MacBook-Akku defekt ?

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Ich war kürzlich mit meinem MacBook Air aus dem Jahr 2011 im Apple Store, weil ich den Akku auswechseln lassen wollte. Der Experte an der Genius Bar startete ein Diagnose-Tool, das ihm anzeigte, der Akku habe noch 94 Prozent Kapazität und erst 120 Ladezyklen hinter sich (was wohl daran liegt, dass ich es zu Hause meistens am Netzteil betreibe). Seiner Meinung nach sei der Akku noch voll in Ordnung. Von der 129 Euro teuren Reparatur rate er daher ab. Also ließ ich es bleiben, weil ich das Geld sparen wollte. Dennoch geht das MacBook zum Teil schon nach anderthalb Stunden aus, obwohl ich nur Texte schreibe und Mails lese. Wie passt das zusammen?

Wir wissen nicht, welches Diagnose-Tool der Genius-Bar-Mitarbeiter da verwendet hat, aber vermutlich fragt es nur die beiden Werte ab, ohne die Qualität der Akkuzellen selbst zu prüfen. Die altern nun mal, und nach vier Jahren schwindet die Kapazität eines jeden Akkus merklich. Erst recht, wenn Sie das Netzteil stets eingestöpselt lassen. So lästig das ist: Das stete Aus- und Einstöpseln beschert dem Akku ein längeres Leben. Wir hatten bei einem Redaktionsgerät einen ähnlichen Fall, da war vermutlich schlicht eine Zelle defekt. Die Höhe des Preises für den Wechsel eines Marken-Akkus liegt im üblichen Bereich und Sie bekommen ein Original-Ersatzteil – fertig eingebaut. Unser MacBook Air aus dem gleichen Jahr läuft jedenfalls seither wieder sechs Stunden durch, wir haben die Investition nicht bereut. (se@ct.de)

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