Hub-Tester zu Hub-Fixer umbauen

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Ich möchte den leicht zu bastelnden Hub-Tester aus c’t 7/15 nachbauen. Dabei sollte es doch nicht so schwer sein, die Schaltung zu einem „Hub-Fixer“ auszubauen, indem man die erforderliche Diode und einen Typ-A-Stecker vorsieht, sodass die vom Hub angelegte Versorgungsspannung nicht zum Typ-A-Stecker durchdringt. Ich habe nämlich den einen oder anderen Kandidaten, den ich so vielleicht noch retten kann.

Auch wenn es – mit unserem Hub-Tester – leicht ist, das Problem zu diagnostizieren, ist es nicht automatisch auch leicht zu beheben. Die USB-Spezifikation sieht nämlich keine Dioden im Kabel zwischen Host und Device vor. Über einer gewöhnlichen Diode fallen 0,7 Volt ab, womit die zulässige Toleranz von VBus bereits unterschritten wäre. Wenn, dann käme daher nur eine Schottky-Diode in Frage.

Aber auch dann lauern noch andere Fallstricke: So handeln USB-Geräte über passive Widerstandsbeschaltungen zwischen den einzelnen Adern aus, welche Geschwindigkeiten und Ströme zulässig sind. Nach USB Power Delivery respektive USB Typ C ist es sogar möglich, dass die Geräte die Rollen von Quelle und Senke dynamisch verändern. Außerdem beeinträchtigt jede zusätzliche Steckverbindung die Signalqualität. Nicht ohne Grund verbietet die USB-Spezifikation passive Verlängerungskabel.

Letztlich dürfte es kaum möglich sein, einen einfachen Adapter zu bauen, der einerseits die Rückwärtsspeisung sauber verhindert und andererseits zuverlässig mit allen Geräten funktioniert. Es gibt aber eine einfache Lösung: Schalten Sie einen spezifikationsgetreuen Hub, der nicht zurückspeist, zwischen den PC und das verdächtige Gerät. (bbe@ct.de)

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