Trends & News | News

NAS mit Akku

Thecus stattet seinen Linux-Netzwerkspeicher N5810Pro mit einem Lithium-Ionen-Akku aus. Diesen verwendet es, um bei einem Stromausfall kontrolliert herunterzufahren. Die Modelle N4200Pro und N4800 nutzen ebenfalls eine solche integrierte unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) mit entnehmbaren Akku.

Das Gerät nimmt maximal fünf Speichermedien in 2,5-Zoll- oder 3,5-Zoll-Bauform auf. Die einzelnen Platten kann es sinnvollerweise entweder spiegeln oder in den RAID-Modi 5, 6 und 10 verwalten. Im Netzwerkspeicher sitzt ein Intel Celeron Vierkern-Prozessor (J1900) nebst 4 GByte DDR3-RAM. Der Speicher lässt sich auf 8 GByte erweitern. Für die Anbindung ans LAN sorgen fünf Gigabit-Ports, welche sich zusammenschalten lassen, um den Datendurchsatz zu erhöhen (Link Aggregation). Zudem spannt das Thecus-Gerät virtuelle Netze auf (VLAN) und führt davon mehrere über jeweils einen Netzwerk-Port (Trunking). Externe Speicher und weitere Geräte lassen sich über drei USB-3.0-Anschlüsse und zwei USB-2.0-Ports anbinden. Per HDMI kann man einen Bildschirm anschließen.

Zum Schutz vor schleichenden Datenfehlern (Bit Rot) nutzt die Linux-Distribution Thecus OS5 das Dateisystem Btrfs. Es lässt sich ebenso wie XFS, EXT3 und EXT4 in einem RAID auf unterschiedlichen Festplatten parallel nutzen. Zusätzlich arbeitet das NAS als VPN-Server.

Thecus will das N5810Pro Ende April veröffentlichen; der Preis stand zum Redaktionsschluss noch nicht fest. (fkn@ct.de)

11ac-Access-Point mit Beamforming

Die Business-APs der WAC6500-Serie von Zyxel sollen die WLAN-Versorgung unter anderem per Beamforming verbessern. Im Outdoor-Betrieb senden sie im 5-GHz-Band auf den Funkkanälen 100 bis 140 mit bis zu 1 Watt. Damit schöpfen sie das Maximum aus, das die Bundesnetzagentur erlaubt.

Der Hersteller bietet drei Versionen der Dualband-Geräte an: Der WAC6503D-S funkt mit sechs Antennen, also mit je drei Antennen pro Funkband. Die Modelle WAC6502D-S und WAC6502D-E nutzen jeweils vier Antennen, also zwei pro Band – die Endung E steht hier für externe, S für integrierte Antennen.

Der WAC6503D-S überträgt nach dem IEEE-Standard 802.11ac bis zu 1300 MBit/s brutto im 5-GHz-Band über drei unabhängige Datenströme (3-Stream-MIMO). Im 2,4-GHz-Band erreicht er 450 MBit/s gemäß IEEE 802.11n, ebenfalls mit drei Streams. Die beiden anderen Modelle übertragen mittels 2-Stream-Technik im 5-GHz-Band bis zu 867 MBit/s brutto und im 2,4-GHz-Band maximal 300 MBit/s brutto.

Strom beziehen die Funkbasen aus dem Netzwerkkabel entweder mittels Power over Ethernet (PoE nach dem IEEE-Standard 802.3at) oder über ein optionales Steckernetzteil. Für LAN-Verbindungen besitzt jeder Access Point zwei Gigabit-Anschlüsse. Außerdem hat der Hersteller einen seriellen Konsolen-Anschluss mit RJ45-Buchse spendiert.

Die APs lassen sich einzeln oder mit einem Controller betreiben. Als Firmengeräte authentifizieren sie Nutzer etwa per Radius (802.1X) und spannen virtuelle Netze (VLAN) sowie bis zu 16 Funkzellen auf. Die Konfiguration erfolgt wahlweise per Webinterface, über die Kommandozeile oder mittels SNMP.

