Praxis & Tipps | FAQ

Ragni Serina Zlotos

Wordpress verwalten und verbessern

Antworten auf die häufigsten Fragen

Fehler bei Installation

Nun habe ich Wordpress von Wordpress.org runtergeladen und in meinem Serververzeichnis entpackt. Aber der Installationshelfer lädt nicht, wenn ich meine URL aufrufe.

Die Fünf-Minuten-Installation von Wordpress kann an zwei Hindernissen scheitern: Oft braucht man eine „.htaccess“-Datei, die im gepackten Wordpress nicht mitgeliefert wird. Legen Sie probehalber eine leere Datei an, die so heißt. Dann versuchen Sie noch einmal, die URL zum künftigen Blog aufzurufen. Klappt noch nicht? Dann sind die Dateiberechtigungen vielleicht noch nicht richtig vergeben: Der Nutzer des Webservers muss Lese- und Schreibrechte haben – auch damit Ein-Klick-Updates der Software und Ein-Klick-Installationen von Themes und Plug-ins aus der Admin-Oberfläche von Wordpress heraus funktionieren.

Blog-Umstieg

Ich habe bisher einen Blogdienst oder andere Software benutzt. Wie kann ich den Umstieg auf Wordpress einfacher gestalten?

Für viele Blogdienste bietet Wordpress Importfunktionen. Diese werden zwar nicht mitgeliefert, sind aber aus Tools/Import heraus als Plug-ins mit einem Klick installierbar. Was Sie dort nicht finden, ist vielleicht noch in der Plug-in-Suche auffindbar. Die gängigen Dienste wie Blogger, Tumblr, Movable Type und LiveJournal werden jedoch unterstützt.

Datensicherung

Wie mache ich Backups von meinem Blog?

Eine Möglichkeit ist, sich beim Hoster regelmäßig einzuloggen und die automatischen Backups und einen Dump der Datenbank herunterzuladen.

Aber laufende Sicherheitskopien lassen sich auch automatisieren. Das Plug-in WP-Database-Backup beispielsweise lässt Sie wählen, welche Tabelleninhalte ins Backup sollen. Sie können sich selbst die Backups per E-Mail zustellen lassen, direkt aus Tools/Backup herunterladen oder auf dem Server speichern.

Eine Komplettlösung stellt BackupWordpress dar. Dieses Plug-in packt den Datenbank-Dump mit in das komplette Wordpress-Verzeichnis. In den Einstellungen lässt sich die Datei per E-Mail versenden. Ab einer bestimmten Dateigröße kommt aber lediglich eine Benachrichtigung mit einem Download-Link an. In den Einstellungen sollte man das Verzeichnis wp-content/backups/ vom Backup ausnehmen.

Design wird überschrieben

Wordpress lässt mich das vorhandene Design problemlos anpassen. Aber wird es beim Update dann nicht überschrieben?

Leider ist das so. Wenn Sie das Theme updaten, werden alle Ihre Änderungen überschrieben. Lösung: Legen Sie ein Child-Theme an. Dafür erstellen Sie im Ordner wp-content/themes/ einen neuen Ordner und geben diesem einen noch nicht vorhandenen Namen. Ein solches Child-Theme muss mindestens die Datei styles.css enthalten. Diese muss so beginnen:

/*
Theme Name:     THEMENAME
Template:       ELTERNNAME
*/@import url(../ELTERNNAME/style.css);

Den „Theme Name“ können Sie frei wählen, neben Template“ tragen Sie das Eltern-Template ein – in Kleinbuchstaben und mit Bindestrichen zwischen Wörtern, sofern der Name sich aus mehreren Wörtern zusammensetzt. Wenn Sie das Stylesheet wie angegeben importieren, können Sie einzelne Teile variieren und müssen nicht alles überschreiben. Sie können auch alle anderen Aspekte des Templates ändern. Solange Sie die Dateinamen und Speicherorte in Ihrem Child-Theme genauso benennen wie in dem Theme, von dem diese erben, werden im Eltern-Theme vorhandene Anweisungen einfach durch die neuen ersetzt.

Wordpress-Designs googeln

Bei der Google-Suche finde ich schöne Designs, kann ich die übernehmen?

Lieber nicht. Bei Themes von anderen als der offiziellen Wordpress-Projektseite ist große Vorsicht geboten. Denn die „free wordpress themes“, die Sie mit Google finden können, beinhalten oft versteckten Binärcode, der Malware enthalten kann. Installieren Sie daher nur aus dem Wordpress-Dashboard heraus, dort gibt es auch eine Vorschau für Sie.

Statistik-Tools

Welches Webanalyse-Tool eignet sich für Wordpress?

Ein selbst gehostetes Tool hat den Vorteil, dass Sie den Bedingungen des deutschen Datenschutzrechts leichter entsprechen können. Viele nutzen daher beispielsweise die freie Software Piwik. Diese müssen Sie zunächst auf Ihrem Webserver, etwa im Verzeichnis Ihres Blogs installieren und einrichten.

Kopieren Sie die Nummer des Authentifizierungs-Token von der Seite „API“ auf der Verwaltungsoberfläche von Piwik. Anschließend installieren Sie für Wordpress das Plug-in WP-Piwik, fügen in dessen Einstellungen die URL zu Ihrer Piwik-Installation und das Token ein. Sie müssen nun noch mithilfe des Plug-ins den Code automatisch in den Footer einbetten. Sobald das Plug-in eingerichtet ist, liefert Ihnen Piwik frische Statistiken. (rzl)

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