Würfelserver

HP ProLiant Microserver Gen8 mit Celeron und ECC-RAM für 230 Euro

Test & Kaufberatung | Test

Wer lieber einen kleinen Server selbst einrichten möchte statt eine fertige NAS-Box zu kaufen, hat vergleichsweise wenig bezahlbare Hardware zur Auswahl. Seit einigen Jahren gilt deshalb der HP ProLiant „Microserver“ als Geheimtipp. Die zweite Generation rechnet schneller und ist besser bestückt.

Das robuste Gehäuse des ProLiant Microserver Gen8 erfreut mit pfiffigen Details wie einem Halter für den mitgelieferten Torx-Schraubendreher und einer internen Verriegelung für die abnehmbare Frontblende. Letztere erschwert Unbefugten den Zugriff auf die vier Wechselrahmen für 3,5-Zoll-Festplatten, die an einer SATA-Backplane andocken. Die magere Ausstattung mit Celeron G1610T und 2 GByte RAM reicht für einfache Linux-Server. Der ECC-Hauptspeicher lässt sich mit ungepufferten DDR3-Speicherriegeln problemlos erweitern. Auch der Prozessor lässt sich tauschen, das nötige Werkzeug liegt bei. Man braucht es auch, um die Festplatten mit den etwas schlabberigen Wechselrahmen zu verschrauben. Sie sind mit „Non-Hot Plug“ beschriftet, ein Tausch klappte aber auch im Betrieb problemlos. 2,5-Zoll-Laufwerke passen nur mit zusätzlich gekauften Adaptern hinein.

Anwender, die nur Desktop-Plattformen kennen, dürften die Spezialfunktionen des Server-BIOS verwirren. In der Grundeinstellung lädt es SATA-RAID-Firmware; für viele Linuxe und FreeNAS stellt man im BIOS-Setup besser den AHCI-Modus ein. UEFI kennt die Maschine nicht – folglich kann man Windows Server nicht auf Festplatten oder RAID-Volumes mit mehr als 2 TByte installieren. Das BIOS braucht eineinhalb Minuten zum Booten und kennt die ACPI-Modi S3 und S4 nicht (Suspend to RAM/to Disk) – Server sollen eben laufen, nicht schlafen. Wake on LAN funktioniert aber. ...

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