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Devolo steigt bei Heimautomation ein

Das Aachener Unternehmen Devolo hat den Verkauf seines Heimautomationssystems „Home Control“ gestartet. Die Produktreihe setzt auf den Funkstandard Z-Wave auf. Zum Start sind von Devolo verschiedene Komponenten erhältlich: Tür-/Fensterkontakt, Bewegungsmelder, Rauchmelder, Heizkörperthermostat, Raumthermostat, Funkschalter, Zwischenstecker (mit Messfunktion) und eine Fernbedienung. Aus dieser Gruppe sticht vor allem der Raumthermostat für 99 Euro heraus, bei dem es sich um die erste Z-Wave-Variante des Modells „Link RS“ von Danfoss handelt. Die übrigen Schalter, Sensoren und Aktoren sind umgelabelte Produkte anderer Hersteller.

Im Zentrum jeder „Home Control“-Installation steht die von Devolo entwickelte „Home Control Zentrale“, die zunächst nur in einem Starter Kit erhältlich ist. Elektrogeräte, Licht und Heizung sollen sich über das Web von überall auf der Welt fernbedienen lassen. Gleichzeitig erlaube die App einen einfachen Blick in die eigenen vier Wände, um etwa zu prüfen, ob alle Fenster geschlossen sind und die Temperatur in allen Räumen korrekt eingestellt ist.

Devolo setzt nach eigenen Angaben auf ein umfassendes Sicherheitskonzept: So würden etwa alle Nutzerdaten ausschließlich auf deutschen Servern gespeichert und verarbeitet. Die Kommunikation zwischen den Endanwendern und Servern ist laut Devolo auf dem gesamten Weg End-to-End (HTTPS) verschlüsselt. Der Zugriff über das Internet lasse sich vom Nutzer aber auch auf Knopfdruck deaktivieren; dann ist das System nur noch von zu Hause aus über Smartphone, Tablet und Computer bedienbar. (nij@ct.de)

D-Link nennt Details zu neuen Smart-Home-Geräten

Auf dem Mobile World Congress hatte D-Link für den europäischen Markt eine „DCH-G020“ genannte Steuerzentrale fürs smarte Heim angekündigt – inklusive passender Sensoren, die nach dem Heimautomationsstandard Z-Wave funken. Konkret ging es dabei um einen Tür-/Fenstersensor (DCH-Z110), einen Bewegungssensor (DCH-Z120) und einen Rauchmelder (DCH-Z310). Nun teilte das Unternehmen mit, auch noch eine batteriebetriebene Z-Wave-Sirene anbieten zu wollen.

Sie ist nicht identisch mit dem in Barcelona angekündigten Modell DCH-S220; letzteres ist netzbetrieben und über WLAN mit der Zentrale verbunden. Einen technischen Grund für diese Aufteilung gibt es aus Z-Wave-Sicht nicht: Am Markt gibt es bereits mindestens eine Sirene, die mit Netzstrom arbeitet und nach dem Protokoll funkt.

Die ersten Geräte sollen nach aktueller Planung Mitte Mai erscheinen. Noch kein konkretes Verkaufsdatum gibt es für ein Starter-Kit, das aus Hub, zwei IP-Kameras und zwei Tür-/Fenstersensoren besteht. Angepeilt ist dafür aber bereits ein unverbindlicher Verkaufspreis um 160 Euro. Künftig will D-Link noch Z-Wave-funkende Heizungs- und Raumthermostate sowie einen batteriebetriebenen Z-Wave-Schalter anbieten.

Nach Angaben von D-Link soll die gesamte Steuerlogik des Heimautomationssystems in die Cloud ausgelagert werden. Die Meldung vom Tür-/Fenstersensor, wenn das Fenster gerade geöffnet wurde, gelangt über den Hub also beispielsweise erst einmal an den D-Link-Server. Der sucht die passende Aktion heraus, die der Anwender hinterlegt hat. Diese Aktion – etwa „Das Licht einschalten” – übermittelt der Server anschließend über das Internet an den Hub, der seinerseits dann den Aktor anweist, diese auszuführen.

D-Link sieht in diesem Konstrukt vor allem die Chance, Heimautomationssysteme an verschiedenen Orten (mit mehreren Hubs) zu realisieren. So könne ein Nutzer sein eigenes Heim kontrollieren, aber ebenso etwa das seiner pflegebedürftigen Eltern.

Auch das Unternehmen erkenne aber das Problem, dass bei Störungen der Internetverbindung Aktionen nur verzögert oder eventuell gar nicht ausgeführt werden beziehungsweise Rückmeldungen nicht mehr an die Smartphone-App gelangen. (nij@ct.de)

ZigBee-Mikrocontroller mit NFC-Unterstützung

NXP hat den Wireless-Mikrocontroller JN5169 für Smart-Home-Lösungen nach den ZigBee-Profilen Light Link, Home Automation und Green Power angekündigt. Der Chip ist vorbereitet für die ZigBee-Spezifikation 3.0, die das Funkprotokoll neu ordnen soll. Unterstützt werden soll auch das IP-basierte Drahtlosprotokoll der Thread Group mit IEEE 802.15.4, IPv6 und 6LoWPAN. Software-Upgrades lassen sich over the air einspielen, der Chip hat 512 KByte integrierten Flash-Speicher.

