Mini-PC als Heimserver

Praxis & Tipps | Tipps & Tricks

Für mein kleines Heimnetz suche ich einen möglichst sparsamen und leisen Server. Erfüllt ein (lüfterloser) Atom-Nettop diesen Zweck?
Die Rechenleistung eines Intel Atom N270 oder 230 im Verbund mit 1 GByte RAM reicht für typische Serveraufgaben in einem kleinen Netz aus. Wenn Ihr Home-Server jedoch mehr als 500 GByte Festplatten-Speicherplatz bereithalten soll, dann ist es mit der Sparsamkeit schnell vorbei.

Viele Mini-Rechner sind unter anderem deshalb sparsamer und leiser als herkömmliche Desktop-PCs, weil in ihnen statt normaler 3,5-Zoll-Festplatten ein einziges der in Notebooks üblichen 2,5-Zoll-Laufwerke steckt, das mit wenig Strom und Kühlluft auskommt. Schließt man zusätzlich zwei externe USB- oder eSATA-Festplatten an, von denen viele deutlich mehr als jeweils 10 Watt schlucken, dann wächst die kombinierte Leistungsaufnahme rasch in den Bereich sparsamer Desktop-Rechner, nämlich auf 35 bis 45 Watt im Leerlauf – und lauter wird es auch.

Für Heimserver mit mehr Plattenkapazität sinnvoller ist deshalb ein sparsamer Midi-Tower-PC mit 80-Plus-Netzteil und 5400-Touren-Festplatten, etwa aus den Baureihen Samsung SpinPoint F2 EcoGreen oder WD Caviar Green. Einige Beispielkonfigurationen finden Sie in c't 26/08 ab Seite 196 (Datenpumpe, Tipps zum Bau eines schnellen Netzwerkspeichers), einen Eigenbau-PC mit 37 Watt Leerlaufleistungsaufnahme in c't 17/08 ab Seite 90 (Leiser schrauben, 250-Euro-Rechner im Eigenbau). Eine Alternative wäre ein sparsames NAS-Gerät (Network Attached Storage) mit großem (Software-)Funktionsumfang; Windows-Home-Server-Systeme mit Atom-Prozessor und Platz für vier Platten sind für unter 400 Euro erhältlich (etwa Acer easyStore H340, siehe c't 13/09, S. 56).

Wechselt ein Home-Server bei längeren Leerlaufphasen automatisch in den Standby-Modus (und wacht bei LAN-Zugriffen auch wieder auf), braucht er möglicherweise weniger Energie als ein sparsameres, aber kontinuierlich arbeitendes Gerät.

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