Prüfen ohne Test-PC

Sicherstellen, dass mit c’t-WIMage erstellte Abbilder wirklich wiederherstellbar sind

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Eine Einführung und alle aktuellen Berichte zu c't-WIMage finden Sie auf der Projektseite ct.de/wimage.

Mit c’t-WIMage erstellen Sie Abbilder Ihrer Windows-Partition, die sich auf nahezu beliebiger Hardware wiederherstellen lassen. Doch wie prüft man nach dem Sichern, dass das Backup auch wirklich geklappt hat, wenn für eine probeweise Wiederherstellung kein Test-PC und keine freie Partition zur Verfügung stehen? Mit unserem Skript c’t-Win2VHD.

Zugegeben: Es schreibt sich ganz leicht, dass ein als Sicherungskopie erzeugtes Abbild der Windows-Installation erst dann als zuverlässig gelten darf, nachdem überprüft wurde, ob es sich wirklich wiederherstellen lässt. Doch in der Praxis bedeutet das, dass das erst dann wirklich sichergestellt ist, wenn man es probehalber mal erfolgreich durchgespielt hat – und um dabei die bestehende Installation nicht zu gefährden, braucht man einen Test-PC oder zumindest eine freie Partition, und sowas hat nun mal nicht jeder. Sofern Sie die Abbilder Ihrer Rechner mit unserem in [1] vorgestellten Skript c’t-WIMage erzeugen, geht das allerdings auch ohne solche Zutaten. Dank eines weiteren Skripts reicht es aus, wenn irgendwo auf einem beliebigen PCs auf einer der eingebauten SSDs oder Festplatten ausreichend Platz ist, wobei es egal ist, was sonst noch auf der Partition liegt. Und nach dem Test lassen sich alle Spuren davon ruckzuck rückstandslos entsorgen.

Falls Sie c’t-WIMage noch nicht kennen, finden Sie im Kasten eine kurze Einführung. Doch Obacht: Bitte lesen Sie vor dem Einsatz des Skripte unbedingt Anleitung und FAQ, zu finden über die neue Projektseite ct.de/wimage. ...

c’t-WIMage

Sie kennen c’t-WIMage noch nicht? Hier eine Einführung in Kurzform: Unser Skript sichert die Windows-Partition mitsamt aller Programme, Einstellungen und Daten sowie aller NTFS-Besonderheiten wie Zugriffsrechte, EFS-Dateiverschlüsselung, Reparse Points und so weiter. Allerdings sichert es nicht wie ein herkömmlicher Imager sektor-, sondern dateibasiert, und zwar in Form eines Images in einer Container-Datei. Diese Datei kann mehrere Images auch unterschiedlicher Windows-Versionen enthalten, wobei platzsparend in inkrementeller Form gespeichert wird. Das Ganze funktioniert mit allen Windows-Versionen und -Editionen ab 8.1 und auch mit dem gerade erschienen Fall Creators Update für Windows 10 (Version 1709).

Das Wiederherstellen erledigt nicht unser Skript, sondern üblicherweise das Windows-Setup-Programm. Das macht heutzutage ohnehin nichts anderes mehr, als ein Image einer sauberen Windows-Installation auf die Festplatte zu entpacken und mit einem Bootloader zu versehen. Der wesentliche Trick von c’t-WIMage besteht darin, dem Windows-Setup-Programm ein selbst erzeugtes Image unterzuschieben: eines Ihrer Windows-Systempartition mit allem, was dazu gehört.

Dies ist kein böser Hack, sondern von Microsoft so vorgesehen – auch wenn es eigentlich für PC-Hersteller gedacht ist. Deren Recovery-Medien sind letztlich auch bloß Windows-DVDs, bei denen das Original-Image ausgetauscht wurde gegen ein angepasstes, inklusive vorinstallierten Treibern, Programmen, Werbung und so weiter.

Dank Windows-Setup-Programm klappt das Wiederherstellen Ihres Image nicht nur auf dem PC, von dem das Image erstellt wurde, sondern auch auf jedem anderen, sofern nur ausreichend Festplattenplatz vorhanden ist. Wenn sich also auf einem PC ein 64-bittiges Windows 8.1 oder 10 sauber neu installieren lässt, können Sie darauf auch ein Image Ihres 64-bittigen Windows 8.1 oder 10 wiederherstellen; für 32 Bit gilt das Gleiche.

Als Sicherungsmedium nutzt man am einfachsten ein USB-Laufwerk. Wenn Sie unseren Anleitungen folgen, dient dieses dann auch als bootfähiges Wiederherstellungsmedium.

Sie möchten wissen, wie es weitergeht?

Prüfen ohne Test-PC

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c't 24/2017, Seite 148 (ca. 4 redaktionelle Seiten)
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Artikel-Vorschau
  1. Vorbereiten
  2. Wiederherstellen
  3. Kontrollieren
  4. Starten
  5. Nachsorge
  6. c’t-WIMage
  7. Neu: Projektseite für c’t-WIMage
  8. c’t-WIMage und das Fall Creators Update (1709): Probleme mit dem Subsystem für Linux

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