Keine Eingabegeräte bei Windows-7-Installation

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Ich habe mir einen PC mit aktueller Hardware zusammengeschraubt. Bei der Installation von Windows 7 reagieren Maus und Tastatur nicht mehr, obwohl sie im BIOS-Setup funktionieren.

Hier stolpert das inzwischen sechs Jahre alte Windows 7 über einen Fallstrick moderner Chipsätze. Bei den USB-Controllern der Braswell-SoCs (Pentium und Celeron N3000) und der Serie-100-Chipsätze für die Skylake-Prozessoren ist der EHCI-Modus weggefallen. Stattdessen sprechen diese nur noch im moderneren xHCI-Modus, doch für diesen fehlt Windows 7 der passende Treiber. Deshalb funktionieren Maus und Tastatur bei der Installation nicht.

Lösen lässt sich diese Zwickmühle auf mehrere Arten. Wenn man Windows 7 vom USB-Stick aus installiert, braucht man lediglich die zum Mainboard mitgelieferte Treiber-DVD ins optische Laufwerk einzulegen. Der Installationsassistent holt sich den Treiber dann automatisch von der Scheibe. Ein zweiter USB-Stick mit dem neueren Treiber hilft nicht weiter, weil zu diesem Zeitpunkt der Installation die USB-Ports bereits brachliegen.

Zudem bieten die Mainboard-Hersteller eigene Tools an, die aus der Windows-7-DVD einen USB-Installationsstick erzeugen und den Treiber mit hineinpacken (siehe c’t-Link). Bei Boards mit PS/2-Anschlüssen gibt es einen dritten Weg: Dort lässt sich das USB-Problem umgehen, indem man ältere Eingabegeräte mit PS/2-Schnittstelle benutzt. Schließen Sie Maus und Tastatur dabei nur bei ausgeschaltetem PC an, weil sonst Schäden am Mainboard drohen. (chh@ct.de)

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