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Landkarten aus LIDAR-Scans

Das Geo-Informationssystem Global Mapper von Blue Marble gibt es jetzt in Version 16.1. Zwar lässt diese Versionsnummer nur ein Zwischenrelease erwarten, doch mit neuen Funktionen zum Drehen von 3D-Landschaftsansichten und zur Wiedergabe von Videos aus den Flügen von Kameradrohnen stecken darin recht bedeutende Neuerungen. Video-Aufzeichnungen gibt das Programm zusammen mit Synchronisationsdaten und weiteren Infos wieder, die zum Beispiel das Passieren festgelegter Auffanglinien kenntlich machen. Koppelt man die Software mit einem GPS-Empfänger, richtet sie die Darstellung auf dem PC-Bildschirm auf Wunsch automatisch nach der Orientierung des Empfängers aus – ähnlich wie im Navigations-Modus von Google Maps auf einem Smartphone.

Mit dem eingebauten Digitizer Tool kann man Vektorobjekte wie Gebäudemodelle selektieren und bearbeiten, die in ein rastergrafisch gerendertes Geländemodell eingebettet sind. Upgrades von Programmversion 16 sind kostenlos; Upgrades von Version 15 offeriert der Hersteller für 169 US-Dollar pro Einzelplatzlizenz. (hps@ct.de)

Druckvorstufen-PDF prüfen und korrigieren

PitStop Pro von Enfocus ist ein Acrobat-Plug-in, das sich auf die Herstellung korrekter Druckvorlagen spezialisiert hat. Es prüft PDFs auf Fehler, die in der Druckerei Ärger machen könnten, und korrigiert sie bei Bedarf. Beispielsweise lädt es fehlende Schriftarten nach, konvertiert Schrift in Vektorpfade und ändert die Farben von Bildern und Grafiken, etwa RGB-Farben in CMYK.

Mit Version 13 sollen sich Prüfprofile auf bestimmte Elemente des Dokuments einschränken lassen, etwa auf einen Seitenbereich, bestimmte Ebenen oder einzelne PDF-Elemente. Darüber hinaus hat Enfocus einen Mechanismus eingebaut, der fehlende Beschnittzugaben automatisch erzeugt: Sie sollen durch Spiegelung von Objekten entstehen, die an die Seitenränder angrenzen. Aktionslisten zur Stapelverarbeitung lassen sich nun direkt in der Server-Version von PitStop erstellen und bearbeiten – bislang war dies nur im Acrobat-Plug-in möglich.

PitStop Pro 13 soll im April für Windows und OS X erscheinen; das Plug-in klinkt sich in Acrobat Standard oder Pro ab Version 8 ein. Für die Einzelplatzlizenz verlangt der Hersteller knapp 700 Euro, für ein Jahresabo 300 Euro (bei monatlicher Zahlung: 360 Euro/Jahr).

(atr@ct.de)

Microsoft erweitert Web-Office

Die kostenlosen Office-Web-Apps von Microsoft haben das erste Update in 2015 erhalten. Es betrifft die Oberfläche und das Speichern von Dokumenten. Der Wechsel aus dem Betrachten-Modus zum Bearbeiten, Drucken und Teilen einer Datei ist jetzt schneller möglich und PDF-Dokumente lassen sich nun direkt ausdrucken, also ohne sie vorher erst herunterzuladen. Zum Speichern schlagen die Apps dem Anwender zwar weiter prominent den Cloud-Speicher OneDrive vor, doch mit dem Update ist es jetzt einfacher, eine Kopie des Dokuments auf der Festplatte des Rechners abzulegen. In der neuen Start-Ansicht der Web-Apps kann der Nutzer schnell auf die zuletzt bearbeiteten Dokumente zugreifen oder eine Vorlage auswählen und öffnen. Die Programm-Hilfe lässt sich jetzt direkt aus den Apps heraus durchsuchen; das Feld zur Eingabe des Suchbegriffs findet sich zentral in der Mitte des Menübands. (dwi@ct.de)

Kalender-App Sunrise gehört Microsoft

Microsoft hat erneut einen Anbieter von iOS- und Android-Apps gekauft: Das 2012 gegründete Start-up Sunrise gehört nun dem Softwareriesen. Sunrise bietet Kalender-Apps für iOS, OS X, Android und als Web-Dienst an. Diese Apps sollen auch künftig als kostenlose, eigenständige Apps verfügbar bleiben, heißt es im Microsoft Blog. Außerdem soll das Know-how der Entwickler aber in bestehende Produkte von Microsoft einfließen.

Anfang Dezember 2014 hatte das Unternehmen bereits einen ähnlichen Kauf getätigt: Damals übernahm Microsoft Accompli, einen Anbieter von E-Mail-Apps. Die Accompli-App ist weiter verfügbar, deren Technik floss jedoch auch in die iOS-App von Outlook ein, die Ende Januar herauskam; eine Android-Version von Outlook ist angekündigt.

Sowohl der Kauf von Accompli als auch der von Sunrise sind Teil einer stärker auf Mobilgeräte und mobile Apps ausgerichteten Firmenpolitik. „Es ist unser Ziel, die mobile Nutzung von E-Mail und Kalender auf allen Plattformen sinnvoller und angenehmer zu gestalten“, kommentiert Rajesh Jha, bei Microsoft Vizepräsident für den Bereich Outlook and Office 365, die Firmenkäufe.

(dwi@ct.de)

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