4K-Monitor am MacBook unter Windows

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An meinem MacBook Pro (13 Zoll) habe ich unter Windows den 4K-Monitor UP2414Q von Dell angeschlossen. Sobald ich den auf DisplayPort 1.2 einstelle, stürzt Windows ab, obwohl ich den neusten Grafiktreiber von Intel (Version 15.33.22.3621) installiert habe. Was ist da los?

Dieser Intel-Treiber hat offensichtlich einen Bug im Zusammenspiel mit diesem Monitor und DisplayPort 1.2. Steht der Monitor auf DisplayPort 1.1, läuft er problemlos – allerdings nur mit 30 Hz.

Für den 60-Hz-Betrieb – den sowohl der Monitor als auch der Intel-Grafikkern im MacBook-Prozessor nur über den MST-Umweg beherrschen – benötigen Sie einen neueren Grafiktreiber als den von Apples Boot Camp mitgelieferten. Dieser hat nämlich den unschönen Bug, dass im MST-Modus die beiden Displayhälften vertauscht sind (siehe auch c’t 15/14, S. 70 und S. 155). Das macht der von Ihnen installierte Intel-Treiber zwar besser, doch in der Kombination aus MacBook Pro 13" (2013) und Dell UP2414Q tritt ein anderer Fehler auf: Entweder flimmert das Notebook-Display ständig oder Windows 8.1 stürzt mit einem Bluescreen ab. Möglicherweise sind auch weitere Monitore und Notebooks betroffen, beispielsweise andere MacBooks Pro und Air mit Thunderbolt und Haswell-Prozessoren.

Wenn Sie nicht auf 60 Hz verzichten wollen, können Sie eine ältere Treiberversion installieren: Intel bietet die 15.33.18.3496 noch zum Download an, die den ersten Bug nicht mehr und den zweiten noch nicht aufweist. Rufen Sie die Installation auf und bestätigen Sie das Überschreiben einer neueren Version.

Nach einem Test mit wechselseitiger Installation der Versionen verweigerte die 15.33.18.3496 allerdings plötzlich die Installation, was wir nur mit einer Systemwiederherstellung beheben konnten. Erzeugen Sie also vor dem Installationsversuch sicherheitshalber einen Wiederherstellungspunkt („Systemsteuerung/Wiederherstellung/Systemwiederherstellung konfigurieren“, Schaltfläche „Erstellen“).

Wechseln Sie nach gelungener Installation zu Windows Update und suchen Sie dort nach Aktualisierungen – es wird das optionale Update des Grafikkartentreibers angezeigt. Ignorieren Sie es per Rechtsklick, sonst landet wieder die fehlerhafte Version 15.33.22.3621 im System. Denken Sie auch dran, die Installationsdatei der 15.33.18.3496 aufzubewahren, falls Intel diese löschen sollte, bevor eine fehlerbereinigte Treiberversion erscheint. (jow)

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