DSL-Sprinter

WLAN-Router für Super-Vectoring-Anschlüsse

Test & Kaufberatung | Test

Noch längst nicht kommt in jedem Haus ein Glasfaserbündel im Keller an, und so hat auch die Telefonleitung als Internetanschluss noch längst nicht ausgedient. Die ersten WLAN-Router für das neue Highspeed-DSL bringen tatsächlich fast 250 MBit/s ins LAN und manche auch eine Überraschung mit.

Seit Anfang August 2018 bietet die Deutsche Telekom nochmals beschleunigte Internetzugänge an. Mit Super-Vectoring klettert die Downstream-Datenrate gegenüber dem Standard-Vectoring von 100 auf 250 MBit/s, der Upstream bleibt bei 40 MBit/s. Weil die Downstream-Beschleunigung durch ein frequenzmäßig verbreitertes DSL-Signal zustande kommt, brauchen Super-Vectoring-Kunden neue Hardware, wenn sie die Leitung ausreizen wollen.

c’t hat fünf der ersten erhältlichen WLAN-Router getestet, die das dafür notwendige VDSL-Profil 35b beherrschen: Asus DSL-AC68VG, AVM Fritzbox 7590, Telekom Speedport W925V, TP-Link Archer VR2800v und Zyxel VMG8825. Letzteren vertreibt die Telekom als „Digitalisierungsbox Basic“ für Firmenkunden.

Alle Geräte sind All-in-one-Router. Sie bringen das interne Netz über beide Protokolle (IPv4 und IPv6) ins Internet, holen als IGMP-Proxy Multicast-IPTV (Telekom Entertain) ins LAN, verteilen beides per Ethernet und WLAN weiter und fungieren als VoIP-Telefonie-Umsetzer.

Zwei Modelle – AVM Fritzbox 7590 und Zyxel VMG8825 – eignen sich auch für Telefonie per SIP-Trunking, also für Anlagenanschlüsse mit Durchwahlen. Die drei Geräte von AVM, Telekom und Zyxel schmücken sich ferner mit einem S0-Bus. Er rettet noch taugliche ISDN-Hardware über die All-IP-Umstellung im Telekom-Netz hinaus vor dem E-Schrotthaufen [1].

Bis zu zwei analoge Telefone lassen sich an allen Geräten betreiben, aber eine DECT-Basis zum Anbinden schnurloser Telefone ist keine Selbstverständlichkeit. Wer darauf Wert legt, kann den Zyxel-Router von der Auswahl ausschließen. Weitere Merkmale fasst die Ergebnistabelle auf Seite 105 zusammen.

Die Fritzbox 7590 beherrscht nicht als einziges AVM-Gerät den Super-Vectoring-Betrieb: Auch die 6890 LTE versteht sich darauf [2]. Ferner soll zur IFA 2018 das Modell 7530 in den Handel kommen. Es ist gegenüber der 7590 heimnetzseitig abgespeckt: halb so schnelles WLAN (2 statt 4 MIMO-Streams), 1 statt 2 USB-Ports, 1 statt 2 analoge Telefone, kein ISDN-S0-Bus. 1&1 bietet das Gerät in schwarzem Gehäuse schon länger als HomeServer+ an. ...

Sie möchten wissen, wie es weitergeht?

DSL-Sprinter

2,49 €*

c't 19/2018, Seite 100 (ca. 6 redaktionelle Seiten)
Direkt nach dem Kauf steht Ihnen der Artikel als PDF zum Download zur Verfügung.

Artikel-Vorschau
  1. Modellvielfalt
  2. Routereinrichtung
  3. Sicherheit optimieren
  4. WPA2-Passwort verlängern!
  5. Datenumschlag
  6. Nutzdurchsatz
  7. WLAN-Verhalten
  8. Stromkosten
  9. Latenzgewinn
  10. Alter Router, neue Leitung
  11. Apropos Leitungslänge
  12. Fazit
  13. TP-Link Archer VR2800v
  14. Asus DSL-AC68VG
  15. Zyxel VMG8825
  16. AVM Fritzbox 7590
  17. Telekom Speedport W925V

Lesen Sie hier die Verbraucherinformationen

* Alle Preise verstehen sich inklusive der gesetzlichen MwSt.

Als c't-Plus-Abonnent gratis lesen

Anzeige
Artikel zum Thema
Anzeige