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TU München gewinnt 1. Audi Autonomous Driving Cup

Ein fünfköpfiges Studententeam der Technischen Universität München (TUM) hat den ersten Audi Autonomous Driving Cup gewonnen. Für den Wettbewerb, der mit insgesamt 16 000 Euro dotiert war, sollten Algorithmen für autonome Fahrfunktionen entwickelt werden. Audi stellte den Teilnehmern dafür jeweils zwei Q5-Modellfahrzeuge im Maßstab 1:8 zur Verfügung, die bereits mit Sensorik, Aktorik, Rechner-Hardware (Odroid X2, Arduino Due), Linux-Betriebssystem sowie der Entwicklungsumgebung ADTF ausgestattet waren.

Die insgesamt zehn Uni-Teams hatten ein halbes Jahr Zeit, ihre Fahrzeuge auf Aufgaben wie autonomes Spurhalten, Ein- und Ausparken, Hindernissen ausweichen, Notbremsungen, Überholen und Vorfahrt gewähren vorzubereiten. Bewertet wurde beim Finale, das Ende März in Ingolstadt stattfand, nicht nur die Performance von Fahrzeugen und Software, sondern auch die Eleganz der Lösungen und deren Präsentation in einem 15-Minuten-Vortrag.

Der Gesamtsieg brachte dem Team MomenTUM ein Preisgeld von 10 000 Euro ein. Der zweite Platz (5000 Euro) ging an das Team des Karlsruhe Institute of Technology (KIT). Über 1000 Euro Preisgeld für den Drittplatzierten freute sich das Team der Universität Freiburg. Audi-Vorstand Prof. Ulrich Hackenberg kündigte an, den Audi Autonomous Driving Cup auch im kommenden Jahr wieder zu veranstalten. Es sei „wichtig, dass sich Studenten bereits im Studium mit wichtigen Zukunftsthemen wie dem pilotierten Fahren beschäftigen“, erklärte der Entwicklungschef des Konzerns. (pmz@ct.de)

Algorithmen gegen Betrüger im Online-Versandhandel

Rund 70 Prozent des Versandhandels werden heute über das Internet abgewickelt. Die Anonymität des Cyberspace lockt auch Betrüger an: Bandenmäßig organisierte Täter bestellen große Warenmengen bei verschiedenen Händlern, ohne sie zu bezahlen. Dabei nutzen sie gefälschte oder gestohlene Identitäten. Die Forschungsgruppe „IT-Sicherheit“ am Institut für Informatik der Universität Göttingen will unter Leitung von Prof. Konrad Rieck jetzt eine händlerübergreifende Analyseplattform zur Erkennung solcher Betrugsfälle entwickeln.

„Mit dieser Plattform können Online-Händler Bestellungen automatisch analysieren und ungewöhnliche Muster aufspüren“, erklärt Informatik-Professor Rieck. Das System ist Teil des Projekts „Analyse und Bekämpfung von bandenmäßigem Betrug im Onlinehandel“ (ABBO), das bis Anfang 2018 läuft und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 935 000 Euro gefördert wird. Außer der Universität Göttingen sind an dem Projekt auch die private „Steinbeis Hochschule Berlin“, der Online-Händler Zalando, der Duty-Free-Spezialist „Gebr.  Heinemann“ sowie die Polizeidirektion Göttingen beteiligt. (pmz@ct.de)

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