Praxis & Tipps | FAQ

Rudolf Opitz

Google Cloud Print

Antworten auf die häufigsten Fragen

Drucker ins Netz

Wie finde ich heraus, ob mein Multifunktionsgerät Cloud-Print-fähig ist?

Um mit Googles Cloud-Dienst zu kommunizieren, braucht der Drucker oder das Multifunktionsgerät einen Internetzugang. Die meisten Multifunktionsdrucker ab rund 100 Euro verbinden sich via WLAN mit dem Router, bei teureren Modellen gibts auch einen Ethernet-Anschluss. Eine Liste mit Herstellern Cloud-Print-fähiger Geräte stellt Google unter http://www.google.com/cloudprint/learn/printers.html bereit.

Die Anmeldung für Google Cloud Print steht meist im Web-Frontend, das sich bei Geräten im (W)LAN durch Eintippen der IP-Adresse des Druckers in den Browser aufrufen lässt. Bei Canon-Modellen findet man sie im Einstellungsmenü direkt am Gerät. Am Browser reicht in der Regel ein Klick auf die Anmelden-Schaltfläche. Danach öffnet der Browser die Google-Seite, auf der man sich anmeldet und den Drucker für seinen Google-Account registriert. Canon-Geräte drucken stattdessen eine Seite mit einer URL und einem QR-Code aus, die jeweils auf die Google-Seite zum Anmelden und Registrieren weiterleiten.

Gruppen-Druck

Meine Freundin will von ihrem Google-Drive-Zugang aus auf meinem Cloud-Print-Gerät drucken. Wie kann ich den Drucker für sie freigeben?

Nach Anmeldung unter www.google.com/cloudprint klicken Sie auf Drucker, um die Geräteliste anzuzeigen. Nach Auswahl des freizugebenden Druckers wählen Sie „Teilen“ und geben die GMail-Adresse Ihrer Freundin in das Feld „Nutzer einladen“ ein. Danach können Sie zwischen „Druckberechtigung“ oder „Kann verwalten“ auswählen. „Druckberechtigung“ gewährt nur das Recht zu drucken. Bei „Kann verwalten“ darf sie den freigegebenen Drucker auch für andere freigeben. Wenn Ihre Freundin unter Google Drive etwa eine DOC-Datei öffnet und auf das Drucker-Symbol klickt, erscheint die Einladung für Ihren Drucker, die sie nur noch annehmen muss.

Mittler in die Cloud

Kann ich auch meinen älteren Drucker per Cloud Print erreichen?

Jeder Drucker, der unter Windows funktioniert, lässt sich für Google Cloud Print nutzen. Dazu benötigt man nur den aktuellen Chrome-Browser: Unter „Einstellungen / Erweiterte Einstellungen anzeigen“ gibt es den Abschnitt „Google Cloud Print“, unter dem man die am Rechner angeschlossenen Drucker für den Dienst freigeben kann. Chrome installiert dazu den Proxy „Cloud Print Connector“, der beim Windows-Boot automatisch startet. Die Windows-Drucker sind jedoch nur von unterwegs erreichbar, solange der Rechner läuft.

Formatfrage

Welche Dateiformate lassen sich über Google Cloud Print ausdrucken?

Am besten klappt der Druck von Standardformaten wie JPEG oder PDF, da aktuelle Drucker diese von Haus aus kennen und sie etwa von einem USB-Stick ohne PC-Hilfe ausdrucken. Andere Formate wie DOC, XLS oder ODT müssen für den Druck aufbereitet werden, was Google Docs übernimmt. Dabei gehen jedoch viele Formatierungen verloren; zudem kennt Docs nur wenige Standard-Schriftarten.

Besser arbeiten hier herstellereigene Cloud-Dienste, wie sie Epson und HP anbieten. Bei der Registrierung erhalten die Cloud-Drucker hier eine eigene E-Mail-Adresse zugewiesen. Mails an diese Drucker-Adresse werden inklusive Anhängen ausgedruckt, der Hersteller-Server übernimmt die Aufbereitung von Anhängen in gebräuchlichen Formaten.

Mobil drucken

Wie drucke ich von meinem Smartphone oder Tablet auf dem Cloud-Drucker aus?

Für Android-Geräte stellt Google die Gratis-App „Cloud Print“ bereit, über die man Fotos und Dateien aus Cloud-Speichern auswählen kann. Aus anderen Apps sendet man beispielsweise E-Mails über die „Teilen“-Funktion an die App, die den Druckauftrag an den Cloud-Drucker weiterleitet. Für iOS-Geräte gibt es die Google-App nicht; ab rund 90 Cent bekommt man aber Apps wie „gCloud Print“ von anderen Anbietern.

Alternativ stellen die Hersteller eigene Cloud-Dienste bereit, die man per E-Mail oder über separate Apps wie HP ePrint (für Android und iOS) mit Druckaufträgen beschickt. Auch das Unternehmen Cortado bietet mit ThinPrint einen eigenen Druckdienst in der Cloud an, den man nach Registrierung über die gleichnamige Gratis-App nutzen kann. ThinPrint arbeitet mit einer umfangreichen Treiberbibliothek für aktuelle und ältere Geräte, die die Druckaufbereitung übernimmt.

Wolkenfrei drucken

Kann ich von meinem Mobilgerät aus drucken, ohne die Daten der Cloud anvertrauen zu müssen?

Wenn der Drucker über das heimische Netzwerk ansprechbar ist, braucht man unter Android eine Druck-App, die Aufträge direkt per WLAN an das Gerät weiterleitet. Am besten sucht man im Play Store nach einer Gratis-App des jeweiligen Druckerherstellers. Bei Brother heißt sie iPrint&Scan, bei Epson nur iPrint und bei Canon EPP. Nur bei der App HP ePrint muss man aufpassen: Sie druckt stets über den gleichnamigen Cloud-Dienst des Herstellers.

Für iOS gibt es die Hersteller-Apps ebenfalls. Viele aktuelle Multifunktionsgeräte drucken über Apples AirPrint-Schnittstelle auch direkt von iPhone, iPad oder iPod touch. Es reicht, aus der jeweiligen App auf Drucken zu tippen, worauf das iOS-Gerät die im Netz verfügbaren AirPrint-Drucker anzeigt. Druckoptionen wie Papierwahl oder Qualität bietet AirPrint allerdings kaum an. Die Hersteller-Apps sind hier in der Regel deutlich flexibler und empfangen außerdem Scans von Multifunktionsgeräten, die man als JPEG oder PDF auf dem Mobilgerät speichern kann. (rop)

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