IPFire auf dem Raspberry Pi

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Ich habe den Artikel über CoDel und IPFire gelesen (c’t 20/13, S. 184) und frage mich, ob die Leistung eines Raspberry Pi den Anforderungen genügt. Gleiches wüsste ich gerne für den Arduino Due.

Für den Arduino Due gibt es derzeit keinen passenden Kernel, aber IPFire ist tatsächlich seit Kurzem auf dem Raspberry Pi lauffähig – jedoch nur eingeschränkt. Die Ressourcen des Minirechners sind besonders in puncto Arbeitsspeicher zu gering, um beispielsweise Dienste wie den Web-Proxy und die Einbruchserkennung zu nutzen.

Außerdem müsste man den Raspy im Prinzip mit einer zweiten Ethernet-Schnittstelle ausstatten. Das geht allenfalls nur via USB. Wie im Artikel beschrieben, sollte man einen solchen Betrieb dennoch vermeiden, weil jeder Controller und jedes zusätzliche Netzwerkelement eigene Puffer hat. Je mehr Puffer aber auf einer Strecke, desto höher die Wahrscheinlichkeit für den nachteiligen Bufferbloat-Effekt.

Diese Makel führen dann dazu, dass man CoDel und die volle Geschwindigkeit der Internet-Leitung nicht optimal nutzen kann. Daher raten wir derzeit davon ab, den Raspy als Router in Produktivumgebungen einzusetzen. Um sich hingegen mit CoDel, Bufferbloat und IPFire vertraut zu machen, ist es freilich ausreichend geeignet. (dz)

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