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Gaming-Monitore mit hohen Bildwiederholraten

Test & Kaufberatung | Test

Aktuelle Gaming-Displays versprechen, Spiele besonders geschmeidig darzustellen: Sie zeigen bis zu 240 Bilder pro Sekunde und liefern auch sonst, was Gamer wollen. Doch im Geschwindigkeitsrausch vernachlässigen manche Hersteller andere Punkte.

Ob ein Display Spiele flüssig darstellt, bestimmt die Bildwiederholrate des Panels. Je höher sie ausfällt, umso flüssiger wirken Bewegungsabläufe, weil sie aus mehr Einzelbildern bestehen. Diesen Effekt kann man nachvollziehen, indem man ein Fenster auf dem Desktop verschiebt: Bei niedrigeren Wiederholraten und schnellen Mausbewegungen hüpft das Fenster über den Schirm.

Wer einmal an einem 100-Hz-Monitor gesessen hat, mag die flüssige Darstellung nicht mehr missen. Wiederholraten jenseits von 60 Hz und Full-HD-Auflösung (1920 × 1080) unterstützen allerdings nur Monitore und Grafikkarten mit mindestens HDMI 2.0, WQHD (2560 × 1440) setzt mindestens DisplayPort 1.2 voraus. Die größte Verbesserung bringt der Umstieg von 60 auf 120 Hertz, doch selbst der Schritt auf 144 Hz beruhigt das Bild weiter. Ob höhere Bildraten darüber hinaus Vorteile bieten, hängt von der eigenen Wahrnehmung ab – und von der Grafikkarte, die solch hohe Bildraten auch liefern muss. Zur Einordnung: Selbst eine GeForce GTX 1080 Ti hat Schwierigkeiten, aktuelle Spitzentitel bei 2560 × 1440 und mit allen Einstellungsreglern am Anschlag mit 100 fps (frames per second, Bilder pro Sekunde) auszugeben.

Scharf bleibt das Bild bei Bewegungen nur dann, wenn das Display den Bildaufbau mindestens so schnell schafft, wie die Grafikkarte neues Material liefert. Schaltet es langsamer um, schimmert der letzte Zustand kurzzeitig als Geisterbild nach, was sich in der Darstellung als Unschärfe oder Doppelkontur äußert. Reicht es bei 60 Hz noch, wenn das Panel innerhalb von 16 ms umschaltet, müssen es bei 144 Hz schon 7 ms sein, bei der 240-Hz-Klasse gar nur noch 4 ms.

Sechs Gaming-Displays im Preisspektrum zwischen knapp 300 und 800 Euro mit einer Bildwiederholfrequenz von mindestens 144 Hz haben wir uns genauer angeschaut. Zwei von ihnen setzen zum dynamischen Abgleich der Bildrate zwischen Grafikkarte und Monitor auf Nvidias G-Sync, die anderen nutzen AMDs Gegenentwurf FreeSync.

Im Testfeld sind drei 24-Zöller mit Full-HD-Auflösung (1920 × 1080 Pixel) vertreten. Der günstigste Monitor im Feld kommt mit dem 24GM79G von LG (280 Euro), gefolgt von Dells Alienware-Display AW2518HF (500 Euro) und dem AOC Agon AG251FG (700 Euro).

Drei 27-Zöller treten mit QHD-Display (2560 × 1440 Pixel) an. Viewsonics brandneuer XG2730 soll mit Erscheinen dieser Ausgabe auf den Markt kommen und zwischen 600 und 660 Euro kosten. Der gebogene Samsung C27HG70 liegt bei etwa 700 Euro, der Acer Predator XB271HUBmiprz bei 780 Euro. ...

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c't 22/2017, Seite 118 (ca. 6 redaktionelle Seiten)
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Artikel-Vorschau
  1. Von Hertzen, Schlieren und Säumen
  2. Kleine Panel-Kunde
  3. Anschlüsse und Ausstattung
  4. Ergonomie und Bedienung
  5. Fazit
  6. Viewsonic XG2730
  7. LG 24GM79G
  8. Samsung C27GH70
  9. Acer Predator XB271HUBmiprz
  10. Dell Alienware AW2518HF
  11. AOC Agon AG25FG

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Kapitel
  1. Von Hertzen, Schlieren und Säumen
  2. Kleine Panel-Kunde
  3. Anschlüsse und Ausstattung
  4. Ergonomie und Bedienung
  5. Fazit
  6. Viewsonic XG2730
  7. LG 24GM79G
  8. Samsung C27GH70
  9. Acer Predator XB271HUBmiprz
  10. Dell Alienware AW2518HF
  11. AOC Agon AG25FG
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