Pieps-PC

Praxis & Tipps | Tipps & Tricks

Mein Sony-Desktop-PC VGC-RA204 Pentium 4 (3,6 GHz) gibt leider einen leisen, aber sehr hohen Ton von sich. Dieser ist mit dem Pfeifen vergleichbar, das auch ältere Fernsehgeräte von sich geben. Auch nach dem Tausch des Gerätes und sogar nach dem Wechsel auf ein anderes Modell (VGC-RA204) bleibt das für mich als Tinnitus-Patient sehr störende Geräusch, das meine Freundin aber gar nicht hört. Welches Bauteil könnte es verursachen oder wie könnte ich ihm auf die Spur kommen?
Vor allem induktive Bauteile (Spulen mit Ferritkern) auf PC-Mainboards und in ATX-Netzteilen können durch die magnetischen Kraftfelder der schnell veränderlichen Ströme in den Spulendrähten mechanisch schwingen. Bei unsauberer Fertigung oder Verarbeitung der Spulen und bestimmten Strom-Signalformen werden diese Schwingungen als Störgeräusche hörbar. Das tritt in einigen Fällen nur in bestimmten Lastsituationen des Gerätes auf.

Seltener betroffen sind induktive Wandler für Netzwerk-Ports. Störgeräusche gibt es auch bei Hochspannungswandlern für die Hintergrundbeleuchtung in LC-Displays von Flachbildschirmen und Notebooks sowie für Kaltkathoden-Emissionslampen in beleuchteten Tastaturen und Case-Modding-Komponenten.

Ein alter Trick zum Aufspüren der genauen Quelle von Störgeräuschen ist eine längere Pappröhre (etwa von einer Küchenpapier-Rolle), die man sich ans Ohr presst. Hält man dann noch das andere Ohr zu, kann man mit der Papprolle langsam über das Mainboard oder an Geräteseiten entlang fahren, um die Stelle zu finden, an welcher das Störgeräusch am lautesten ist.

Nach unserer Auffassung sind piepende Spannungswandler ein Reklamationsgrund. Doch in manchen Fällen scheinen Hersteller solchen Reklamationen ausweichen zu wollen. (ciw)