Saftloses Notebook

Praxis & Tipps | Tipps & Tricks

Wenn ich mein Notebook Toshiba 1950CS am Freitag abend voll aufgeladen im Büro einschließe, sind die Akkus am Montag morgen ganz entladen.
Zu diesem Problem gibt es zwei mögliche Antworten. Entweder kann das Notebook nicht ganz ausgeschaltet sein, oder der Akku bringt nicht mehr seine volle Leistung.

Viele Notebooks haben verschiedene Stromsparfunktionen, die bei falschem Einsatz zum Stromfresser werden können. Wenn man seinen Rechner im Resume- oder Suspend Mode (nicht Suspend to Disk) beläßt, statt ihn auszuschalten, läuft der Rechner noch, wenn auch eingeschränkt. Einige lebenswichtige Funktionen, wie das DRAM-Refresh werden weiterhin mit Strom versorgt. Der Resume Mode ist nur für kurzzeitige Arbeitsunterbrechungen gedacht. Will man sein Notebook ganz ausschalten, muß diese Funktion desaktiviert werden.

Besonders bei älteren Akku-Bauarten tritt der sogenannte Memory-Effekt auf. Wenn der Akku mehrere Mal hintereinander nicht voll entladen wird, sagen wir mal nur zur Hälfte, und danach wieder voll aufgeladen wird, `merkt´ sich der Akku diesen Zustand. Kommt er nun unter die 50-Prozent-Grenze, bricht plötzlich die Spannung zusammen. Um so etwas zu vermeiden, muß der Akku tiefentladen werden. Tiefentladung bedeutet hier, das Notebook so lange über den Akku laufen zu lassen, bis es sich von selbst ausschaltet. Der Memory-Effekt tritt übrigens besonders bei Nickel-Cadmium-Akkus auf. In dem angesprochenen Modell ist ein Nickel-Metall-Hydrid-Akku eingebaut, der diesen Effekt nicht haben sollte. Allerdings hat man dieses Phänomen in einigen Fällen auch hier beobachtet. Die neuen Lithium-Ionen-Akkus sind nicht mehr davon betroffen.

Um lange Spaß an seinem Notebook zu haben, sollte man die Akkus vor dem Aufladen also immer tiefentladen. Durch mehrmaliges Tiefentladen und Vollaufladen kann ein geschwächter Akku oft regeneriert werden. Es sei denn, der Hersteller empfiehlt dies ausdrücklich, sollte ein Betrieb ohne Akkus vermieden werden. Je nach Auslegung des Netzteils dienen sie nämlich zur Stabilisierung der Versorgungsspannung. (mr)

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