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Microsoft bringt Windows 10 für Android-Smartphones

Microsoft veröffentlicht Windows 10 auch für einige Smartphones, auf denen ab Werk Android läuft. In Zusammenarbeit mit dem chinesischen Hersteller Xiaomi hat man ausgewählten Nutzern des Smartphones Mi4 eine spezielle Windows-10-Version zugänglich gemacht, die sich nachträglich auf dem Gerät installieren lässt. Dabei ersetzt das Windows-ROM das vorhandene Betriebssystem wie eine alternative Android-Version. Eine Dual-Boot-Option ist nicht vorgesehen.

Microsoft erhofft sich davon nach eigener Aussage direktes Feedback der Nutzer zu deren Erfahrung mit Windows 10, besonders in Bezug auf den chinesischen Markt. Dort ist man bislang kaum vertreten, Xiaomi etwa stellt bisher exklusiv Android-Geräte her und Huawei hat Windows Phone bereits vor Jahren aufgegeben. Ob das fertige Windows 10 allen Mi4-Benutzer angeboten wird und ob es eine Windows-10-Version des Geräts zu kaufen geben wird, will Microsoft erst später bekannt geben. Das Mi4 mit Qualcomm Snapdragon 801, 3 GByte Arbeitsspeicher und Full-HD-Display ist jedenfalls deutlich besser ausgestattet als die meisten aktuellen Windows Phones auf dem Markt.

Ob es darüber hinaus offizielle Windows-ROMs für andere Geräte geben wird, ist nicht bekannt. Auf Basis eines frei zugänglichen Windows-ROM würden aber wohl schnell Versionen für vergleichbare Smartphones aus dem Boden sprießen. Theoretisch stellt die Hardware von Android-Geräten keine große Hürde für Windows Phone dar, beide laufen auf ARM-Hardware und nutzen die gleichen Chip-Hersteller. (asp@ct.de)

Cyanogen: Android-Smartphone ohne Google-Dienste noch dieses Jahr

US-Hersteller Blu will laut CEO Samuel Ohev-Zion noch im laufenden Jahr ein Android-Smartphone mit Cyanogen OS und ohne Google Services auf den Markt bringen. Damit käme man dem vom Cyanogen-CEO Kirt McMaster formulierten Ziel, Google aus Android zu verdrängen, einen bedeutenden Schritt näher. In einem Interview mit dem Magazin Forbes bezeichnete McMaster das Vorhaben drastisch mit den Worten „Wir jagen Google eine Kugel in den Kopf“.

Einen konkreten Plan für die Umsetzung haben bisher weder Blu noch Cyanogen. Laut Blu wäre es denkbar, den Google Play Store durch den Amazon Appstore zu ersetzen, statt Google Maps Nokia Here zu verwenden und die Google-Suche gegen Microsoft Bing zu tauschen. Als Browser könne man sich Opera vorstellen. Auch Dropbox und Spotify sollen tiefer ins System integriert werden und sich besser in Android einfügen, als es unter Googles Vorgaben möglich sei. Ob dabei auch die genannten Firmen mitspielen werden, bleibt unklar. Microsoft will Gerüchten zufolge eng mit den Machern der alternativen Android-Distribution zusammenarbeiten, um die eigenen Apps damit zu bündeln.

Geldsorgen plagen Cyanogen Inc. derzeit nicht, eine Finanzierungsrunde mit 80 Millionen US-Dollar von mehreren Investoren hat man gerade abgeschlossen. Zu den Kapitalgebern zählen Twitter, Qualcomm, Telefónica und Medienmogul Rupert Murdoch. (asp@ct.de)

Zwei Dual-SIM-Smartphones von HTC

HTC hat zwei Android-Smartphones mit Dual-SIM-Funktion angekündigt. Sowohl das Desire 526G, als auch das Desire 626G ist ab April in Deutschland erhältlich. Das 526G bietet einen 4,7-Zoll-Bildschirm mit 960 × 540 Pixeln und einen Quad-Core-Prozessor von Mediatek mit 1,3 GHz. Es kostet 160 Euro. Das 280 Euro teure 626G hat einen schnelleren Prozessor mit acht auf 1,7 GHz getakteten Cortex-A7-Kernen und ein 5 Zoll großes Display mit 1280 × 720 Pixeln. HTC liefert die Geräte noch mit dem alten Android 4.4 aus, dessen Oberfläche deutlich verändert wurde.

Bei beiden Modellen fasst der interne Flash-Speicher 8 GByte und kann mit MicroSD-Karten um maximal 32 GByte ergänzt werden. Das 626G ist flacher (8,2 Millimeter) und leichter (137 Gramm) und hat eine 13-Megapixel-Kamera. Die Rückkamera des 526G löst mit 8 Megapixel auf.

In die Smartphones passen jeweils zwei SIM-Karten. Der Nutzer ist über beide erreichbar, umgeschaltet wird automatisch. Mit beidem SIM-Karten kann man über UMTS mit HSPA surfen (21 MBit/s Downlink und 5,76 MBit/s Uplink). Zudem gibt es 11n-WLAN (nur 2,4 GHz), Bluetooth 4.0, GPS, Frontlautsprecher und beim 626G Radioempfang. Der Akku fasst jeweils 2000 mAh, Laufzeiten nennt HTC nicht. (asp@ct.de)

Mobil-Notizen

OnePlus macht sein Smartphone One zwischen 30 und 50 Euro teurer. Das beliebte und die meiste Zeit nur auf Einladung erhältliche Gerät kostet in der 64-GByte-Version nun 350 Euro. Grund dafür ist der schwache Euro.

Das OnePlus One erhält zudem ein Update auf die aktuelle Android-Version 5.0. Dabei können die Nutzer wählen zwischen CyanogenMod 12S vom alten Softwarepartner und dem neuen Oxygen OS von den Entwicklern des Custom ROM Paranoid Android.

Für das HTC One (M7) wird es zwei Jahre nach dem Release keine Android-Updates mehr geben, mit der bereits ausgelieferten Version 5.0 ist Schluss.

Samsung verlängert die Garantie für in Smartphones und Tablets integrierte Akkus von sechs auf zwölf Monate. Die wechselbaren Akkus bleiben bei der kürzen Garantiezeit.

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