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USB- und Bluetooth-Erweiterungen für Amazon Fire TV

Mit einem Firmware-Update auf Version 51.1.5.0 für das FireTV bringt Amazon seiner Streaming-Box zahlreiche neue Funktionen bei. So kann man nun den Speicher für Apps mit einem externen USB-Stick erweitern. Amazon empfiehlt FAT32-formatierte USB-3.0-Sticks mit bis zu 128 GByte. Unter „Einstellungen, Anwendungen, Installierte Apps verwalten“ kann man Apps auf den USB-Speicher verschieben. Ebenso lassen sich nun USB-Dongles für drahtlose Xbox-360-Gamepads und Flirc-Fernbedienungen anschließen sowie Bluetooth-Tastaturen, -Mäuse und -Kopfhörer verbinden. Headsets kann man allerdings nicht für die Sprachsuche verwenden. Das Firmware-Update unterstützt die Bluetooth-Profile A2DP, HID und SPP.

Weitere Neuerungen umfassen eine verbesserte PIN-Eingabe gegen allzu neugierige Kinderaugen, ein Schnellzugriffsmenü für oft benötigte Einstellungen sowie die Unterstützung öffentlicher WLAN-Hotspots mit Anmeldeseiten, etwa in Hotels und Pensionen. Der neue Fire TV Stick (siehe Seite 57) erhält mit Ausnahme der USB- und Bluetooth-Fähigkeiten dieselben Neuerungen über das Update auf Firmware 54.1.1.0. (vza@ct.de)

Patentfreier Video-Codec Daala für Chats im Browser

Das gemeinsam von der Xiph.org Foundation und Mozilla entwickelte Videokompressionsverfahren Daala tritt als Kandidat für einen patent- und lizenzkostenfreien Codec für Video-Chats im Browser mittels WebRTC an. Die Internet Engineering Task Force (IETF) hatte bereits den vom weitgehend selben Team stammenden flexiblen Audiocodec Opus für Echtzeitanwendungen im Browser standardisiert.

Daala soll die momentan für WebRTC eingesetzten, patentbelasteten Videoformate HEVC (H.265) und VP9 ablösen, muss dafür aber eine ähnliche Effizienz erreichen. Damit dies gelingt, ohne bestehende Patente zu verletzten, haben die Entwickler unter anderem die bei den meisten anderen Codecs eingesetzte diskrete Kosinustransformationen (DCT) über Bord geworfen. Da diese zu Blockbildung neigt, arbeitet Daala von vornherein mit überlappenden Funktionen.

Darüber hinaus nutzt Daala sogenannte „Perceptual Vector Quantization“ (PVQ) statt der bisher üblicherweise eingesetzten (skalaren) Quantisierung zur Reduktion der Datenmenge. Damit soll es gelingen, unbewegte Bildbestandteile besser aufzulösen, in denen Fehler eher wahrgenommen werden als in dynamischen Bildelementen. Weitere Details zu den von Daala eingesetzten Techniken finden Sie über den c’t-Link.

Noch befindet sich Daala in einer frühen Entwicklungsphase, dürfte aber durchaus gute Chancen für die WebRTC-Standardisierung haben, wenn die hochgesteckten Effizienzziele annähernd erreicht werden.

(vza@ct.de)

Playstation 4 pausiert Spiele im Standby

Sony hat mit dem Firmware-Update 2.5 der Playstation 4 neue Standby-Funktionen beigebracht und die PSN-Nutzerkonten enger an Facebook angebunden. Schaltet der Anwender die Konsole nicht komplett aus, sondern in den „Ruhemodus“, so kann er nun ein pausiertes Spiel nach dem Aufwachen aus dem Standby weiterspielen. Mit aktivierter Internet-Verbindung kann die PS4 zudem Firmware-Updates nicht nur laden, sondern auch gleich installieren (in einem solchen Fall wird die Spielpause abgebrochen).

