MWC: Von Speicherriesen, wasserdichten Flundern und finnischen Tablets

Trends & News | News

MWC: Von Speicherriesen, wasserdichten Flundern und finnischen Tablets Viele Tablets waren auf der MWC nicht zu sehen, doch die wenigen Neuheiten gaben einen guten Eindruck, wohin die Reise geht. Flacher, schneller und mehr Metall am Gehäuse...

Viele Tablets waren auf der MWC nicht zu sehen, doch die wenigen Neuheiten gaben einen guten Eindruck, wohin die Reise geht. Flacher, schneller und mehr Metall am Gehäuse gehören zum guten Ton. Durch Spezialitäten versuchen die Hersteller, sich vom Rest des Felds abzugrenzen.

Video: Ein kurzer Eindruck vom Sony Xperia Z4 Tablet und seinem Tastaturdock.

Sony präsentierte sein wasserdichtes Xperia Z4 Tablet mit Android. Das neue Topmodell mit 10-Zoll-Display hat gegenüber dem Vorgänger nochmals abgespeckt: Gerade mal 6 Millimeter dick ist das Gehäuse noch und 390 Gramm schwer. Das Z4 Tablet ist wasser- und staubdicht nach IP 65/68 und darf eine halbe Stunde in 1 Meter Wassertiefe baden gehen. Im Innern steckt der brandneue Qualcomm Snapdragon 810 mit acht 64-Bit-Kernen; als Arbeitsspeicher stehen 3 GByte zur Verfügung. Die Pixeldichte des neuen Bildschirms beträgt sehr hohe 300 dpi (2560 × 1600 Pixel). Die WLAN-Variante soll zum Ende des zweiten Quartals 2015 für 550 Euro erhältlich sein. Für 100 Euro mehr soll es auch eine LTE-Version geben.

Während Sonys Spitzenmodell mit „nur“ 32 GByte internem Speicher auskommen muss, bietet Archos drei neue Tablets mit bis zu 256 GByte Flash-Speicher an. Besonders Anspruchsvolle können das Archos 94, 101 Magnus und 101 Magnus Plus zudem mit einer microSDXC-Speicherkarte erweitern (bis zu 200 GByte). Eine Fusion Drive getaufte Technik sorgt dafür, dass SD-Karte und interner Speicher gemeinsam eine große Partition bilden. Android und installierte Apps nehmen diese als normalen Systemspeicher wahr und nutzen ihn wie die herkömmliche interne Partition. Die restliche Ausstattung ist konventioneller: Das 101 Magnus Plus mit 128 GByte besitzt als einziges eine Full-HD-Auflösung auf seinem 10-Zoll-Display; das 94 Magnus mit 256 GByte zeigt 1280 × 800 Pixel. In den jeweils 300 Euro teuren Geräten stecken Quad-Core-Prozessoren von Rockchip. Das 101 Magnus bietet für 170 Euro nur 64 GByte Speicher und vergleichsweise schwache Hardware.

Video: Jollas erstes Tablet mit Sailfish OS 2.0 ausprobiert.

Auf dem MWC waren auch Alternativen zu den etablierten Betriebssystemen zu sehen. Die Finnen von Jolla führten ihr Tablet zum ersten Mal mit einer Vorab-Version von Sailfish OS 2.0 vor. Das Betriebssystem hinterließ einen ebenso guten Eindruck wie das Gerät selbst. Das über Crowdfunding finanzierte Tablet mit 7,85-Zoll-Display und Intel-Technik kostet 250 US-Dollar und soll im Sommer ausgeliefert werden. Zudem gab Jolla bekannt, Hardware und Software auch an Dritte lizenzieren zu wollen, um neue Einnahmequellen zu erschließen. Diese Anbieter dürfen unter anderem eigene Content-Angebote integrieren.

Intel hat auf der MWC bereits seine neuen Atom-Prozessoren x3, x5 und x7 vorgestellt; noch fehlen aber fertige Geräte mit dem Smartphone-SoC SoFIA (Atom x3) und dem für Tablets gedachten Cherry Trail (x5, x7). Auch konkrete Ankündigungen gab es bislang nicht. Intel zufolge sollen noch im ersten Halbjahr Produkte mit den neuen CPUs erscheinen, unter anderem von Asus, Acer, Dell und Lenovo. (asp@ct.de)

Artikel kostenlos herunterladen