Friedliche Koexistenz: DOS, OS/2, Windows NT und Linux

Praxis & Tipps | Tipps & Tricks

Beim Versuch, DOS, OS/2 Warp 3, Windows NT 3.5 und Linux auf meinem System zu installieren, bleibt immer eines der Betriebssysteme auf der Strecke. Gibt es einen Weg, alle vier Systeme auf einer Platte zu installieren?
Die genannten Betriebssysteme koexistieren ohne weiteres. Bei der Installation ist aber eine bestimmte Reihenfolge einzuhalten. Bei uns hat sich folgende bewährt: Zuerst wird DOS auf einer primären Partition aufgespielt. Beim bestimmen der Größe via DOS-Fdisk muß noch genug Platz für die anderen Betriebssysteme (ca. 150 MByte pro System) bleiben. Als nächstes folgt OS/2 Warp 3. Hier wählt man eine individuelle Installation und erstellt mit dem OS/2-eigenen FDisk zunächst eine Bootmanager-Partition. Als nächstes richtet man eine primäre Partition ein, die später Linux aufnimmt. Zum Schluß folgen logische Laufwerke in einer erweiterten Partition für OS/2, NT und eventuelle Datenlaufwerke. Bildet die erweiterte Partition die letzte auf der Platte, so läßt sie sich mit dem FDisk von OS/2 auch nach der Installation noch vergrößern.

Eines der logischen Laufwerke wird vor dem Verlassen von Fdisk als Installationspartition für OS/2 ausgewählt. Es empfiehlt sich, diese mit einem FAT-Dateisystem zu formatieren, damit Änderungen der OS/2-CONFIG.SYS auch von DOS aus möglich sind. Die weitere Warp-Installation erfolgt wie gewohnt. Läuft OS/2 einwandfrei, so muß die DOS-Partition unbedingt via DOS-Fdisk als aktive Partition gekennzeichnet werden, um den Bootmanager vorübergehend zu desaktivieren.

Bei NT wählt man zweckmäßigerweise eine benutzerdefinierte Installation. Auch hier empfiehlt es sich, ein FAT-Filesystem zu benutzen. Nach Abschluß der NT-Installation wird die für das vierte Betriebssystem vorgesehene primäre Partition aktiviert. Linux sollte sich auf diese ohne Probleme aufspielen lassen, man muß nur verhindern, daß sich der Lilo-Bootmanager installiert.

Zu guter Letzt erfolgt die Aktivierung des OS/2-Bootmanagers, über den dann OS/2, DOS und Linux direkt gestartet werden können. NT ist nur über den Umweg DOS und den hier eingeklinkten NT-Bootmanager startbar.(gs)

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