Trends & News | News

Hyperkonvergente Appliance mit VMware EVO:RAIL

Später als die eigenen Partner bringt die VMware-Mutterfirma EMC mit Vspex Blue selbst eine „hyperkonvergente“ Server-Storage-Appliance mit EVO:RAIL auf den Markt – sogar Erzkonkurrent Netapp hat bereits eine angekündigt. EVO:RAIL-Systeme stellen virtualisierte Rechenleistung und Massenspeicher quasi schlüsselfertig bereit, und zwar unter VMware vSphere (ESXi) und mit VMware Virtual SAN (VSAN).

Eine Vspex Blue besteht aus einem Rack-Einschub mit zwei Höheneinheiten (2 HE), der vier unabhängige Servermodule (vier Knoten) und zwei redundante 1200-Watt-Netzteile enthält. Die Servermodule lassen sich im laufenden Betrieb tauschen. Jedes enthält zwei Xeon E5-2620 v2, das sind Hexa-Core-Prozessoren der vorletzten Intel-Generation Ivy Bridge. Insgesamt stehen also pro Knoten 12 physische respektive 24 logische CPU-Kerne bereit. Hinzu kommen 128 GByte RAM beziehungsweise 192 GByte beim „Performance“-Modell. Jeder Knoten besitzt einen 10-Gigabit-Ethernet-Controller mit zwei Ports (Intel 82599/X520).

Der Hypervisor startet jeweils von einem SATA-Flash-Modul mit 32 GByte Kapazität. Ein SAS-Controller bindet pro Knoten vier weitere Speichermedien an: Für Nutzdaten drei SAS-Disks im 2,5-Zoll-Format, die mit 10 000 Touren drehen und 1,2 TByte fassen, und als schnellen Puffer eine Enterprise-SSD mit 400 GByte eMLC-Flash.

Laut EMC können die ersten VMs schon 15 Minuten nach Installation der Vspex Blue nutzbar sein. Das EVO:RAIL-Konzept soll Administratoren nicht nur bei Einrichtung, Verwaltung und Wartung der Hardware entlasten, sondern auch bei der Konfiguration der VMs. So gibt es etwa Blaupausen für bestimmte Anwendungsfälle und einen App-Store.

VMware gibt auch Tipps zur Dimensionierung. Demnach reicht eine EVO:RAIL-Appliance mit vier Knoten für rund 100 allgemeine VMs mit jeweils zwei virtuellen Prozessoren, 4 GByte vMEM und 60 GByte vDisk. Von virtuellen „Horizon View“-Desktops mit Linked-Clone-Konfiguration sollen sogar 250 auf einer Appliance laufen, wenn jeder mit 2 vCPUs, 2 GByte vMEM und 32 GByte vDisk auskommt. (ciw@ct.de)

Adapter-Set für hochverfügbaren Massenspeicher

Avago LSI verkauft nun auch eine SAS-12G-Version seines Adapter-Sets zum Anschluss von zwei physischen Servern an einen gemeinsam genutzten Massenspeicher. Die Abkürzung DAS im Produktnamen „Syncro Shared DAS“ steht für Direct Attached Storage. Meistens dürfte es sich dabei um ein sogenanntes JBOD mit zwei Controllern handeln, also einen Rack-Einschub für Festplatten, der zwei SAS Expander enthält. Fällt einer der beiden Server aus, kann der zweite mit demselben Datenbestand weiterarbeiten (Fail-Over-Cluster).

Das Kit Syncro 9380-8e von Avago enthält zwei Hostadapter mit Cluster-Funktionen und je zwei externen Mini-SAS-x4-Anschlüssen. Auch Cache-Vault-Module und -Kabel für den Schutz des Adapterspeichers bei Stromausfällen sind im Kit enthalten.

Die beiden Syncro-Adapter synchronisieren sich via SAS. Das System funktioniert nur mit Festplatten und SSDs, die Dual-Port-SAS-Anschlüsse haben. Bis zu 96 Festplatten lassen sich nutzen. Einige Funktionen, die MegaRAID-Adapter von Avago/LSI bieten, stehen bei Syncro nicht bereit, etwa RAID Level Migration. Die Variante Syncro 9361-8i ist für modulare Server gedacht.

Avago Syncro kooperiert mit Windows Server 2008 und 2012 – jeweils mit den Erweiterungen für Fail-over-Cluster – sowie mit Red Hat, CentOS und SLES. Auch die Storage-Software Open-e lässt sich mit Syncro nutzen. Das Kit Syncro 9380-8e kostet im Online-Store von Avago 5600 US-Dollar. (ciw@ct.de)

Artikel kostenlos herunterladen

Anzeige