Safari lahmt

Praxis & Tipps | Tipps & Tricks

Das Surfen in Safari ist sehr träge geworden, die Seiten bauen sich in Zeitlupe auf. Beim Scrollen der Seite erscheint bereits der Wartecursor. Was ist da los?

Safari 5 und höher verwendet einen DNS-Prefetching genannten Mechanismus, der eigentlich das Laden von Webseiten beschleunigen soll. Das erzielt er dadurch, dass alle in einer Seite eingebetteten Links wie schon vor einem Klick darauf in IP-Adressen aufgelöst werden. Das Umwandeln einer URL in eine IP-Adresse wie 192.168.2.1 übernimmt der in den Netzwerkeinstellungen festgelegte DNS-Server. Manche DNS-Server kommen allerdings mit der Kaskade von Anfragen, die das Prefetching mit sich bringt, nicht zurecht.

Die Wahl eines schnelleren DNS-Servers löst das Problem. Glücklicherweise ist man hier nicht auf die Vorgaben seines Internet-Providers angewiesen und kann einen beliebigen Server festlegen. Empfehlenswert sind die freien DNS-Server OpenDNS (208.67.222.222 und 208.67.220.220) und Google Public DNS (8.8.8.8 und 8.8.4.4). Da die Netzwerkkonfiguration Ihres Mac in der Regel mit Hilfe von DHCP über den Router vorgenommen wird, geben Sie die neuen DNS-Server über die Web-Administrationsoberfläche auch dort ein. Um die Einstellungen am Mac ohne Neustart zu übernehmen, öffnen Sie das Netzwerk-Kontrollfeld in den Systemeinstellungen, klicken unten rechts auf „Weitere Optionen“ und dann auf „DHCP-Lease erneuern“.

Alternativ können Sie auch das DNS-Prefetching abschalten und die Konfiguration des DNS-Server dann meist belassen. Öffnen Sie dazu das Terminal, geben folgende Zeile ein und bestätigen mit der Return-Taste:

defaults write com.apple.safari WebKitDNSPrefetchingEnabled NO

Wenn Sie später das DNS-Prefetching wieder aktivieren wollen:

defaults delete com.apple.safari WebKitDNSPrefetchingEnabled YES

Bei Safari-Version 4 und älter nützt das aber nichts, denn die beherrschen das Prefetching noch nicht. Wählen Sie dann gleich einen besseren DNS-Dienst. (thk)

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