Aktiviert man im Ruhemodus die Funktionen „Anwendung anhalten“ und/oder „Internetverbindung“, so steigt die Leistungsaufnahme im Vergleich zum ausgeschalteten Zustand von 0,4 auf 4,6 Watt. Soll im Ruhemodus noch der Controller per USB geladen werden, so klettert sie auf 10,4 Watt. Im Betrieb maßen wir bei der ersten Hardware-Revision der Konsole 84 Watt bei ruhendem Desktop, die im laufenden Spiel auf 123 bis maximal 138 Watt ansteigen können.

Spieler, die ihr PSN-Konto mit Facebook verknüpfen, können nun Facebook-Kontakte einfacher in ihre Playstation-Liste übertragen. Um Facebook-Freunde nicht mit automatischen Meldungen und Fotos der Spiele zu nerven, sollte man die Privatsphäre so konfigurieren, dass solche Meldungen nur für einen selbst sichtbar werden.

Darüber hinaus lassen sich Backups der Konsole auf externe USB-Speicher ablegen. Die PS Vita und das Playstation TV können nun Spiele-Streams der PS4 mit bis zu 60 fps empfangen. (hag@ct.de)

c’t-Remix-Wettbewerb: Letzte Chance zur Teilnahme

Kurzentschlossene haben noch bis zum 7. April Zeit, uns einen Remix für unseren Wettbewerb einzusenden. Zur Wahl stehen zwei Songs der kanadischen Rockband „The Easton Ellises“. Den Gewinnern winkt eine Veröffentlichung auf Vinyl, CD und beim Internet-Radio Jamendo.

Auf der Wettbewerbsseite www.ct.de/remix finden Sie alle weiteren Informationen sowie die einzelnen Tonspuren der Songs mit vorbereiteten Samples, Loops und MIDI-Dateien zum kostenlosen Download. Ab voraussichtlich Ende April werden wir dort die Finalisten zur Online-Abstimmung präsentieren. Weil die Musiker ihre Stücke „Falcon 69“ und „SexDrugsRocknRoll“ unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 veröffentlicht haben, können Sie Ihren Remix frei im Internet verteilen. (hag@ct.de)

HTML5-Player für Maxdome

Der Video-on-Demand-Dienst Maxdome liefert sein Angebot nun auch über einen HTML5-Player aus. Bislang funktioniert dies allerdings nur im Chrome-Browser ab der Version 38. Unter Windows und OS X kann er fortan auf Adobe Flash oder Microsoft Silverlight verzichten – letzteres wird nur noch vorübergehend für einige Live-Streams benötigt, die Maxdome noch nicht auf HTML5 umgestellt hat.

Der neue Player wartet mit hübscheren Menüs auf und passt die Auflösung der Videos automatisch der Verbindungsgeschwindigkeit des Internetanschlusses an. Der eigens entwickelte HTML5-Player soll auf einer Open-Source-Lösung basieren und das dynamische adaptive Streaming-Format MPEG-DASH mit der Verschlüsselungsmethode Google Modular Widevine/CENC nutzen. (nij@ct.de)

Kreative Rezepte gegen musikalische Blockaden

Es gibt tausende Tutorials, die Musikern erklären, wie sie eine Software bedienen sollen. Doch Fragen nach Konzepten zur kreativen Umsetzung bleiben oft unbeantwortet. Dennis DeSantis hat sich dem Thema in seinem englischen Buch „Making Music: 74 Creative Strategies for Electronic Music Producers“ gewidmet. Dort geht er auf Probleme ein, die viele Computer-Musiker plagen, etwa warum man sich selbst Grenzen setzen sollte, damit man in der Fülle der Möglichkeiten heutiger Programme nicht untergeht.

Das Buch kann für 25 Euro bei Ableton bestellt werden. E-Book-Versionen für Amazons Kindle und Apples iBooks sollen in Kürze folgen. Im Web kann man bereits in 24 der 74 Konzepte kostenlos hineinschnuppern. Da die Lösungsansätze von DeSantis universell gelten, sind sie auch für Musiker geeignet, die Ableton Live nicht nutzen. (hag@ct.de)

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