Trends & News | News

Erstes Smartphone mit Ubuntu – aber nur für Follower

Der wenig bekannte spanische Hersteller BQ verkauft das erste Smartphone, das ab Werk mit Ubuntu läuft: das Aquaris E4.5 Ubuntu Edition. Bislang konnte man das mobile Linux nur nachträglich auf einer Reihe von Android-Smartphones installieren. Das Aquaris kostet nur 170 Euro, die Ausstattung ist dementsprechend schmal: Der schnelle Datenfunk LTE fehlt, der interne Speicher ist knapp bemessen.

Es ist nicht im Handel erhältlich, sondern nur direkt bei BQ. Die Spanier wollen offenbar erst einmal herausfinden, wie groß die Nachfrage ist. Auch Ubuntu-Entwickler Canonical unterstützt diese Strategie: „Wir sollten nicht die Fehler der anderen Plattformen in den letzten Jahren wiederholen, die ab dem ersten Tag auf Volumen gingen“, sagte Mobile-Vizepräsident Chris Parrino.

Außerdem versucht BQ, das Handy durch künstliche Verknappung attraktiver zu machen. Der Hersteller bringt nur alle paar Tage kleine Chargen via Facebook und Twitter unter sein Follower-Volk (@bqreaders und facebook.com/bqreaders). Wer nicht schnell genug auf „kaufen“ klickt, muss den nächsten „Flash Sale“ abwarten. Damit verlangt BQ seinen Fans einiges ab, zumal die Handys sowieso erst im März ausgeliefert werden sollen. Käufer aus Deutschland müssen außerdem 20 Euro für den Versand aus Spanien drauflegen.

Die Smartphone-Version von Ubuntu kommt ohne Home-, Zurück- und sonstige Tasten aus. An deren Stelle treten Wischgesten, an die man sich schnell gewöhnt (siehe Video über den c’t-Link und c’t 5/15, S. 114). (cwo@ct.de)

Webseiten vergleichen Handy-Reparatur-Preise

Die Branche der Handy-Doktoren ist unübersichtlich, in großen Städten machen wöchentlich neue auf. Kunden haben jedoch kaum eine Möglichkeit, Preise zu vergleichen und die Qualität einzuschätzen. Das will kaputt.de ändern: Die neue Webseite vergleicht die Preise von 20 Berliner Werkstätten. In den kommenden Wochen sollen Anbieter aus dem Rest der Republik dazukommen, verspricht Linus Mandl, Sprecher von kaputt.de. Anhand von Kundenbewertungen sollen Nutzer die Qualität der Werkstätten einschätzen können.

Der Konkurrent handyreparaturvergleich.de vergleicht schon seit ungefähr einem Jahr die Preise von acht Werkstätten, die Reparaturaufträge aus ganz Deutschland entgegennehmen. Mitgründer Olaf Meyer sucht konstant nach weiteren Anbietern. Die Besucherzahlen hätten sich jedenfalls „gigantisch entwickelt“, sagt er.

Meyer und seine Mitgründer erhalten für jeden vermittelten Auftrag eine Provision in Höhe von 5 bis 15 Prozent. kaputt.de verlangt momentan noch keine Provisionen von den Werkstätten, sondern verdient lediglich mit, wenn Nutzer zu Amazon oder eBay weiterklicken und dort Ersatzteile kaufen. Provisionen dieser Art sind bei Preisvergleich-Webseiten üblich.

Ein dritter Reparatur-Vergleich könnte schon bald dazukommen. Bei iFixit.com, bislang spezialisiert auf Anleitungen und Ersatzteile, können sich seit Kurzem Werkstätten als Partner registrieren. (cwo@ct.de)

Mobil-Notiz

Microsoft stellt keine Produkte mit Windows RT mehr her: Die Tablets Lumia 2520 und Surface 2 laufen nicht mehr vom Band. Restposten des Lumia-Tablets findet man noch im Handel, allerdings sollte man beachten, dass es für RT kein Update auf Windows 10 geben wird. Microsoft will nur einen Teil der Windows-10-Funktionen als Update für RT liefern.

Artikel kostenlos herunterladen

weiterführende Links

Anzeige