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Android-Tablets von HP mit Ultraschallstift

Statt eines klassischen Digitizer kommt bei HPs Android-Tablets Pro Slate 8 und Pro Slate 12 eine ungewöhnliche Stifterkennung mit Ultraschall zum Einsatz. Die Technik stammt von Qualcomm wie auch der Quad-Core-Prozesser Snapdragon 800 in beiden Tablets. Fünf Mikrofone rund ums Display lauschen auf akustische Signale des batteriebetriebenen Stifts, aus denen die CPU die Position des Stylus errechnet. Anders als bei herkömmlichen Digitizer-Stiften kann man auch neben dem Tablet auf Papier schreiben, der Stift hat dafür eine Kugelschreibermine. Die Skizzen erscheinen trotzdem auf dem Display. Laut HP ist für die optimale Übertragung die zusätzliche Hülle Paper Folio nötig, die es erst ab Frühjahr gibt. Wie die Hülle die Übertragung verbessert, sagt HP nicht.

Das Pro Slate 8 hat ein 7,9-Zoll-Display mit 2048 × 1536 Pixel (rund 325 dpi). Im Pro Slate 12 steckt ein Display im 4:3-Format mit 12,3 Zoll und nur 1600 × 1200 Pixeln – deutlich unschärfer (163 dpi) als der kleine Bruder. Die beiden Tablets sind nur 8 Millimeter dick und wiegen 350 und 850 Gramm. Für das Pro Slate 8 verlangt HP 380 Euro und für das Pro Slate 12 530 Euro. Beide Tablets laufen noch mit Android 4.4; ob und wann ein Update auf das aktuelle Android 5 erfolgt, sagt HP nicht.

Ebenfalls mit Stifteingabe kommt das Windows-Notebook HP Elite x2 1011 G1 auf den Markt, ein 11,6-Zoll-Hybride mit Core-M-Prozessor von Intel. Hier verwendet HP einen klassischen Digitizer von Wacom. Die Hardware steckt hinter dem Display. Die beleuchtete Tastatur lässt sich abnehmen, wenn das Gerät als Tablet verwendet wird. Im Tastaturdock stecken Zusatzakku, USB- sowie DisplayPort-Anschluss, Fingerabdruckscanner und Smartcard-Leser. Alleine wiegt das Tablet mindestens 870 Gramm, die Tastatur mit Akku bringt weitere 780 Gramm auf die Waage. Einen Zentimeter dick ist das Tablet solo, mit Tastatur sind es zwei. Mindestens 1000 Euro möchte HP für das Gerät haben. (asp@ct.de)

Cyanogen greift Google an und bekommt Geld von Microsoft

Der Vermarkter des Android-Ablegers CyanogenMod will „Google Android wegnehmen“. Kirt McMaster, CEO der kommerziellen Cyanogen Inc., kritisierte während einer Android-Konferenz Googles Einfluss auf das System und die starke Abschottung von Android gegenüber Dritten. Googles eigene Dienste hätten deshalb Vorteile gegenüber der Konkurrenz, die nicht so tief ins System eingreifen dürften. Daher arbeitet man nun an einem eigenen System auf Basis des Open-Source-Android und ohne Google-Zusätze. „Unsere Version von Android ist offener, damit können wir mehr Partner an Bord holen und ihren Diensten direkten Systemzugang ermöglichen.“ Einen eigenen App-Shop will man ebenfalls auf den Weg bringen.

Zur Finanzierung von Cyanogen könnte demnächst auch Microsoft beitragen. Laut Wall Street Journal plant der Windows-Hersteller eine Minderheitsbeteilung an einer 70 Millionen US-Dollar schweren Finanzierungsrunde. Auch andere Firmen seien am Einstieg interessiert. (asp@ct.de)

Laptop mit Venenscanner

Bis zu zwei Werktage Laufzeit verspricht Fujitsu für sein Business-Notebook Lifebook S935 mit Intels aktuellen Broadwell-U-Prozessoren. Erreicht wird die Ausdauer unter anderem durch einen zweiten Akku, der in einem Modulschacht Platz findet. Die Angaben beziehen sich auf den Betrieb im Flugmodus mit geringer Helligkeit – näher an der Realität sind die immer noch exzellenten 22 Stunden mit zwei Akkus und 16 Stunden mit einem Akku im Normalbetrieb. Für Sicherheit beim Anmelden sorgt ein Handvenenscanner, der ohne direkte Berührung arbeitet. Stattdessen muss die Hand für einige Momente über das Sensorfeld gehalten werden.

Das 13,3-Zoll-Display mit 1920 × 1080 oder 2560 × 1440 Pixeln ist in der Standardausführung entspiegelt. Optional gibt es das Gerät auch mit Touchscreen, dann allerdings nur spiegelnd. Im Modulschacht finden wahlweise Akku, zusätzliche Festplatte oder Blu-Ray-Brenner ihren Platz. Je nach Ausstattung bringt das Gerät zwischen 1,2 und 1,4 Kilogramm auf die Waage. Im Handel gibt es das S935 mit Core i5-5200U, 256 GByte SSD und 8 GByte RAM ab 1350 Euro. (asp@ct.de)

c’t Android 2015

Das Sonderheft c’t Android zeigt, wie Sie die Datenkrake Google in mehreren Schritten, von einfach bis Root, von Ihrem Smartphone und Tablet verbannen. Falls Ihr Handy defekt ist, finden Sie Tipps zur Reparatur, wie Sie an Ersatzteile kommen und wann Sie es doch besser zur Werkstatt geben.

Weitere Themen: Was die aktuellen Android-Smartwatches taugen und welches das richtige Tablet für Sie ist (auch mit Blick auf iOS und Windows). Im Praxisteil geht es darum, die Akkulaufzeit zu verlängern, lästige Aufgaben zu automatisieren und wie Ihnen ein umfassendes Backup gelingt. Root-Fans finden Anleitungen und einen Vergleich von Custom-ROMs. Wollen Sie einfach nur neue Apps kennenlernen, bieten wir Ihnen die Lieblings-Apps der Redaktion sowie einen Test von virtuellen Tastaturen und smarten Homescreens.

c’t Android 2015 ist für 9,90 Euro im Zeitschriftenhandel sowie bis zum 1. 3. 2015 in Deutschland, Österreich und der Schweiz versandkostenfrei im Heise-Shop erhältlich. Als digitale Version in der c’t-App für Android und iOS sowie als E-Book kostet es 8,99 Euro. (jow@ct.de)

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