Klick Dich gut!

Facebook-Likes und Online-Petitionen – gutes Gefühl, wenig Effekt

Trends & News | Trend

Mit einem Klick lässt sich bei Facebook politische „Gefällt mir“-Solidarität zeigen. Online-Petitionen suggerieren, dass die virtuelle Unterschrift genügt, um Missstände abzuschaffen. Doch Studien legen nahe: Wer klickt, tut im echten Leben weniger Gutes als klassische politische Aktivisten.

Der TV-Spot zeigt ein zehnjähriges, dunkelhäutiges Waisenkind, das in einer dunklen Ecke steht. Es sagt: „Manchmal habe ich Angst, so krank zu werden wie meine Mutter es war. Dann denke ich: Alles wird gut, denn UNICEF Schweden hat 177 000 Likes auf Facebook.“ Mit einer viel beachteten Werbekampagne namens „Likes don’t save lifes“ machte UNICEF in Schweden im vergangenen Jahr seinen Unmut darüber öffentlich, dass nach Beobachtung der Hilfsorganisation immer mehr Menschen lieber den „Gefällt-mir“-Knopf drücken, als Geld zu spenden.

NGOs und soziale Bewegungen erfahren leidvoll, dass einem Like auf der Facebook-Page selten weiteres Engagement folgt. Bei Facebook-Likes, Kommentaren und Online-Petitionen ist die Einstiegsschwelle in den Protest extrem niedrig, es sind nur wenige Klicks nötig. Für diese Art der politischen Meinungsäußerung hat sich deshalb in den Medien die etwas abfällige Bezeichnung „Clicktivism“ etabliert, abgeleitet aus „Click“ und „Activism“. ...

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