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Microsoft veröffentlicht SDK für Aktivitätstracker-Band Für den Aktivitätstracker-Smartwatch-Zwitter Microsoft Band kann man nun auch selbst entwickeln: Das Software Development Kit (SDK) ist zwar erst als „Preview“ verfügbar, mit der...

Samsung biegt alles und unterstützt DVB-T2

Samsung biegt ab sofort nicht mehr nur TVs und Monitore, sondern auch Soundbars und Blu-ray-Player – sogar die Standfüße der Geräte legen sich in die Kurve. Außerdem sollen in den neuen Fernsehern DVB-T2-Tuner eingebaut werden. Darüber sollen die Geräte auf terrestrischem Wege hochaufgelöstes Fernsehen (HDTV) empfangen können.

DVB-T2 wird zurzeit in Berlin getestet; ab Mitte 2016 wollen einige Sender in dem neuen Format ausstrahlen. Bis Ende 2018 soll DVB-T2 dann in den Regelbetrieb gehen und DVB-T ablösen. Für die Umstellung müssen die Sender das begehrte Spektrum im 700-MHz-Band räumen, das die ARD allerdings noch bis Mitte 2019 nutzen will. Die öffentlich-rechtliche Sendeanstalt geht davon aus, dass es im kommenden Jahr bezahlbare DVB-T2-Receiver geben wird. Mit einem neuen Samsung-TV benötigt man solche externen Receiver nicht.

Zur CES stellte Samsung erstmals seine neue TV-Linie namens SUHD vor: Diese Geräte sind mit 3840 × 2160 Bildpunkte ultrahochauflösend (UHD), haben sehr satte Farben, beherrschen H.265-Dekodierung und sind gebogen.

Die SUHD-Geräte JS8590, JS9090 und JS9590 nutzen Quantenpunkte zur Farbverbesserung – Samsung nennt die Technik „Nano Crystal Color“. Sie löst Farben mit 10 Bit auf und erzielt durch Spitzenhelligkeit in Lichtern und lokal gedimmtem Backlight in dunklen Passagen hohe In-Bild-Kontraste. Die gebogenen 4K-Modelle gibt es ab 2600 Euro mit 48 Zoll Diagonale (1,20 m) und bis 88 Zoll (2,24 m) für 25 000 Euro. Modelle aus der nicht gebogenen 4K-Serie 6 bekommt man bereits ab 1000 Euro mit 40 Zoll (1 m) Diagonale; wers größer mag, ist mit 5200 Euro für die 75-Zoll-Variante (1,90 m) dabei. Alle aktuellen Smart-TVs von Samsung nutzen das herstellereigene Betriebssystem Tizen. (uk@ct.de)

Valve kündigt „Virtual-Reality-Hardware“ an

Das Virtual-Reality-Fieber erfasst immer mehr Unternehmen. So soll Grafikkartenhersteller Nvidia angeblich an einer eigenen VR-Brille namens „Titan VR“ arbeiten – hinter dem Projekt wird das gleiche Entwicklerteam vermutet, das schon für das Shield-Tablet verantwortlich zeichnete.

Auch Valve will der Oculus Rift offenbar mit einer eigenen Brille Konkurrenz machen: Der US-Spieleentwickler und Betreiber der Steam-Plattform hat ein „SteamVR-Hardware-System“ angekündigt – mehr Details sollen Anfang März auf der Game Developers Conference (GDC) in San Francisco bekanntgegeben werden. Valve arbeitet bereits seit längerem an Virtual Reality – bislang ging man allerdings davon aus, dass es sich dabei nur um Grundlagenforschung handelte und nicht um die Entwicklung einer kommerziellen VR-Brille. (jkj@ct.de )

Microsoft veröffentlicht SDK für Aktivitätstracker-Band

Für den Aktivitätstracker-Smartwatch-Zwitter Microsoft Band kann man nun auch selbst entwickeln: Das Software Development Kit (SDK) ist zwar erst als „Preview“ verfügbar, mit der Programmierung kann man aber bereits jetzt loslegen. Entwickler bekommen nicht nur Zugriff auf die etlichen Sensoren des Trackers (zum Beispiel UV-Strahlung, Herzfrequenz, Hautwiderstand), sondern können auch eigene Kachel-Apps für das Band erstellen.

Das SDK steht als NuGet-Paket für die Entwicklungsumgebung Visual Studio zur Verfügung und lässt sich über die Package Manager Console mit dem folgenden Befehl installieren:

PM> Install-Package Microsoft.Band -Pre

Parallel zum SDK hat Microsoft ein Software-Update für das Band veröffentlicht. Die Neuerungen umfassen die Unterstützung von HealthVault und MapMyFitness sowie eine Fahrrad-Trackingfunktion. Ebenfalls neu: eine Bildschirmtastatur. (jkj@ct.de)

In 3D: Quadrokopter scannt Christus-Statue in Rio de Janeiro

Einem Forscherteam ist es gelungen, das Wahrzeichen Rio de Janeiros mit einem Quadrokopter einzuscannen. Für den 3D-Scan der 38 Meter hohen Christus-Statue schoss eine Fotodrohne der Firma Aeryon Labs an sechs aufeinanderfolgenden Vormittagen in 19 Flügen rund 3500 Fotos. Zusammengesetzt wurden die Aufnahmen mit der Photogrammetrie-Software Pix4Dmapper Pro. Der Scan von „Cristo Redentor“ besteht aus einer Punktwolke mit 134 Millionen Punkten beziehungsweise einem 3D-Netz aus 2,5 Millionen Dreiecken. Leider kann man sich die berühmte Statue nicht selbst auf dem 3D-Drucker ausdrucken: Ein Download der 3D-Datei ist nicht vorgesehen. Das beauftragende NEXT Lab der Universität will das Modell eher unkonkret für „zukünftige Projekte“ einsetzen. (jkj@ct.de)

