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Trends & News | Web-Tipps

Fremde Zungen

http://wordmap.co

Für die große Vielfalt an Sprachen hat das Alte Testament eine Erklärung: Weil die Menschen einen Turm bauten, um Gott gleichzukommen, bestrafte er sie mit einer „babylonischen Sprachverwirrung“. Da sich dann niemand mehr verstand, blieb der Turm unvollendet. And now we have the salad.

Wie begrüßt man also den spanischen Straßenhändler? Wordmap weiß es und verrät nicht nur, dass man in Spanien „buenos dìas“ sagt, sondern auch, wie im Rest der Welt eine morgendliche Begrüßung lautet. In ein Suchfeld lassen sich beliebige Wörter und einfache Phrasen eingeben. Die Site befragt dann Google Translate und Wikipedia und verzeichnet die übersetzten Vokabeln auf einer schicken Weltkarte. Einen rudimentären Eindruck von der Aussprache vermittelt die synthetische Sprachausgabe. Außerdem zeigen Verbindungslinien, wie sich Sprachen verbreitet haben: Auch in Guatemala lässt sich auf Spanisch feilschen. (dbe@ct.de)

Mordshunger

http://tatortkueche.tumblr.com

Sonntags um 20:15 Uhr sitzt das Land vereint vor dem Fernseher, um Tatort zu schauen. Selbst die New York Times widmete diesem Kulturphänomen vor einigen Jahren einen Artikel: Die Krimireihe sei eine Art „Mikrokosmos der Bundesrepublik“ und die Deutschen würden über ihren Lieblings-Tatort sprechen wie über ihren lokalen Fußballverein. Kein Wunder, denn jeder Tatort bringt eigene Dialekte und regionale Besonderheiten mit. In Münster fährt Kriminalhauptkommissar Thiel deshalb mit dem Fahrrad.

Die lokalen Eigenheiten lassen sich leicht auf das Kulinarische übertragen. Vor jedem Tatort veröffentlicht Tatortküche ein passendes Gericht samt Rezept. Ermitteln die Kieler, gibts Krabbenbrot; wenn die Münchner dran sind, kommt eine zünftige Brotzeit auf den Tisch. Und zum Wiener Tatort gibts Schnitzel und Apfelstrudel. Deftiges wechselt mit Süßem und die vielen Fotos machen Lust aufs Nachkochen. Nach dem Verzehr bleibt allerdings zu hoffen, dass der wöchentliche Fernsehmord nicht auf den Magen schlägt. (dbe@ct.de)

Dunkle Materie

www.wheredoiputthepaper.com

Reiseführer erklären, welchen Stromstecker man in der Ferne braucht und wie hoch ein angemessenes Trinkgeld ausfallen sollte. Doch eine Frage lassen viele Führer unbeantwortet: Wohin mit dem benutzten Klopapier?

Das ist keine triviale Frage, denn nicht überall landet das Papier einfach in der Toilette. Das Abwassersystem von Brasilien etwa ist mit Papiertüchern überfordert. Matt Kitson wusste das nicht, als er in Südamerika unterwegs war – für ihn war das eine peinliche Angelegenheit. Damit das nicht noch einmal passiert, hat er auf Where Do I Put The Paper? zusammengetragen, wohin das Klopapier in zahlreichen Ländern gehört. Was das Abwassersystem betrifft, hält er die Deutschen übrigens für clever. Sie seien aber auch ziemlich „poo-obsessed“. (dbe@ct.de)

Stärkere Charaktere

www.characterfactory.net

Viele erfolgreiche Romane beweisen, dass Geschichten nicht unbedingt komplex sein müssen, um Leser zu begeistern. Nur dürfen die Charaktere keinesfalls langweilig sein. Sitzt man als (Hobby-)Schriftsteller vor dem weißen Word-Dokument, ist es gar nicht so einfach mit den Namen und fiktiven Biografien. Wie soll der interessante Held heißen? Wie sieht der aus? Was arbeitet er? Kann der überhaupt was? Die Fantasie regt Character Factory an, indem es auf Knopfdruck zufällige Figuren erzeugt. Philbert Kermit etwa ist 30 und hat rote Haare, die ihm bis zur Schulter reichen. Philbert raucht zwar regelmäßig, trinkt aber keinen Alkohol. Außerdem befindet er sich „on a secret military mission“ – und das, obwohl er übergewichtig ist. Einzelne Details lassen sich auch neu generieren; denn wer in geheimer Mission unterwegs ist, braucht hin und wieder einen Martini! (dbe@ct.de)

Nutzernamen-Suchmaschine

www.namecheckr.com

http://namechk.com

Selbst die Dönerbude um die Ecke ist inzwischen bei Facebook vertreten. Für kleine Läden, Firmen und Blogger ist eine Präsenz im Web 2.0 längst obligatorisch. Idealerweise ist man auf vielen Plattformen unter dem gleichen User-Namen zu finden. Wo der Wunschname noch verfügbar ist, prüft Namecheckr: Nach Eingabe des gesuchten Marken- oder Nutzernamens klappert die Suchmaschine Dienste wie Flickr, Twitter, Tumblr, Instagram und Ello ab. Ein grünes Häkchen gibt Hoffnung, dann ist der Name wohl noch zu haben. Gewissheit schafft aber erst ein Anmeldeversuch, denn manchmal stimmt die Abfrage nicht. NameChk durchsucht zusätzlich exotischere Dienste, braucht dafür aber etwas länger.

Wer überall den gleichen Nutzernamen verwendet, sollte wenigstens verschiedene Passwörter nutzen. Sonst halten Hacker einen Generalschlüssel in der Hand, wenn sie von einem der Dienste das Passwort erbeuten. Mit den beiden Suchmaschinen finden nämlich auch Identitätsdiebe sehr schnell Internet-Profile. (dbe@ct.de)

Hype-Videos

Das Licht ist unglaublich schnell. Und doch braucht es von der Sonne bis zum Jupiter immerhin 43 Minuten. Riding Light begleitet ein Photon bei dieser Reise – in Echtzeit.

https://vimeo.com/117815404

(45:01, englisch)

Mit Elgin Park erschuf Michael Paul Smith eine US-Kleinstadt aus den 50ern mit Häusern, Autos und einem Ufo. Durch eine geschickte Platzierung der Miniaturen entstehen verblüffende Fotos.

https://vimeo.com/116577464

(9:14, englisch)

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