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Netgear-Router mit Dreifach-WLAN

Nach D-Link und Trendnet stellt nun auch Netgear einen Router mit zwei simultan nutzbaren Funkmodulen für das 5-GHz-Band vor. Der Nighthawk X6 R8000 überträgt nach dem IEEE-Standard 802.11ac mit jedem seiner 5-GHz-Module bis zu 1300 MBit/s brutto über drei Datenströme (3-Stream-MIMO). Beide Funkzellen tragen dieselbe SSID und arbeiten als logische Einheit. Der Router teilt unterschiedlich schnelle WLAN-Clients in zwei Gruppen ein und weist diese jeweils den Modulen zu. Im 2,4-GHz-Band bringt es der Netgear auf 450 MBit/s brutto gemäß IEEE 802.11n. Falls die Gegenstelle die im 2,4-GHz-Band proprietäre Modulation QAM256 verwendet, kommen Geschwindigkeiten von bis zu 600 MBit/s brutto zustande.

Netgear nutzt für den R8000 den Broadcom-Chipsatz 5G WiFi XStream, den Trendnet auch bei seinem TEW-828DRU einsetzt. In dem Router sitzen wie bei der Konkurrenz ebenfalls eine 1 GHz schnelle Dual-Core-CPU und 256 MByte RAM. Anschluss findet er über einen Gigabit-WAN-Port und vier Gigabit-LAN-Anschlüsse. Zudem besitzt er einen USB-2.0- und einen USB-3.0-Port.

Wie auch die Konkurrenz bezeichnet Netgear den R8000 als Triband-Gerät, obwohl er nur zwei Funkbänder nutzt. Echtes Triband mit einem zusätzlichen Funkmodul für das 60-GHz-Band hat bisher nur Qualcomm auf der CES im Januar gezeigt. Der Nighthawk X6 R8000 soll im März für 300 Euro auf den Markt kommen. (fkn@ct.de)

Audio-Esoterik over Ethernet

AudioQuest hat sich ein besonderes Geschäftsmodell ausgedacht: Das Unternehmen ködert audiophile Nutzer mit einem Ethernet-Kabel aus Silber nebst pseudowissenschaftlichem Manifest. Damit die Elektronen im RJ/E-Diamond-Kabel beim Marsch über das teure Edelmetall nicht aus dem Takt kommen, soll sogar ein batteriebetriebener Generator für elektrostatische Felder vermeintlich zu ungestüme Elektrönchen in Reih und Glied bringen. Wie ein Schülerlotse will es zudem die Signale brav in die richtige Richtung lenken. Geräte, die digital kommunizieren, interessiert solch „liebevolle“ Zuwendung gar nicht. Das verschweigt der Hersteller jedoch großzügig. Was bleibt, ist ein teures Statussymbol: Für 12 Meter sind stolze 8000 Euro fällig. Die 700 Euro für die Dreiviertelmeter-Variante scheinen da fast schon günstig. (fkn@ct.de)

Cloud-Verwaltung fürs WLAN

Die Cloud-managed-APs von Xirrus lassen sich über das Internet mittels Cloud-gehostetem Controller einrichten und verwalten. Das neue Modell XR-320 funkt nach IEEE 802.11ac mit bis zu 867 MBit/s brutto im 5-GHz-Band über zwei unabhängige Ströme (2-Stream-MIMO). Dank DFS und TPC darf er in Deutschland auch die hohen Kanäle 52 bis 64 sowie 100 bis 140 verwenden. Im 2,4-GHz-Band erreicht er gemäß IEEE 802.11n bis zu 300 MBit/s brutto. Der AP spannt 2x8 individuelle Funkzellen per Multi-SSID auf und bedient maximal 256 Clients simultan mit WLAN.

Als Controller für mehrere APs kommt das Xirrus Management System wahlweise lokal in der VM installiert oder Cloud-gehostet zum Einsatz. Das Verwaltungssystem ist zwingend für den Betrieb erforderlich.

Die Energieversorgung erfolgt per Ethernet-Kabel (PoE+, IEEE 802.3at) oder über ein Steckernetzteil. An einem seiner vier weiteren Gigabit-Ports speist er zudem PoE nach dem IEEE-Standard 802.3af ins Netz ein. Letzteres funktioniert jedoch nicht, wenn man den Router selbst auch nur mit PoE gemäß IEEE 802.3af versorgt.

Der XR-320 kostet bei Distributoren wie Brainworks 574 Euro inklusive einer Jahreslizenz für das Cloud-Verwaltungssystem. Bis zum 2. Mai spendiert der Hersteller beim Kauf zwei weitere Jahre an Versorgung mit dem Cloud-Dienst. (fkn@ct.de)

WLAN-Basis für Firmen

Bintec-Elmeg erweitert sein Angebot an WLAN-Access-Points um das Einstiegsgerät W1001n. Der für kleine Firmen konzipierte AP überträgt nach dem IEEE-Standard 802.11n bis zu 300 MBit/s brutto wahlweise im 2,4- oder im 5-GHz-Band. Da das Gerät nur ein Funkmodul besitzt, ist der Simultanbetrieb auf beiden Bändern nicht möglich. Er läuft entweder als einzelner AP oder steuert fünf weitere APs als Controller. Wer mehr Access Points verwalten möchte, benötigt zusätzlich einen Controller und Lizenzen. Eine Lizenz für sechs APs kostet 475 Euro. Zusammen mit einem Controller der RXL12x00-Serie und zusätzlichen 24 Lizenzen lässt sich das Funknetz maximal auf 150 APs ausbauen. Wie für einen Geschäfts-AP üblich, spannt der W1001n auf Wunsch ein getrenntes Gäste-WLAN auf. Zudem verbindet er sich als Client mit anderen Funknetzen. Energie erhält der Access Point über seinen Gigabit-Ethernet-Port gemäß IEEE 802.3af. Ein Steckernetzteil oder ein PoE-Injektor liegt nicht bei. Bintec-Elmeg verlangt für den Access Point rund 300 Euro. (fkn@ct.de)

Netzwerk-Notizen

Die kabellose IP-Kamera der ARLO-Serie von Netgear soll bis zu 6 Monate im Akkubetrieb laufen. Sie ist gegen Wasserstrahlen und Staub (IP65-Schutzart) geschützt und soll im April erscheinen.

Ruckus spendiert seinen WLAN-Controllern und APs per Firmware-Update Funktionen wie Type-of-Service-Priorisierung und WMM, um die VoIP-Qualität zu verbessern. Ausgelastete APs weisen Verbindungsanfragen von weiteren Clients ab und demnächst sollen sie Clients an andere APs weiterleiten, falls die Übertragungsbandbreite nicht ausreicht.

In Version 11 zeigt die Netzwerküberwachungs-Software Network Performance Monitor von Solarwinds die Signalstärken von WLAN-Clients auf einer Karte an. Diese Heat-Maps sollen auf einen Blick verdeutlichen, wo es an Sendeleistung mangelt und die Aufstellung der APs erleichtern.

Das Bundeskabinett hat per Verordnungsänderung die Neuvergabe des 700-MHz-Bandes für den Mobilfunkausbau erlaubt. Hierdurch entfällt ab 2017 das Funkband für DVB-T. Nutzer des digitalen Antennen-Fernsehens müssen dann neue, DVB-T2-fähige Receiver anschaffen.

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