Eigene Songs am PC aufnehmen

Praxis & Tipps | Tipps & Tricks

Ich bin Hobby-Musiker und möchte meine selbst komponierten Stücke mit dem Computer aufnehmen. Mein Keyboard besitzt MIDI-Buchsen, mein PC nicht. Was muss ich nachrüsten?
Viele Soundkarten bringen MIDI-In und -Out mit. Bei älteren Modellen liegen die Signale am Gameport an, hier benötigen Sie für den Einstieg nur ein Adapterkabel. Anderenfalls können Sie eine MIDI-Schnittstelle als USB-Gerät nachrüsten. Bitte beachten Sie dabei, dass nicht alle Modelle Vista-kompatibel sind. Falls Sie Microsofts neues Betriebssystem benutzen, sollten Sie bei Kauf des USB-MIDI-Interface daher die Produktbeschreibung genau studieren.

Bei MIDI-Daten handelt es sich um reine Steuerinformationen, also - vereinfacht gesagt - um Angaben, welcher Ton mit welcher Anschlagstärke und -dauer über welches Instrument ausgegeben werden soll. Diese Informationen können Sie mit einem „MIDI-Sequencer“ auf dem Rechner aufnehmen und speichern, auf Wunsch nachbearbeiten und auch wieder an das Keyboard senden, das Ihnen dann die Melodie vorspielt - sofern es über eine interne Klangerzeugung verfügt, also nicht nur „Masterkeyboard“ ist.

Reine MIDI-Sequencer werden allerdings immer seltener. Viele aktuelle Programme können auch mit Audio-Signalen umgehen, um beispielsweise den über ein Keyboard eingespielten MIDI-Spuren auch Gesang oder Naturinstrumente wie etwa eine Gitarre hinzuzufügen. Zur Standardausstattung eines kommerziellen Audio-MIDI-Sequencers gehören inzwischen außer-dem „virtuelle“ Software-Instrumente und -Effekte, die von der CPU Ihres PC berechnet werden und Ihnen dann wie echte Geräte innerhalb der Sequencer-Umgebung zur Verfügung stehen.

Die Auswahl an MIDI-Sequencern reicht heute daher von „fast kostenlos“ bis „ganz teuer“. Mit überschaubarem Funktionsumfang und schlanker Bedienoberfläche sind die Programme „Apple Garage Band“ und „Steinberg Sequel“ speziell auf Recording-Neulinge zugeschnitten. An Fortgeschrittene richten sich hingegen die Anwendungen „Steinberg Cubase“ und „Logic“ von Apple. Für erste Schritte auf diesem Gebiet können Sie alternativ zu der V8SE-Version des Profi-Programms „Samplitude“ greifen, das Sie in der Vollversion auf der Heft-DVD der c't 11/07 finden. Eine einsteigergerechte Anleitung zu dieser Version haben wir in c't 12/07 veröffentlicht. (nij)

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