Farbverbindlicher 4K-Monitor

Mit den Monitoren der SpectraView-Reference-Serie richtet sich NEC an professionelle Anwender, die Monitore mit einer verbindlichen Farbdarstellung benötigen – beispielsweise in der Bildbearbeitung oder beim Publishing. Bislang war in NECs Profi-Serie bei 2560 × 1600 Pixeln und einer Diagonalen von 27 Zoll Schluss. Nun schickt der Hersteller ein neues Topmodell ins Rennen: Der SpectraView Reference 322UHD bringt es auf eine stattliche Diagonale von 31,5 Zoll (80 cm) und löst mit 3840 × 2160 Bildpunkten auf.

Das IPS-Panel soll den AdobeRGB-Farbraum zu 99 Prozent abdecken. An seinen beiden DisplayPorts nimmt der 322UHD Bildsignale mit einer Farbtiefe von 10 statt der üblichen 8 Bit entgegen. Intern rechnet er mit einer Genauigkeit von 14 Bit. Damit dürfte ihm auch die Darstellung sehr feiner Helligkeits- und Farbabstufungen gelingen. Zudem bietet die 14-Bit-Look-up-Table größere Reserven für die Hardware-Kalibrierung, bei der die Korrekturwerte direkt im Monitor gespeichert werden. Die dafür nötige Kalibrier-Software SpectraView Profiler arbeitet mit gängigen Messgeräten zusammen und gehört genau wie Lichtschutzblenden zum Lieferumfang.

Neben den DisplayPorts stehen auch zwei DVI- und vier HDMI-1.4a-Eingänge bereit. Mangels Bandbreite gelingt bei ihnen die 4K-Zuspielung nur mit einer maximalen Bildwiederholrate von 30 Hz. An weiteren Extras spendiert NEC dem 322UHD einen USB-3.0-Hub mit drei Ports, 2-Watt-Stereolautsprecher und einen Kopfhörerausgang. Mit Hilfe eines Helligkeitssensors passt der 32-Zöller die Schirmhelligkeit auf Wunsch automatisch an das Umgebungslicht an, was die Augen und den Geldbeutel schont. Die maximale Helligkeit beziffert NEC mit 300 cd/m2 und den Kontrast mit 1000:1 – ordentliche Werte für ein IPS-Display. Auf den 322UHD gewährt NEC eine Garantie von fünf Jahren und eine sechsmonatige Garantie gegen Pixelfehler. Der gut ausgestattete 4K-Schirm ist ab sofort im Handel, mit einem Preis von 4500 Euro aber kein Schnäppchen. (spo@ct.de)

Kameraverkauf geht stark zurück: Nur 4,6 Millionen statt 6,1 Millionen verkaufter Geräte

Der Photoindustrie-Verband und die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) haben die Kennzahlen für den deutschen Fotomarkt 2014 veröffentlicht – und die sehen für die Branche eher deprimierend aus. Einen echten Pluspunkt konnten lediglich die Actioncams mit 38, 5 Prozent mehr verkauften Geräten setzen: 540 000 verkaufte Actioncams erbrachten den Herstellern im vergangenen Jahr knapp 130 Millionen Euro.

Ansonsten setzt sich der Abwärtstrend 2014 fort. So fanden im abgelaufenen Jahr nur noch 4,61 Millionen digitale Kameras einen Käufer – inklusive Actioncams; 2013 waren es noch 6,1 Millionen. 2012 verkauften Canon, Nikon, Pentax, Sony und Co. etwa 7,36 Millionen Digitalkameras.

Den Schwarzen Peter kann der Photoindustrie-Verband diesmal nicht nur den Kompaktkameras zuschieben, denn auch der Absatz klassischer Spiegelreflexkameras hat dramatisch gelitten: Nach mehr als einer Million verkaufter DSLRs in 2013 waren es 2014 nur 720 000 Geräte. Weiter aufwärts ging es für die spiegellosen Systemkameras: von 230 000 auf 270 000 Stück – immerhin ein Wachstum von mehr als 17 Prozent.

Rein mengenmäßig bewegen sich die spiegellosen Systemkameras damit aber noch immer auf niedrigem Niveau. Den Abwärtstrend bei ihren Verwandten mit Spiegel konnten sie so – entgegen den Prognosen des Verbands – nicht kompensieren. Für 2015 rechnet der Photoindustrie-Verband verstärkt mit neuen Geräten neben den klassischen Kameras, etwa aufnahmefähigen Wearables oder Kameras rund um die Luftbildfotografie mit Multikoptern.

Erstmals wurden 2014 auch weniger Objektive gekauft: 2013 waren es noch 1,9 Millionen Stück, im vergangenen Jahr dann nur 1,6 Millionen. 80 Prozent der verkauften Objektive gehen dabei auf das Konto der klassischen Spiegelreflexkameras. Hier könnten die Hersteller bei den Spiegellosen noch zulegen und mehr Wechseloptiken für die junge Kameraklasse anbieten.

Bislang konzentriert sich das Angebot sehr auf die klassischen Spiegelreflexbajonette. Auch Fremdhersteller wagen sich an diese Kameraklasse bisher nur zögerlich. Positiv entwickelten sich erneut die Fotobücher: 2014 wurden insgesamt 8,5 Millionen verkauft. im Jahr zuvor waren es noch 7,9 Millionen. (Sophia Zimmermann/uk@ct.de)


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