LGA-1366-Workstation aufrüsten

Praxis & Tipps | Tipps & Tricks

Mit großem Interesse habe ich in c’t 21/15 Ihren Artikel zum Upgrade älterer Xeon-Boards gelesen. Da ich eine Dual-Xeon-Workstation des Typs Dell Precision 7400 besitze, würde mich interessieren, ob das zugrundeliegende noch ältere Board im Vergleich zum LGA-1366-Board in Ihrem Artikel zumindest mit einer aktuellen Grafikkarte und zeitgemäßen Schnittstellen aufgerüstet werden kann. Der Chipsatz ist ein Intel 5400 und die CPUs sind Xeons mit einem Takt von 3 GHz. Dazu kommen 16 GByte RAM, eine Nvidia-Grafikkarte mit 1,5 GByte Speicher und ein Perc-RAID-Controller. Für das Update habe ich an die Grafikkarte MSI GTX 960 mit 4 GByte für zirka 200 Euro gedacht. Zusätzlich möchte ich eine PCIe-Karte mit USB-3.0-Schnittstellen und SATA-6G-Anschluss einbauen. Denken Sie, dass dies klappen könnte?

Ihr Rechner ist leistungsfähig genug, um die von Ihnen angestrebte GeForce GTX 960 auszureizen. Bei der Schnittstellenkarte wird es hingegen komplizierter: Vergleichsweise günstige per PCIe angebundene USB-SATA-Kombi-Controller arbeiten normalerweise langsamer als ihre Onboard-Pendants. Die USB-3.0-Ports einer solchen Nachrüstkarte liefern zwar höhere Datenraten als USB-2.0-Anschlüsse, die volle USB-3.0-Geschwindigkeit erreichen sie jedoch nicht unbedingt. Nachgerüstete SATA-6G-Controller arbeiten unter Umständen nur wenig schneller als der auf dem Mainboard vorhandene SATA-II-Controller. Das ist unter anderem so, weil viele Schnittstellenkarten lediglich mit einer Lane auf dem PCIe-Bus angebunden sind (PCIe x1). Für eine ordentliche Leistung benötigt man jedoch mindestens eine mit vier Lanes angebundene Schnittstellenkarte (PCIe x4). (fkn@ct.de)

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