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Ozon OS mit Atom Shell

Ozon OS ist ein elegantes Desktop-System für Linux-Anwender, die mit ihrem Rechner spielen, surfen, chatten, Musik hören und Videos ansehen. Dazu werden eine Reihe von Codecs und die Steam-Plattform vorinstalliert; über die Software-Verwaltung lassen sich zahlreiche Open-Source-Spiele nachinstallieren.

Der Atom-Desktop auf Gnome-Basis ist schlicht und funktional. Das Dock am unteren Fensterrand enthält neben einigen Anwendungsstartern einen Launcher, der alle installierten Programme auflistet. Die Suchfunktion findet Anwendungen und Einstellungsdialoge. Ein Klick auf den Button in der oberen linken Bildschirmecke öffnet eine Übersicht über die Fenster und Arbeitsflächen. Die App-Store-artige Software-Verwaltung liefert auch Web-Apps wie Twitter, Facebook oder Google Plus.

Technische Grundlage der aktuellen Betaversion von Ozon OS „Hydrogen“ ist Fedora 21. Ein eigenes Repository ergänzt das Fedora-Softwareangebot um die Ozon-OS-eigenen Programmpakete. Das Rpmfusion-Repository liefert zusätzliche Codecs und Treiber. (lmd@ct.de)

Kdbus kommt in den Kernel

Der prominente Kernel-Entwickler Greg Kroah-Hartman will Kdbus, einen Dienst zur Interprozesskommunikation (IPC), in Version 4.1 des Linux-Kernels aufnehmen. Der Code wurde bereits in den Next-Entwicklungszweig integriert, in dem die Abstimmung der geplanten Änderungen für 4.1 erfolgt. Ob Kdbus tatsächlich Teil von Linux 4.1 wird, entscheidet sich allerdings erst in den zwei Wochen nach Veröffentlichung des Kernels 4.0 Mitte April.

Kdbus implementiert einen D-Bus-kompatiblen Mechanismus zur Interprozesskommunikation im Kernel, über den Linux-Anwendungen Nachrichten miteinander und mit Systemkomponenten austauschen können. Als Kernel-Erweiterung soll Kdbus einige Limitierungen des derzeit verwendeten D-Bus-Daemon im Userland überwinden. (odi@ct.de)

Gnome 3.16 mit neuen Notifications

In der neuen Version 3.16 des Linux- und Unix-Desktops haben die Entwickler das Notifications-System überarbeitet: Die Nachrichtenzeile am unteren Bildschirmrand ist verschwunden; Statusmeldungen von Programmen und eingehende Nachrichten erscheinen nun unter dem oberen Panel. Das Terminal meldet jetzt, wenn ein lange laufendes Konsolenprogramm fertig wird. Die aufgelaufenen Notifications sammelt eine Übersicht, die man mit einem Klick auf die Uhr öffnet.

Die Scrollbalken in Fenstern werden standardmäßig erst eingeblendet, wenn sich der Mauszeiger dem rechten Fensterrand nähert. Der Datei-Auswahldialog bietet jetzt eine Suchfunktion. Zwei neue Anwendungen ergänzen das Softwareangebot: Die Kalender-App ist noch recht rudimentär und als Preview eingestuft. Die Entwicklungsumgebung Builder soll das Schreiben von Gnome-Programmen erleichtern. (odi@ct.de)

c’t-Special „Umstieg auf Linux“

Die aktualisierte und erweiterte Neuauflage des c’t-Special „Umstieg auf Linux“ hilft beim Wechsel von Windows zu Linux. Gründe für einen solchen Umstieg gibt es reichlich: Linux läuft auch auf älterer Hardware performant, Viren und Trojaner sind kein Thema und das System lässt dem Nutzer alle Freiheiten.

Dem Heft liegt eine DVD mit Ubuntu 14.04.2 LTS bei, das noch bis 2019 mit Updates versorgt wird. Artikel erklären, wie man Ubuntu installiert, benutzt und an die eigenen Bedürfnisse anpasst. Zudem erfahren Sie, wie man Daten, Einstellungen und Programme von Windows übernimmt, und lernen die besten Linux-Anwendungen kennen.

Das c’t-Special „Umstieg auf Linux“ ist für 6,90 Euro am Kiosk und im Heise-Shop erhältlich. (odi@ct.de)

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