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Der Beamer in der Glühbirne

Einfacher geht’s kaum: Um den „Beam“-Projektor in Gang zu setzen, schraubt man ihn in eine konventionelle E27-Lampenfassung. Stecker oder Buchsen gibt es nicht; Fotos und Videos holt sich der Lampen-Beamer aus dem Netz (zum Beispiel per Netflix-App). Möglich macht das ein eingebautes Android-System. Bedient wird Beam mit Knöpfen am Gehäuserand oder eleganter mit einem iOS- oder Android-Smartphone.

Leider leuchtet der eingebaute LED-Projektor mit 100 Lumen für Projektionen jenseits von DIN-A3-Maßen vermutlich zu schwach. Auch die Auflösung ist mit 854 × 480 Pixeln nicht sonderlich hoch. Dafür soll die LED-Lichtquelle 20 000 Stunden durchhalten. Das Android-System greift auf einen mit 1,3 GHz getakteten Dual-Core-Prozessor und 8 GByte Flash-Speicher zurück. Mit an Bord ist neben WLAN 802.11n auch Bluetooth 4.0 – auf diesem Weg lässt sich Musik aufs eingebaute 2 × 2-Watt-Soundsystem streamen.

Der Beam-Beamer wird über die Crowdfinancing-Plattform Kickstarter vermarktet, wo man ihn noch bis zum 24. März für 400 US-Dollar vorbestellen kann. Die ersten Geräte sollen im Oktober ausgeliefert werden. (jkj@ct.de)

Energie- und platzsparende LaserJets von HP

HPs aktuelle Laserdrucker der LaserJet-Serie sollen im Schnitt verglichen mit den Vorgängern 53 Prozent weniger Energie benötigen. Dies will der Hersteller mit dem neuen ColorSphere-3-Toner erreichen, dessen Schmelzpunkt niedriger liegt als der herkömmlicher Toner. Die Fixiereinheiten – Hauptverantwortliche für den hohen Energiebedarf von Laserdruckern – müssen daher nicht so stark beheizt werden, was Energie spart. Außerdem brauchen sie weniger Zeit zum Aufheizen: Die erste Seite liegt deshalb schneller im Ausgabefach.

Weiterhin hat HP den neuen LaserJet-Modellen kompaktere Gehäuse verpasst. Die Serie Color LaserJet Pro beginnt mit dem M252 ab rund 200 Euro. 300 Euro soll der duplexfähige 4-in-1-Multifunktionsdrucker M277 kosten, der mit LAN und NFC (Near Field Communication) ausgestattet ist und pro Minute elf Blatt beidseitig bedrucken soll. Für größere Arbeitsgruppen gibt es die Drucker M552 und M553 mit besonders schnellen Duplex-Druckwerken, die HP für bis zu 6000 Seiten pro Monat empfiehlt. Der M552 soll maximal 33 Duplex-Farbseiten pro Minute liefern, der M553 sogar 38 Seiten pro Minute.

Weiterhin hat HP die Schwarzweiß-Modelle LaserJet Enterprise M604, M605 und M606 vorgestellt, die bis zu 62 Seiten in der Minute ausdrucken. Die Preise beginnen bei 560 Euro. Alle LaserJets sollen ab April in den Handel kommen. (rop@ct.de)

21:9-Monitor von Philips

Anfangs wurden die ersten von LG angebotenen Monitore mit 21:9-Format belächelt – zu breit, zu flach, vermeintlich kein praktischer Nutzen. Mittlerweile scheint sich das Blatt gewendet zu haben: Nun will auch Philips einen ungekrümmten 21:9-Monitor mit 3440 × 1440 Pixel anbieten: Der BDM3470UP besitzt ein blickwinkelstabiles IPS-Panel und lässt sich über DualLink-DVI, DisplayPort und HDMI mit Signalen versorgen. Der HDMI-Eingang unterstützt MHL, kann also den Bildinhalt von MHL-fähigen Android-Geräten entgegennehmen.

Dank seiner „SmartUniformity“-Funktion soll dem 34-Zöller (rund 86 cm Diagonale) eine homogene Schirmausleuchtung bei geringem Farbdrift gelingen. Die maximale Helligkeit beziffert Philips mit 320 cd/m2. Der BDM3470UP lässt sich auf seinem Standfuß neigen, in der Höhe verstellen sowie seitlich und ins Hochformat drehen. An Extras gibt es einen USB-Hub mit je zwei 2.0- und 3.0-Ports sowie integrierte 3-Watt-Stereolautsprecher. Der 34-Zöller ist ab sofort für rund 900 Euro verfügbar.

Außer Philips springen auch andere Hersteller auf den Zug auf und bringen ultrabreite Monitore auf den Markt – manche plan, manche gebogen. So haben Samsung, Viewsonic und HP auf der diesjährigen CES eigene 34-Zöller mit 21:9-Format vorgestellt. Die Modelle S34E790C (Samsung), Envy 34c (HP) und VX3473Smhl (Viewsonic) zeigen 3440 × 1440 Bildpunkte und haben jeweils ein Curved-Display. Wer lieber an Displays ohne Krümmung arbeitet, wird beispielsweise beim LG 34UM95 fündig. (spo@ct.de)

OLED-Notizen

Sony verwendet in seiner angekündigten VR-Brille Morpheus organische Displays statt LCDs. Die 5,7-zölligen Full-HD-OLEDs der Morpheus erlauben laut Sony ein größeres Sichtfeld, können Video mit 120 Hz wiedergeben und reagieren durch Tracking schneller auf Änderungen.

Noch im Juni will der chinesische Displayspezialist Visionox eine neue OLED-Fabrik der Generation 5.5 in Betrieb nehmen. Zunächst sollen monatlich 4000 und später 15 000 OLED-Substrate für Mobil-Displays vom Band laufen. Das macht Visionox nach Samsung zum zweitgrößten Hersteller von AMOLEDs für Handys und Tablets – Samsung verarbeitet in seiner Gen-5.5-Fab zurzeit monatlich 140 000 Muttergläser.

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