Ruhezustand lahm?

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Eines Tages fiel mir auf, dass der Wechsel in den Ruhezustand bei meinen sehr ähnlich bestückten Windows-7-PCs unterschiedlich lange dauert: der eine schaltet sich schon nach etwa 10 Sekunden ab, der andere braucht doppelt so lange. Woran liegt das? Beide Rechner besitzen 4 GByte RAM und auch die „Suspend-to-Disk“-Datei hiberfil.sys ist gleich groß.
Dieser Windows-7-PC nutzt gerade 2,06 GByte beziehungsweise 55 Prozent seines physischen RAM.
Nominell ist die Datei hiberfil.sys, in der Windows vor dem Wechsel in den Ruhezustand und auch beim hybriden Standby-Modus den Inhalt des RAM puffert, fast immer exakt genauso groß wie der eingebaute Hauptspeicher. Doch je nach dessen aktuellem Füllstand schreibt das System unterschiedlich viele Daten auf die Platte – und wie lange das jeweils dauert, hängt auch von deren Geschwindigkeit ab: 2,5-Zoll-Magnetplatten in Notebooks oder Solid-State Disks niedriger Kapazität arbeiten (beim Schreiben) langsamer als viele Desktop-PC-Laufwerke.
Der Task-Manager verrät in der grünen „Pegelanzeige“ unter der Bezeichnung Arbeitsspeicher die aktuell belegte RAM-Menge. Zwar nutzt Windows seit Vista das RAM stärker zum Puffern von Festplattendaten, doch diese Daten – laut Task-Manager „Im Cache“ – landen anscheinend nicht in der Datei hiberfil.sys, denn sie sind ja ohnehin auf dem Massenspeicher vorhanden. Bei einem Kurztest im c’t-Labor zeigte sich jedenfalls, dass die Zeitdauer vom Klick auf die Schaltfläche „Herunterfahren“ bis zum Abschalten des PC-Netzteils ungefähr proportional ist zur Menge des jeweils zuvor belegten RAM. (ciw)

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