Praxis & Tipps | FAQ

Daniel Berger

Content-Management-System Koken

Antworten auf die häufigsten Fragen

Koken?

Ich kann mir Namen nur schlecht merken – wer war doch gleich dieser Koken?

Laut Wikipedia war Ernst Koken ein deutscher Paläontologe. Koken ist aber auch ein Content-Management-System speziell für Fotografen und Designer, die ihre Arbeiten auf einer zeitgemäßen Website präsentieren möchten. Das CMS ist gratis und sehr einfach zu installieren (siehe c’t 14/14, Seite 148).

WordPress versus Koken

Koken wirkt interessant, aber kann ich nicht auch WordPress nehmen?

Wenn Sie vor allem Texte veröffentlichen und Fotos als Beiwerk einsetzen, ist WordPress keine schlechte Wahl. Mit vielen Plug-ins kann man das CMS mit zusätzlichen Funktionen aufrüsten, außerdem gibt es wesentlich mehr Design-Themes als für Koken.

Für Foto-Websites ist aber Koken das bessere CMS. Die Fotoverwaltung ist durchdacht und übersichtlich. Fotos lassen sich einfach mit Drag and Drop verschieben und in Alben sortieren – dagegen wirken die Medienverwaltung von WordPress und deren nachrüstbare Pendants frickelig. Ein weiterer Vorteil von Koken ist die Möglichkeit, das CMS über eine Publish-Services-Erweiterung mit Lightroom zu verbinden und zu befüllen.

Probleme mit virtuellen Kopien

Ich habe Koken mit Lightroom verbunden. Doch beim Upload einer virtuellen Bildkopie meckert Lightroom: „recordPublishedPhotoUrl: must be called after recordPublishedPhotoId“. Was läuft da schief?

Mit virtuellen Kopien, die man bei Lightroom von Fotos anlegen kann, hat Koken so seine Probleme. Haben Sie nämlich bereits das Original der Kopie via Lightroom hochgeladen, kommt es zu der Fehlermeldung; außerdem überschreibt die Kopie das Originalfoto. Es kann helfen, wenn Sie zuerst die virtuelle Kopie hochladen und später das Originalbild – dann sind beide Versionen bei Koken hinterlegt und auch das Ersetzen der Bilder funktioniert. Leider klappt der Workaround nicht immer.

Kryptische Fehlermeldungen

Beim Upload mit Lightroom über das Publish-Services-Plug-in erscheint eine sonderbare Fehlermeldung: „AgExportRendition:recordRemotePhotoId: remote ID must be a number or string“. Was will man mir sagen?

Die Fehlermeldung erscheint zum Beispiel dann, wenn der Webspace voll ist. Koken erzeugt von jedem Bild unterschiedliche Versionen in unterschiedlichen Größen. Wenn Sie umfangreiche Fotoalben anlegen möchten, benötigen Sie mehr Platz als erwartet.

Für ähnliche Fehlermeldungen, die sich nicht von selbst erklären, ist das Forum auf der Koken-Website die beste Anlaufstelle (siehe c’t-Link). Dort helfen Nutzer anderen Nutzern, und auch die drei Macher von Koken sind sehr aktiv. Zu kleinen Fehlern kann es immer mal wieder kommen, denn noch befindet sich das CMS in der Betaphase. Über die regelmäßigen Updates informiert das Backend; die Installation ist dort bequem erledigt.

Thumbnails ändern

Die Thumbnails der Foto-Alben zeigen öfter gar nicht das Hauptmotiv des Bildes. Kann ich das ändern?

Ja, das geht: Wenn Sie ein Bild in der Übersicht unter „Library“ doppelt anklicken, öffnet sich das Bild in einer Einzelansicht. Unten links legen Sie mit einem Klick auf das Kreis-Icon den „Focus Point“ fest – bei einem Porträt wären das die Augen. Bei der Erzeugung von Thumbnails steht dieser Bereich künftig im Mittelpunkt. Wenn Sie das Foto durch eine überarbeitete Version ersetzen, bleibt der Fokus gespeichert. Deshalb müssen Sie ihn anpassen, nachdem Sie das Bild beispielsweise enger beschnitten haben.

Bilder in Übergröße

Ich möchte gern große Panoramabilder zeigen, am liebsten in voller Auflösung. Doch nach dem Upload stellt die Website das Bild nicht in Originalgröße dar – warum nicht?

Koken liefert Fotos flexibel aus: auf Mobilgeräten sind es kleinere, auf PCs größere Versionen der Bilder. Die größte Fassung ist maximal 2048 Pixel breit oder hoch. Dass die Bilder auf Bildschirmen mit hoher Pixeldichte scharf aussehen, dafür sorgt unter „Settings/Image publishing“ ein Häkchen bei „Publish high resolution images“.

Ein weiteres Problem, das beim Upload von großen Bildern auftreten kann, ist die erlaubte Dateigröße, die bei Koken unter „Settings/System“ angegeben ist. Sie lässt sich etwa über die php.ini mit den Angaben upload_max_filesize = 50M und post_max_size = 55M erhöhen; in diesem Beispiel auf 50 MByte. Der zweite Wert muss etwas höher als der erste sein. Allerdings gestatten Webhoster selten den direkten Zugriff auf php.ini. Dann hilft die Kontaktaufnahme mit dem Anbieter.

-1 in der URL

Ich habe ein Foto-Album gelöscht, es dann aber mit gleichem Namen neu angelegt. In der URL hängt jetzt eine -1 hinter dem Albennamen. Wie kriege ich die da weg?

Leider können Sie die URLs von Alben nicht nachträglich ändern, diese Möglichkeit wollen die Entwickler in einer späteren Version nachliefern. Vor dem Anlegen des Albums hätten Sie zunächst den Papierkorb (Trash) leeren müssen. Wenn Sie nämlich ein Album löschen, legt es Koken zunächst dort ab. Solange das Album im Papierkorb liegt, ist die URL für neue Alben gesperrt. Um eine einmalige Adresse zu erzeugen, hängt Koken dann Zahlen an. Erst mit einem Klick auf „Empty trash“ wird die URL wieder freigegeben. (dbe)

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