Signalwirkung

Das neue europäische Zugsicherungssystem ETCS

Wissen | Hintergrund

Auf der Neubaustrecke Erfurt-Leipzig/Halle soll noch in diesem Jahr das neue Zugsicherungssystem „ETCS Level 2 ohne Signale“ zum Einsatz kommen – eine weltweite Premiere. Fahrtinformationen bekommen Triebwagenführer nicht mehr über Außensignale angezeigt, sondern ausschließlich in Form von Datentelegrammen, die direkt in den Führerstand übermittelt werden. Eine entscheidende Rolle spielt dabei der GSM-R-Datenfunk.

Der Zug gehört in Deutschland zu den sichersten Transportmitteln. Trotzdem kommt es im Schienenverkehr immer wieder zu Zwischenfällen. So führt die Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle des Bundes (EUB) in ihrem Jahresbericht für 2013 insgesamt 2353 gefährliche Ereignisse auf, davon 1629 Unfälle und 724 Störungen. Von 17 schweren Unfällen der Kategorie A entfielen 10 auf Entgleisungen, 5 auf Kollisionen und 2 weitere auf Vorfälle an einem Bahnübergang.

Von den mehr als zwei Milliarden Fahrgästen, die im Jahr 2013 hierzulande einen Zug genutzt haben, kam aber niemand ums Leben. Diese erfreuliche Tatsache ist nicht zuletzt den zahlreichen technischen Maßnahmen geschuldet, mit denen der Schienenverkehr gesichert wird. Auf neuen Schnellfahrstrecken wie der Verbindung Erfurt-Leipzig/Halle, die Ende 2015 in Betrieb gehen soll, nimmt der Technisierungs- und Automatisierungsgrad noch weiter zu. ...

Sie möchten wissen, wie es weitergeht?

Als c't-Plus-Abonnent gratis lesen

Anmelden als c't-Plus-Abonnent

Weitere Bilder

  • Für die ETCS-Ausrüstung der Neubaustrecke Erfurt-Leipzig wurden insgesamt neun GSM-R-Masten hochgezogen. Dieser steht unmittelbar vor der Saale-Elster-Talbrücke, eine der längsten Eisenbahnbrücken Europas.

Anzeige
Anzeige