HEVC-Decoder fehlt in Windows 10

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¯ Ich habe das letzte Windows-10-Upgrade (1709, „Fall Creators Update“) zum Anlass genommen, meinen PC mal von Grund auf neu aufzusetzen. Im Großen und Ganzen klappt alles, aber ich kann bestimmte Videos nicht wiedergeben und bekomme keine 4K-Inhalte von Netflix mehr auf den Schirm. Was habe ich vergessen?

¯ Vermutlich gar nichts: Im Unterschied zu früheren Windows-Versionen liefert Microsoft im aktuellen Windows 10 von Haus aus keinen HEVC-Decoder mehr mit. Sie können ihn kostenlos über den Store nachinstallieren; die benötigte App heißt „HEVC Video Extension“ (siehe ct.de/yk44).

Die Erweiterung unterstützt die hardwarebeschleunigte HEVC-Wiedergabe über aktuelle Grafikeinheiten und Grafikchips. HEVC-Videos werden dabei von den integrierten Grafikeinheiten der Intel-Prozessorserien Skylake (Core i-6000, nur 8 Bit), Kaby Lake (Core i-7000) sowie Kaby Lake Refresh und Coffee Lake (Core i-8000) dekodiert. Hinzu kommen die Grafikprozessoren auf Grafikkarten der Generationen AMD Radeon RX 400, RX 500 und RX Vega 56/64 sowie jene auf Nvidia-Grafikkarten der Serie GeForce GTX 1000 (Pascal) sowie die Modelle GeForce GTX 960 und GeForce GTX 950.

Falls der Store Ihnen die HEVC Video Extension nicht anbietet, hat vermutlich Windows Update über das Paket KB4041994 bereits einen HEVC-Codec installiert. Nach welchem Muster Microsoft die Rechner auswählt, auf denen das passiert, ließ sich bislang nicht in Erfahrung bringen. Sollte der Patch auf Ihrem Rechner schon vorhanden sein, steht jedenfalls der HEVC-Wiedergabe nichts im Weg und die Extension sollte unnötig sein. (mfi@ct.de)

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