Repariert und flexibler

c’t-WIMage: Neuerungen dank Creators Update

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Unser Skript c’t-WIMage erzeugt mit nur einem Doppelklick ein Abbild Ihrer Windows-Partition, welches sich leicht auf quasi beliebiger Hardware wiederherstellen lässt. Seit wir das Skript 2014 veröffentlicht haben, fragen uns Leser bei jeder neuen Windows-Version, ob es damit auch funktioniert. Beim gerade erschienenen Windows 10 Version 1703 lautet die Antwort: Ja, jetzt sogar mit USB-Sticks.

Um die naheliegenden Fragen gleich vorweg zu beantworten: Nein, es gibt keine neue Version von c’t-WIMage, und wenn Sie das Skript bereits im Einsatz haben, können Sie es weiterhin wie gewohnt verwenden – nun auch unter Windows 10 Version 1703. Sollten Sie c’t-WIMage noch nicht kennen, finden Sie eine erste Einführung im Kasten.

Neu ist, dass Microsoft im Creators Update einen Schönheitsfehler behoben hat. Denn in dessen Vorgängerversion, dem Anniversary Update, das Windows 10 im vergangenen Jahr auf die Versionsnummer 1607 hob, hatte Microsoft einen kleinen Bug eingebaut. Der steckte im bordeigenen Programm dism.exe, das c’t-WIMage unter der Haube zum Sichern der Dateien nutzt. Unter 1607 erstellte Images wurden deshalb beim Wiederherstellen vom Setup-Programm zwar zusammen mit allen anderen angeboten, allerdings ohne Name und Beschreibung. Bei allen anderen Images von Windows 8.1 bis Windows 10 Version 1511 erschien beides weiterhin. Der Bug machte die Abbilder zwar nicht unbrauchbar, weil das Datum des Images noch angezeigt wurde und man das gesuchte Image notfalls mit der von c’t-WIMage bei jedem Sichern aktualisierten Datei Backupliste.txt identifizieren konnte, unschön und lästig war es aber natürlich trotzdem [3]. ...

c’t-WIMage

Falls Sie sich mit c’t-WIMage noch nicht beschäftigt haben: hier eine Einführung in Kurzform zum Neugierigmachen. c’t-WIMage sichert die Windows-Partition mitsamt aller Programme, Einstellungen und Daten sowie aller NTFS-Besonderheiten wie Zugriffsrechte, EFS-Dateiverschlüsselung, Reparse Points und so weiter. Allerdings sichert es nicht wie ein herkömmlicher Imager sektor-, sondern dateibasiert, und zwar in Form eines Images in einer Container-Datei. Diese Datei kann mehrere Images auch unterschiedlicher Windows-Versionen enthalten, wobei platzsparend in quasi inkrementeller Form gespeichert wird. Das Ganze funktioniert mit allen Windows-Versionen und -Editionen ab 8.1.

Zum Wiederherstellen kommt ein auf den ersten Blick überraschendes Programm zum Einsatz: das Windows-Setup-Programm. Das macht heutzutage nämlich ohnehin nichts anderes mehr, als ein Image einer sauberen Windows-Installation auf die Festplatte zu schreiben und mit einem Bootloader zu versehen. Der wesentliche Trick von c’t-WIMage besteht darin, dem Windows-Setup-Programm ein selbst erzeugtes Image unterzuschieben: eines Ihrer Windows-Systempartition mit allem, was dazu gehört. Das ist kein böser Hack, sondern von Microsoft so vorgesehen, auch wenn es eigentlich für PC-Hersteller gedacht ist. Deren Recovery-Medien sind heutzutage auch bloß Windows-DVDs, bei denen das Original-Image ausgetauscht wurde gegen ein angepasstes, inklusive vorinstallierten Treibern, Programmen, Werbung und so weiter.

Das Wiederherstellen Ihres Images klappt dank Windows-Setup-Programm nicht nur auf dem PC, von dem das Image erstellt wurde, sondern auch auf jedem anderen, sofern nur ausreichend Festplattenplatz vorhanden ist. Wenn sich also auf einem PC ein 64-bittiges Windows 8.1 oder 10 sauber neu installieren lässt, können Sie darauf auch ein Image Ihres 64-bittigen Windows 8.1 oder 10 wiederherstellen; für 32 Bit gilt das Gleiche.

Als Sicherungsmedium nutzt man am einfachsten ein USB-Laufwerk. Wenn Sie unseren Anleitungen folgen, dient dieses dann auch als bootfähiges Wiederherstellungsmedium.

Eine ausführliche Beschreibung finden Sie in [1], beachten Sie bitte unbedingt auch die dazugehörige und weiterhin für Windows 8.1 und 10 gültige FAQ [2]. Ohne die Lektüre beider Artikel sollten Sie c’t-WIMage nicht einsetzen.

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Repariert und flexibler

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c't 11/2017, Seite 140 (ca. 3 redaktionelle Seiten)
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Artikel-Vorschau
  1. Nun auch für Sticks
  2. Stick einrichten
  3. Partitionieren und füllen
  4. c’t-WIMage

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