoren Kate und KWrite, das Terminalprogramm Konsole und der Bildbetrachter Gwenview, sind bereits auf die KDE Frameworks 5 portiert, die den technischen Unterbau der neuen KDE-Generation stellen. (odi@ct.de)

Debian 8: Erster Release Candidate

Knapp drei Monate nach dem Einfrieren der Software-Versionsstände Ende November haben die Entwickler des Debian-Installers den ersten Release Candidate der kommenden Version 8 veröffentlicht. Jessie ist offenbar auf einem guten Weg: Seit dem Freeze ist die Zahl der Release-kritischen Bugs von über 300 auf unter 200 gesunken. Neben Bugfixes unter anderem beim Umgang mit fehlenden Firmware-Dateien bringt der RC1 das neue Theme „Lines“ für den Standard-Desktop Gnome 3.14.

Jessie verwendet den Linux-Kernel 3.16, X.org 7.7 und die Glibc 2.19. Als Init-System kommt standardmäßig Systemd zum Einsatz. Debian 8 ist für zahlreiche Plattformen verfügbar, darunter jetzt auch 64-bittige ARM- und PowerPC-Prozessoren. (odi@ct.de)

Xen 4.5 verbessert ARM-Support

Die neue Version 4.5 des Xen-Hypervisors verzichtet zugunsten der neueren, in C geschriebenen Tools auf die alten Python-Tools inklusive Xend. Dank erheblicher Verbesserungen an der ARM-Portierung läuft der Xen-Hypervisor auf deutlich mehr ARM-SoCs und -Boards; neu hinzugekommen sind unter anderem AMD Seattle, Calxedas Midway, einige Exynos-SoCs von Samsung sowie CubieBoard und CubieTruck. So soll Xen auf Rechnern mit sehr viel RAM deutlich schneller booten.

Am x86-Hypervisor gab es kleinere Verbesserungen, die vor allem für große Xen-Server mit viel RAM und vielen CPUs relevant sind. (odi@ct.de)

Evolve OS will auf den Linux-Desktop

Evolve OS geht neue Wege: Die Desktop-Distribution setzt nicht auf Debian/Ubuntu oder einem anderen gängigen Linux auf, sondern ist von Grund auf neu entwickelt. Der übersichtliche Budgie-Desktop orientiert sich an Googles Chrome OS; er setzt auf Gnome 3.14 auf. Es gibt ein eigenes Software-Center namens evolve-sc und einen eigenen Paketmanager eopkg, der von dem Paketmanager Pisi der türkischen Pardus-Distribution abgeleitet ist. Nachteil der eigenen Wege: Das Softwareangebot ist längst nicht so umfangreich wie bei anderen Distributionen.

Die erste Betaversion von Evolve OS steht als 64-Bit-Live-System mit Installer zum Download bereit. Unterstützung für UEFI, LVM, VPNs und Festplattenverschlüsselung versprechen die Entwickler für die Beta 2. (odi@ct.de)

Möglicher Datenverlust bei Steam

Unter bestimmten Bedingungen löscht der Steam-Client für Linux bei der Deinstallation oder einer Neuinstallation Daten des Benutzers. Der Fehler kann offenbar dadurch ausgelöst werden, dass die Steam-Installation von Hand in ein anderes Verzeichnis verschoben wird.

Das Skript steam.sh führt dann unter Umständen den Befehl rm -rf / aus – zum Glück nur mit Benutzer-, nicht mit Root-Rechten, sodass zumindest das System nicht beschädigt wird. Allerdings werden dabei alle Daten gelöscht, für die der Benutzer Schreibrechte hat. Steam hat inzwischen ein Update des Steam-Clients veröffentlicht, das den Fehler behebt. (odi@ct.de)

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