Der neue Chip soll die doppelte Funkreichweite aller bisherigen NXP-Prozessoren im Smart-Home-Bereich haben. Damit ausgestattete Leuchtmittel kämen laut Entwickler auf eine Leistungsaufnahme von 100 mW im Standby. Laut NXP ist der JN5169 schließlich der erste Funkchip seiner Art, der Nahfeldkommunikation (NFC) beherrscht. So könnten Käufer von Produkten mit diesem Chip diese einfacher in ihre Netzwerke einbinden. (nij@ct.de)

Facebook veröffentlicht SDK fürs Internet der Dinge

Facebook hat auf seiner Entwicklerkonferenz f8 neue Software Development Kits für sein 2013 übernommenes Backend-as-a-Service-Angebot Parse vorgestellt. Umsetzen lassen sich damit Anwendungen aus den Bereichen Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) und Embedded Software, was Parse und damit letztlich Facebook offenbar zu einer stärkeren Präsenz im IoT-Bereich verhelfen soll.

Die auf GitHub zum Download bereitstehenden IoT-SDKs (siehe c’t-Link) umfassen unter anderem das Tracking von Daten, die etwa ein smarter Toaster liefert, sowie das Senden von Push-Benachrichtigungen. Entwickler können mit wenigen Zeilen Daten in der Parse-Cloud sichern und auf Analysefunktionen zurückgreifen, müssen sich mit dem Schreiben von serverseitigem Code oder der Pflege von Servern aber nicht auseinandersetzen.

Stellantriebe für smarte Heizungssteuerung

Das smarte Heizungssteuerungssystem Tado, das heimische Heizkessel unter anderem unter Einbeziehung des Standorts des Nutzers und der aktuellen Wettervorhersage steuert, wird zum Start der nächsten Heizungssaison im Herbst um Stellantriebe erweitert, die sich direkt am Heizkörper montieren lassen. Dies gab der gleichnamige Hersteller gegenüber c’t bekannt.

Die neuen Stellantriebe erlauben eine präzisere Regulierung der Temperatur in verschiedenen Räumen der Wohnung oder des Hauses. Bislang bezieht Tado in seine Berechnungen die Temperatur eines Punktes in der Wohnung ein und reguliert einzelne Heizkörper nicht. Die neuen Thermostaten, für die aktuell noch kein Preis feststeht, werden per Funk mit dem Hauptmodul des Tado-Systems gekoppelt und von diesem gesteuert. Alternativ lassen sie sich aber auch manuell betätigen.

Tado lässt sich seit Ende Februar über Smartwatches mit Android Wear als Betriebssystem steuern. Die dazu nötige App „Thermalwear for Tado“ entwickelte ein Kunde des Unternehmens. (nij@ct.de)

Erster energieautarker Z-Wave-Funksensor

Das Funkprotokoll Z-Wave hatte beim Thema Energy Harvesting bislang nichts vorzuweisen. Umso wichtiger ist für seine Unterstützer daher die Ankündigung des energieautarken Wetter- und Multisensors „Z-Weather“ aus dem Hause Popp. Neben der Windstärke misst das Gerät die Lufttemperatur, die relative Luftfeuchtigkeit, die Windgeschwindigkeit, den Luftdruck, die Lichtstärke und den Taupunkt – und übermittelt natürlich alle Werte zur Z-Wave-Steuerzentrale.

Der integrierte Akku wird mit Sonnenergie geladen, wobei ein Energie-Management sicherstellen soll, dass immer ausreichend Energie zur Verfügung steht, um im Notfall Wind- und Dämmerungswerte melden zu können. Ein Erscheinungsdatum für das Gerät gibt es noch nicht, die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei rund 170 Euro. (nij@ct.de)

Notizen

Mehr als 250 000 US-Dollar haben die Entwickler der smarten Geldbörse Woolet über Kickstarter gesamt. Die integrierte Elektronik kommuniziert per Bluetooth Smart mit einer App auf dem gekoppelten Smartphone. Droht der Nutzer die Geldbörse zu vergessen oder zu verlieren, macht Woolet mit Bellen auf sich aufmerksam – wobei je nach Modus entweder die App oder das Portemonnaie selbst Laut gibt.

Das polnische Unternehmen Fibaro hat eine neue Version seines Funkschalters für den Unterputzeinsatz auf den Markt gebracht. Der FGS-212 genannte „Relais-Unterputzeinsatz“ ist immer noch sehr klein, besitzt gegenüber dem bereits seit längerer Zeit verfügbaren FGS-211 aber größere Anschlüsse. Zudem liegt die maximale Last beim FGS-212 bei 2,5 statt wie bisher 3 kW.

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