Neue Mischung

Tipps zum (Re-)Mixen elektronischer Dance-Tracks

Praxis & Tipps | Praxis

Mit dem Start unseres neuen Remix-Wettbewerbs bekommen Sie Gigabyte-weise Remix-Material. Wir klären die wichtigsten Fragen, wie man aus ein paar Loops einen kompletten Track bastelt und geben Tipps zum amtlichen Sound.

In der vergangenen Ausgabe starteten wir unseren neuen Remix-Wettbewerb mit zwei Songs der kanadischen Rock-Band „The Easton Ellises“. Die Band hat die Songs „SexDrugsRocknRoll“ und „Falcon 69“ unter einer Creative-Commons-Lizenz (CC BY-NC-SA 3.0) veröffentlicht. Remixe können Sie deshalb auch kostenlos im Internet verteilen. Wer sich auf www.ct.de/remix zum Wettbewerb anmeldet, kann über 2 GByte an Remix-Material herunterladen. In diesem Artikel geben wir Tipps zu Musik-Software und erklären, wie Sie aus den einzelnen Spuren, Loops und Samples einen neuen Remix basteln und ihn so abmischen, dass am Ende ein transparent klingender Track herauskommt. Alle Links zu den beschriebenen Programmen und Plug-ins finden Sie unter dem c’t-Link am Ende des Artikels.

Video: Im Video-Clip stellen die Easton Ellises ihre zwei Songs „SexDrugsRocknRoll“ und „Falcon 69“ für den Remix-Wettbewerb auf www.ct.de/remix vor.

Equipment

Remixen mit den Easton Ellises

Als Anhänger der Creative-Commons-Idee remixt die kanadische Rock-Band „The Easton Ellises“ selbst gerne Songs von anderen Künstlern, zuletzt von der französischen Band Rinocérôse. So sind die vier Musiker auch sehr gespannt auf die Einsendungen zu unserem neuen c’t-Remix-Wettbewerb, den wir auf www.ct.de/remix gestartet haben. Bis zum 7. April können Sie dort Ihre Remixe zu den Songs „SexDrugsRocknRoll“ und „Falcon 69“ von den Ellises einsenden. Alle dazu nötigen Materialen können Sie dort herunterladen. Die Gewinner kommen auf die CD und Vinyl-EP, die wir mit der Band produzieren.

Die Kanadier gehen das Remixen sehr entspannt an, wie ihr Manager Udo Blenkhorn erklärt: „Als Erstes messen wir das Tempo des Songs mit dem Freeware-Tool Mixmeister BPM (www.mixmeister.com). So bekommen wir einen Überblick, bis in welche Regionen wir das Tempo dehnen können. Wenn das Original mit 120 bpm eingespielt wurde, gehen wir beispielsweise nicht über 130 bpm. Andernfalls leidet das Timbre des Sängers zu sehr und er klingt wie ein Synthesizer.

Nachdem wir die einzelnen Spuren in unsere DAW geladen haben, schalten wir alle Spuren außer den Gesang stumm. Mit einem Click im Hintergrund fangen wir dann an zu jammen. Mit dem Klavier oder der Gitarre suchen wir Akkorde, die zum Gesang passen. Dabei greifen wir häufig auf die Tabelle „Relative Keys“ auf Wikipedia (http://en.wikipedia.org/wiki/relative_key) zurück, die uns sehr hilft.

Zum Mixen richten wir drei Return-Spuren ein: Einen Sidechain-Kompressor auf Bus 1, ein Delay (meistens Sonitusfx:delay) auf Bus 2 und ein Distortion auf Bus 3. Dann genehmigen wir uns ein kühles Helles und fangen an zu mixen.“ (Udo Blenkhorn/hag@ct.de)

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Weitere Bilder

  • Der Standard-Kompressor von Ableton Live lässt sich einfach per Sidechain triggern, sodass er den Bass komprimiert, wenn die Kick zutritt.
  • In Ableton lassen sich passende Templates für einen Mix vorbereiten, die man immer wieder braucht. Zur Grundausstatuung gehören eine Spur mit dem Rosa Rauschen sowie mindestens sieben Return-Spuren: Zwei Reverbs (vorne/hinten), ein Delay, zwei Spuren zur Stereo-Verbreiterung, ein Parallel-Kompressor, sowie ein Ducker, der Platz macht für den Gesang. Jede Grundspur statten Sie mit einem Utiliy zur Pegelanpassung aus. In die Master-Spur sollten Sie zunächst nur einen Analyzer einklinken.

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