Einschlafen verhindern

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Wenn keine Nutzereingaben erfolgen, schläft mein Windows-PC nach einer halben Stunde ein. Auch ein langwieriges Backup, Upload von Daten über meine langsame DSL-Leitung, ein Virenscan oder andere heftige Aktivitäten hindern ihn nicht daran. Solche Aktionen lasse ich gerne nachts laufen, ich habe aber keine Lust, mich alle 25 Minuten wecken zu lassen, um mal an der Maus zu wackeln. Wie kann man dem PC beibringen, dass auch intensive Festplattenaktivität keine Leerlaufzeit ist und deshalb nicht zum Einschlafen berechtigt?

Mit Windows-Bordmitteln ist es nicht möglich, andere Aktivitäten des Rechners mit Nutzereingaben gleichzusetzen und so das Einschlafen zu verhindern. Das geht nur global: Sie können Windows in den Energieeinstellungen generell verbieten, von sich aus in einen Energiesparmodus zu wechseln oder herunterzufahren. Damit der Rechner dann nicht die ganze Nacht hindurch unnötig läuft, haben viele Virenscanner und Backup-Programme eine Option, mit der man sie anweisen kann, Windows nach getaner Arbeit herunterzufahren.

Wenn Sie die langwierigen Wartungsarbeiten über eine Batch-Datei oder ein Skript steuern, können Sie auch das um einen Aufruf ergänzen, der den PC am Ende herunterfährt oder in den Standby schickt. Der zugehörige System-Befehl heißt shutdown; Details zu seiner Nutzung verrät shutdown /?, einzugeben in einer Eingabeaufforderung.

Eine letzte Möglichkeit bilden Programme von Drittherstellern wie das kostenlose Tool „Don’t Sleep“ (siehe c’t-Link): Solange es läuft, verhindert es, dass Windows herunterfährt oder in einen Energiesparmodus wechselt. Wenn Sie ungefähr wissen, wie lange die zu schützende Aktion dauern wird, können Sie in Don’t Sleep auch einen Timer setzen, der dann das Programm beendet, die Sperre abschaltet oder Windows gleich herunterfährt. (hos)

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