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Netzwerkkabel werkzeuglos verbinden

Der Fixlink-Extender Kat. 6A von Easylan verbindet in Engstellen wie Kabelkanälen oder Wanddosen die Enden von Verlegekabeln, wenn eine Verlängerung nötig ist. Er ist mit knapp 8 Euro zwar kein Sonderangebot, aber laut Hersteller besonders leicht einzusetzen, weil bis auf einen Abisolierer kein Werkzeug nötig sei: Man muss nur das lose Kabelende abmanteln und seine Aderenden farblich zugeordnet in einen der zwei beiliegenden Kunststoffträger einfädeln. Den legt man in das Klemmstück, drückt den Deckel zu und wiederholt den Vorgang mit dem anderen Kabelende. Die Verbindung soll laut Hersteller sogar für 10GBase-T, also 10-Gigabit-Ethernet per Twisted-Pair-Kabel, taugen und auch PoE+ verlustfrei transportieren. (ea@ct.de)

Netzwerkspeicher für Heim und Firma

Der taiwanische Netzwerkspeicherhersteller QNAP erweitert sein Angebot an NAS-Systemen für Heim- und Unternehmensanwendungen.

In dem 250 Euro teuren Einsteiger-NAS TS-251C mit zwei Einschüben für 3,5- und 2,5-Zoll-Speicher sitzen ein 2,41 GHz schneller Atom-Zweikern-Prozessor von Intel und 1 GByte DDR3L-RAM, der sich nicht erweitern lässt. Über einen USB-3.0-Anschluss an der Front und zwei USB-2.0-Ports an der Rückseite lassen sich externe Speicher und Drucker anschließen und im Netzwerk über den Gigabit-Anschluss freigeben. Über HDMI-1.4a geben das TS-251C und alle weiteren neuen Netzwerkspeicher Videos lokal auf einem Bildschirm aus.

Das Büro-Modell TS-451U im flachen Rack-Gehäuse mit vier Speicherschächten nutzt denselben Prozessor und kostet 653 Euro. Bei ihm lässt sich der Speicher jedoch auf 8 GByte aufrüsten. Es sind fünf USB-3.0-Schnittstellen, ein Konsolenanschluss sowie zwei Gigabit-Ports integriert.

Bei der TS-x53U-Serie mit vier, acht oder zwölf Speicherschächten kommt ein 2 GHz schneller Celeron Quad-Core samt 4 GByte RAM zum Einsatz (aufrüstbar auf bis zu 8 GByte). Das günstigste Modell kostet 1010 Euro. Alle bringen vier Gigabit-Schnittstellen mit. (fkn@ct.de)

802.11ac-AP mit PoE-Switch

Ruckus stellt einen ungewöhnlichen WLAN-Access-Point vor: Der Zoneflex H500 enthält zusätzlich einen integrierten Fast-Ethernet-Switch mit vier Anschlüssen und einen Gigabit-Uplink-Port. WLAN-seitig liefert er maximal 867 MBit/s brutto (2-Stream-MIMO) und zwar simultan im 2,4- und im 5-GHz-Band (IEEE-Spezifikationen 802.11n sowie 802.11ac). Dabei verwaltet er acht Funkzellen pro Band über Multi-SSID. Er versorgt bis zu 100 Nutzer zur gleichen Zeit, spannt virtuelle Netze auf (VLAN) und arbeitet bei der Nutzerauthentifikation per Radius als Authenticator oder Supplicant. Zudem bietet er ein Captive Portal und eine Gastnetzfunktion. Der AP läuft entweder allein oder von einem Controller verwaltet.

Der Zoneflex H500 lässt sich über ein Steckernetzteil oder mit Strom aus dem Ethernet-Kabel betreiben. Letzteren nimmt er am Uplink-Port nach den IEEE Standards 802.3at (PoE+ mit maximal 25,4 Watt) und 802.3af (PoE mit höchstens 15,4 Watt) entgegen. Nutzt man das Netzteil oder PoE+, so versorgt der erste Fast-Ethernet-Anschluss des integrierten Switches angeschlossene Geräte wie IP-Kameras mit Strom gemäß IEEE 802.3af. Falls man den H500 nur über PoE am Uplink-Anschluss mit Strom füttert, reicht die eingespeiste Leistung dafür nicht.

Laut Hersteller kostet das in Deutschland schon verfügbare Gerät 365 US-Dollar. (fkn@ct.de)

WLAN-Access-Point für Firmen

Lancom erweitert sein Produktangebot an Business-APs um ein Mittelklasse-Gerät mit Funkoptimierungsfunktionen. Der Hersteller setzt beim L-330agn nicht auf Gigabit-WLAN nach dem Funkstandard 802.11ac, sondern auf die langsamere Spezfikation 802.11n. Der AP überträgt maximal 300 MBit/s brutto (2-Stream-MIMO) simultan im 2,4- und im 5-GHz-Band. Er verteilt Clients per Band Steering gleichmäßig auf seine beiden Funkmodule. Pro WLAN-Modul spannt er bis zu acht unabhängige Funkzellen mittels Multi-SSID auf. Außerdem authentifiziert er Nutzer mithilfe von Radius (IEEE 802.1X). Optional kapselt er seine Funkzellen in getrennte virtuelle Netze (VLAN). Das funktioniert auch mit ineinander verschachtelten VLANs (Q-in-Q-Tagging).

Für verkabelte Verbindungen kommen ein 100 MBit/s schneller WAN-Port und ein Gigabit-LAN-Anschluss zum Einsatz. Zudem gibt es einen seriellen Konfigurations-Port. Strom bezieht der AP wahlweise aus seinem Steckernetzteil oder über das Ethernetkabel (Power over Ethernet, IEEE-Spezfikation 802.3af). Der L-330agn kostet rund 650 Euro. (fkn@ct.de)

Netzwerk-Notizen

Beim kommenden WLAN-Verschlüsselungsstandard WPA3 soll das Suite-B-Verfahren der NSA eine durchgehende Schlüsselstärke sicherstellen. Die Wi-Fi Alliance will zudem WPS durch ein sichereres Verfahren ersetzen und TKIP sowie WEP nicht mehr verwenden.

Die Beta-Version 5.2 des NAS-Betriebssystems Disk Manager von Synology enthält unter anderem Docker zum Verteilen von Software, einen Single-Sign-On-Server und Datei-basierte Datenwiederherstellung. Sie steht für DiskStations, RackStations sowie für Embedded Data Stations ab der x10-Variante zum Download bereit.

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