Das 11ac-Gerät WAC6503D-S kostet 900 Euro; die Preise der 11n-APs betragen 590 Euro (WAC6502D-S) und 555 Euro (WAC6502D-E). (fkn@ct.de)

VoIP-fähige DECT-Basis

Nutzern von analogen Telefonleitungen will Gigaset den Umstieg in die VoIP-Welt erleichtern. Unter dem Namen GO bringt der Hersteller eine VoIP-fähige DECT-Tk-Anlage mit zusätzlichem Analog-Anschluss nebst vier schnurlosen Telefonen auf den Markt.

Die DECT-Basis GO-Box 100 baut Telefonverbindungen sowohl über eine analoge Amtsleitung als auch per Voice over IP auf. Im VoIP-Betrieb vermittelt sie zwei Gespräche parallel; insgesamt verwaltet sie sechs SIP-Konten. Zusammen mit einem Analoganschluss lassen sich insgesamt drei Gespräche simultan führen – zumindest bis zur Abschaltung der herkömmlichen Telekom-Anschlüsse in drei Jahren. Maximal verwaltet die Station sechs schnurlose Handsets.

Zusätzlich hat Gigaset die schnurlosen Sprechgeräte C430A GO, S850A GO, E630A GO und SL400A GO vorgestellt. Sets aus Telefon und Tk-Anlage kosten 80 Euro (C430A GO), 100 Euro (S850A GO), 120 Euro (E630A GO) beziehungsweise 150 Euro (SL400A GO). (fkn@ct.de)

Netzwerk-Videorecorder für zu Hause

D-Link erweitert sein Angebot an Überwachungsgeräten um einen kompakten Netzwerk-Videorecorder (NVR). Der DNR-312L kann Videodatenströme von bis zu neun D-Link-IP-Kameras simultan in Full-HD (1920 × 1080 Pixel) aufzeichnen. In dieser Auflösung speichert er insgesamt 135 Bilder pro Sekunde, im Vollausbau nimmt er also pro Kamera maximal 15 Bilder in der Sekunde auf. Die Objektive der Kameras lassen sich in der Live-Ansicht über den Recorder schwenken und zoomen.

Videos komprimiert der DNR-312L wahlweise mit den Kompressionsverfahren H.264, MPEG-4 oder MJPEG und legt sie im internen Speicher ab. Das Gerät nimmt eine SATA-III-Festplatte oder SSD im 2,5- / 3,5-Zoll-Format auf; als Dateisystem nutzt es EXT3.

Anders als bei kleineren Kapazitäten kommen manche Controller nicht reibungslos mit 6- und 8-TByte-Festplatten zurecht. D-Link sichert für zwei 6-TByte-Festplatten zu, dass der Recorder korrekt mit ihnen zusammenarbeitet: die ST6000NM0024 von Seagate und die WD60EFRX-68MYMN0 von Western Digital.

An der Rückseite des DNR-312L befinden sich zwei USB-2.0-Anschlüsse, ein HDMI-Port, 3,5-mm-Ein- und Ausgänge für Audiosignale sowie ein Gigabit-Ethernet-Port. Der Zugriff auf das Gerät erfolgt per Webinterface oder über eine App für Android und iOS mittels Cloud-Zugang. Optional lässt es sich auch lokal per Tastatur und Maus bedienen. Der Netzwerk-Videorecorder kostet 274 Euro. (fkn@ct.de)

Netzwerk-Notizen

Xtera hat es geschafft, über ein 607 km langes Glasfaserkabel ohne Signal-Repeater 100 GBit/s zu übertragen. Eine Repeaterlose Verkabelung könnte beispielsweise die Anbindung abgelegener Inseln ans Internet erleichtern.

Das DECT-Mobil-Teil Gigaset A540 CAT lässt sich gemäß CAT-iq 2.0 mit VoIP-Routern wie dem VR200v TP-Link oder verschiedenen Fritzbox-Modellen von AVM verbinden. Es liefert breitbandige Sprachübertragung (HD-Voice) und kostet 40 Euro.

Artikel kostenlos herunterladen

Anzeige