SATA-Stromsparmechanismus

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Was passiert, wenn ich das SATA Link Power Management meiner SSD abschalte?

Beim SATA Link Power Management (LPM) handelt es sich um eine Stromsparfunktion moderner SATA-Hostadapter und -Laufwerke. Normalerweise sollte nach der Installation aller Treiber LPM aktiv sein. In der grafischen Bedienoberfläche für Intels Rapid Storage Technology (RST) können Sie prüfen, ob das der Fall ist. Deaktiviert man LPM dort, steigt die Leistungsaufnahme des PC an.

Bei unserem 11-Watt-PC aus c’t 24/13 beträgt der Unterschied bei ruhendem Windows-Desktop 5,4 Watt (16,4 statt 11,0 Watt). Dieser Wert hat aber nichts mit dem zu tun, was die Laufwerke an Strom verheizen. Einen Hinweis auf die wahre Ursache liefert die Beobachtung, dass ohne den RST-Treiber die Leistungsaufnahme etwa um den gleichen Betrag höher liegt. Prozessor und Chipsatz erreichen nämlich nur dann die tiefsten Schlafzustände (alias Package C-States), wenn alle beteiligten Komponenten grünes Licht geben.

Windows 8 verwendet automatisch den Microsoft-eigenen Treiber storahci.sys (Windows 7: msahci.sys), der anscheinend nicht die tiefsten SATA-Sparfunktionen erlaubt. Erst der Intel-eigene iastor.sys, der im Treiberpaket für die Rapid Storage Technology (RST) steckt, schaltet LPM frei. Kurzum: Wenn irgend möglich, sollten Sie LPM aktiv lassen. Lediglich bei einigen zickigen SSDs soll das Abschalten das Einspielen von Firmware-Upgrades erleichtern (siehe c’t 16/12, S. 144). (bbe)

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