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Geringe Rückläuferquote bei GeForce GTX 970

Viele Käufer der Spieler-Grafikkarte GeForce GTX 970 waren erschüttert, als Nvidia im Januar zugeben musste, falsche Angaben bei den Spezifikationen gemacht zu haben. Seitdem hat sich Nvidia weder bei den Käufern entschuldigt noch öffentlich zu möglichen Entschädigungen geäußert.

Auch Informationen über die Anzahl der wegen falscher Spezifikationen zurückgegebenen Karten gibt es keine. c’t hat deshalb einige Grafikkartenhersteller kontaktiert, die hinter vorgehaltener Hand von geringen Rücklaufquoten sprachen. Demnach liegen sie bei den einzelnen Herstellern im zwei- bis dreistelligen Stückzahl-Bereich. Das sei wirtschaftlich kaum relevant. Käufer, die ihre GTX 970 zurückgeben wollen, müssen sich an den Händler wenden. Einige nehmen die Karten freiwillig zurück wie etwa Arlt, andere stellen sich quer.

Derweil hoffen viele GTX-970-Käufer noch immer auf eine Reaktion von Nvidia – die es wahrscheinlich nicht mehr geben wird. Denn Nvidia steht öffentlich weiterhin auf dem Standpunkt, dass es kein Problem mit der GeForce GTX 970 gebe. Nvidia wolle um jeden Preis ein Schuldeingeständnis vermeiden – und mache deswegen keine öffentlichen Äußerungen, erklärte ein Herstellerkontakt gegenüber c’t.

Die Hersteller wiederum sind in der Zwickmühle. Im Unterschied zu einigen Online-Shops, die bereits die GTX 970 mit einem 224-Bit-Speicherinterface bewerben, könne man als Hersteller und somit Nvidia-Partner nicht einfach ohne Segen von Nvidia die auf der Packung stehenden Spezifikationen ändern, wie uns ein Kontakt hinter vorgehaltener Hand erzählte. Auch das würde als ein Schuldeingeständnis Nvidias gewertet werden können.

Die GeForce GTX 970 kann lediglich 3,5 GByte des 4 GByte fassenden Videospeichers schnell ansprechen. Ihr Grafikchip hat außerdem weniger Rasterendstufen (56 statt 64) und weniger L2-Cache (1792 statt 2048 KByte) als ursprünglich von Nvidia kommuniziert wurde. Das ungeschickte Speicherinterface kann Ruckler in Spielen verursachen, die zwischen 3,5 und 4 GByte Videospeicher füllen – etwa in hohen Auflösungen, mit Supersampling-Kantenglättung oder im 4K-Downsampling-Modus. Laut Nvidias Darstellung haben die Einschränkungen nur einen Performance-Verlust von wenigen Prozent zur Folge – bei sorgfältig ausgewählten Beispielen. (mfi@ct.de)

Übertaktungssperre für GTX-900M-Grafikchips

Mobile Grafikchips der Maxwell-Serie lassen sich nicht mehr übertakten, wenn man den GeForce-Treiber 347.09 oder neuer einsetzt. Dies hat Nvidia in seinem GeForce.com-Forum bestätigt. Nvidia zufolge seien GeForce-Mobilkarten in Notebooks nicht zum Übertakten gedacht. Die OC-Sperre dient nach Nvidias Argumentation zum Schutz der Geräte. Im GeForce-Forum kocht derweil die Wut der Nutzer hoch, die sich gezielt Gaming-Notebooks mit ausreichend dimensionierter Kühlung gekauft haben, um ihren GTX-900M-Grafikchip übertakten zu können. (mfi@ct.de)

Spieletauglicher Mini-Rechner

Viel Leistung auf wenig Raum bringt Asrock im Mini-PC Asrock VisionX 471D unter: Rechenaufgaben übernimmt der Vierkern-Mobilprozessor Core i7-4712MQ mit 2,3 GHz Taktfrequenz (Turbo: 3,3 GHz). Ihm stehen 8 GByte Arbeitsspeicher zur Seite. Die Mobil-Grafikkarte vom Typ Radeon R9 M270X mit 640 Shader-Einheiten und 1 GByte Videospeicher eignet sich für 3D-Spiele in Full-HD-Auflösung mit mittlerer Detailstufe.

Auch bei der weiteren Ausstattung spart der Hersteller nicht: Das Betriebssystem lässt sich auf eine mSATA-SSD mit 256 GByte Kapazität installieren. Für Daten steckt eine 2-TByte-Festplatte im VisionX 471D. Der Bildschirminhalt von Mobilgeräten lässt sich über einen proprietären, aber zu MHL kompatiblen MHSL-Anschluss auf dem PC-Monitor anzeigen. Über diesen lädt der Mini-PC zugleich den Akku des Smartphone oder Tablet. Der VisionX 417D kostet 1050 Euro. (chh@ct.de)

Hardware-Notizen

Für kompakte, aber energiehungrige Desktop-PCs sieht Silverstone das Netzteil SX500-LG vor. Damit ein leiser 12-cm-Lüfter hineinpasst, hat der Hersteller es im Vergleich zum SFX-Format um 3 cm verlängert und bezeichnet diese Bauform als SFX-L. Das 77 Euro teure SX-500-LG mit 80Plus-Gold-Logo und Kabelmanagement lässt sich mit der mitgelieferten Blende auch in ATX-Gehäusen einbauen.

Für die Billig-Prozessoren Sempron 2650 und 3850 sowie Athlon 5150 und 5350 mit der CPU-Fassung AM1 gab es bislang nur die zur CPU mitgelieferten Kühler. Gelid bietet nun als Alternative den „CPU Cooler Slim Silence AM1“ mit einem 65-mm-Lüfter an. Der PWM-Ventilator mit 4-Pin-Anschluss arbeitet in einem Drehzahlbereich von 1200 bis 2600 U/min. Für den AM1-Prozessorkühler verlangt Gelid 11 Euro.

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